Sonntag, Februar 03, 2008

in Potsdam!

Das ist Nike mit dem Siegeskranz, sie schaut zur Orangerie. Ich war also in Potsdam!
Und ich hab also ein bisschen rumgeknipst. Und ich bin sogar fotografiert worden. Ich zeig es sogar, obwohl das Foto vor dem längst fälligen Friseurbesuch gemacht wurde. Wie man sieht, sieht man sogar ein bisschen Bauch.



Leider war an dem Tag unglaublich graues Wetter, ich wollte trotzdem bis zur Orangerie gehen, mein allerliebster Lieblingsbau. Es ging also die Treppen zum Schloß hoch, auf der oberen Terrasse zum Grab Friedrichs des Großen und seinen Hunden. Wir konnten nicht anders, es musste noch ein Foto vom Carl geben am Grab des Windspels Thisbe, vielleicht hätte es ja eine Romanze gegeben zwischen dem Vizsla und dem Italienischen Windspiel, wenn nicht 250 Jahre dazwischen liegen würden.


(ein richtiges
Touri-Foto...ich liebe das!)



Dann ging es auf die Rückseite des Schlosses, dort ist der Shop. Ich setzte mich auf eine Bank, während Lars ein bisscehn stöberte und sah zum Ruinenberg hinüber. Wenn ich nur lange genug sitzen bleiben und unverwandt rüberschauen würde, dann könnte ich Kalman sehen, irgendwann würde er dort lang kommen. Ich würde ihn am Gang erkennen, logisch! Ja und dann gingen wir eben noch zur Orangerie. Klar machte ich auch ein Foto von einer der grandiosesten Sichtachsen der Welt, aber es ist nun mal grau und man weiß es schon beim Fotografieren, dass es nichts geben kann und trotzdem tut man es.





Dann war ich satt und wollte nach hause.

Dienstag, Januar 29, 2008

Kraniche gesichtet!

Ich war schon gestern kurz am Eingang des Vogelschutzgebietes, dass sich gleich hinter dem Netzner See ausbreitet. Ich hatte den Hund im Auto und dachte, dass wir noch ein bisschen spazieren könnten, es schien unglaublicher Weise 20 Minuten lang die Sonne. Auf den überschwemmten Wiesen glitzerte es wunderschön, neben mir flog ein Reiher auf und ich hatte keine Kamera dabei. Hm.
So plante ich eine Radtour für heute. Es ging hier in Nahmitz am Netzner See los, durch die Wälder udn dann über die Felder am Kanal entlang, der den netzner See mit dem Rietzer See verbindest. Und hie ist das Vogelschutzgebiet. Ich wollte schon gestern schreiben, dass ich da hin will und es bei dem Wetter nicht mehr lange dauern kann, bis die ersten Kraniche da sind....ich wollte mich auf vage auf "in ein paar Wochen" festlegen und dachte dann an die Geschichte mit den Schneeglöckchen, die ich genau eine Tag später schon fotgrafierte, nachdem ich mit dem Erscheinen erst 8 Wochen späer rechnete.



Nun, ich sah Kraniche, 2 Stück, sie sind so schön und elegant. Sie standen sehr weit weg auf den Wiesen, daher ist das Foto nicht so scharf, wie ich es gern präsentieren würde. Gerade als ich die Kamera ausschaltete flogen sie dann auf, eh das Ding wieder an war und bereit waren sie leider weg. Ich kann gar nicht sagen, ob es wirklich schon Zugvögel sind oder ob die beiden einfach hiergeblieben sind. Ich hab sie jedenfalls gesehen.
Nach Drehung um 180° sah man dann die beiden Schwäne auf einem Rübenacker. Schwäne sind nicht so spektakulär aber nicht weniger schön.



Ja und dann noch ein zwei Impressionen. Überschrift könnte lauten: alles war gelb!



Ich wohne doch toll. Ich vermisse so oft Potsdam, das wird auch nicht vergehen, aber es gibt hier so viel Schönheit und ich werde öfter mal hinschauen.



Das Grün des Moses war in der Tristesse der Umgebung so überwältigend schön anzusehen.

Übrigens ist das eine hervorragende Laufstrecke. Bis zum Eingang kann der Hund freilaufen, der Damm durch die Feuchtwiesen ist gerade mal 2 km lang, da kann Hundi dann an die Leine und danach gibt es Möglichkeiten für Freilauf, es ist überall für Wasser gesorgt, einfach perfekt!

Ach ja, ist euch aufgefallen, dass mir eine Verlinkung im Text gelungen ist, toll was!

Montag, Januar 28, 2008

ein Engel...

...von einem Hund.



man könnte aber auch meinen, dass auch Vizslas nur Menschen sind.



Ich jedenfalls habe ihn nicht so eingemummelt, das macht er schon allein. Schade, dass ich die Geräuschkulisse dazu nicht rüberbringen kann, denn dieser Engel hier grunzt gerade.

I love him.

Sonntag, Januar 27, 2008

in der Küche



Das ist eine Ecke meiner Küche.
Die Arbeitsplatte verläuft über Eck, also ergibt sich eine Ecke, in der ein ganz hübsches Sammelsorium lieber Stücken meiner Keramiksammlung zu sehen ist. Leider sammelt sich in dieser Ecke irgendwie alles und verdeckt mit dem Herumgestehe dann den schönsten Schatz der Küche: eine wirklich repräsentative Sammlung Delfter Fliesen. Nun, so ist das manchmal und ich lebe ja nicht in einem Museum, sondern in einer Küche. Da ich alle Stücken liebe, will ich auch ein paar Worte zu ihnen sagen.
Ganz links ist eine außergewöhnlich schöne englische Teedose von Mason's, bei ebay ersteigert und voller Ungeduld damals ausgepackt. Sie darf den mit Rosenblätter parfmierten Grünen Tee beherbergen.
An die Fliesen gelehnt steht eine großartige Vorlegeplatte von Spode aus der Serie "Chinese Rose". Sie stammt vom Trödelmarkt in Berlin, billig erstanden. Ich weiß noch, wie ich sie sah, auf sie zueilte und dann dachte: Oh, ich sollte nicht zuviel Interesse zeigen, schlenderte also scheinbar ziellos drumherum fragte dann betont belanglos, was sie denn kosten soll und der Verkäufer sagte: Naja, stammt aus dem Ostblock oder so, darum gib mir 12,-€ und gut ist es. Ich habe gezittert, das Geld gegeben und bin fast weggerannt mit dem Stück, bange, dass er sie vielleicht wieder haben will. Manchmal hat man Glück. Diese englischen Stücken sind nicht hochpreisig...aber auch nicht dermaßen billig. Einige Teile aus der Serie hat Spode mit Silbermontierungen versehen. Vor einigen Jahren habe ich einen Becher mit Silbermontierung "verpasst", er war mir zu teuer und ich denke noch heute mit Gram an diesen Geiz an falscher Stelle, damals auf dem Trödelmarkt vor dem Schöneberger Rathaus.
Naja, von allem anderen ist nicht viel zu sehen. Die Flaschen im Hintergund sind mit Rum, Amaretto, Eierlikör, Sherry und Portwein gefüllt, alles für die Bäckerei! Mit dem Sherry lösch ich üblicherweise gebratene Leber ab. Die Fresien und Tulpen stehen in einer Kristallvase der irischen Firma Waterford, der Schliff wurde allerdings in Slovenien angebracht. Die Zwiebeln ruhen in einer Delfter Durchbruchschale.
Das war mal ein Küchenstück!

Dienstag, Januar 22, 2008

Bauchgurt für später

Heute gab es noch ein Geschenk zu meinem Geburtstag: ein Bauchgurt für's Laufen mit einer Tasche für Handy, irgendwas und einer Trinkflasche, die war nicht dabei, dafür ein Babyfläschchen....ich hab mich wirklich gefreut. Ich besitze sowas noch nicht, werde es aber sicher brauchen, wenn ich im Sommer wieder laufe, hoffentlich auch ein bisschen weiter.

Freitag, Januar 18, 2008

Sieh da!

Ein Igel hat sich unter der großen Holzmiete, die sein Winterlager ist, vorgewagt und ist im Garten unterwegs, vielleicht ist ja irgendwo ein Wurm oder eine Schnecke genauso mutig und lässt sich dann fressen.



So ein Tier hat Carlchen noch nie gesehen....man kommt nicht ran.



Vielleicht kommt man unter durch? Er begann also, den Igel zu untergraben, irgendwie klappte es nicht.



Einen kleinen Erfolgsmoment gab es aber, als das Loch am Igel eine feine Mulde war und das Tierchen mit einem Nasenstups reingerollt wurde. Der Igel brauchte eine Sekunde um sich zu einer richtigen Kugel zu formieren. Dann war es aber auch genug. Carlchen musste seiner Wege gehen und der Igel wollte es sicher....endlich wieder ungestört.

Als ich ein Kind war, hatten wir öfter mal einen Igel für ein paar Tage, der wurde gefüttert, kam auch mal rein in die Stube zum Begucken. ich konnte dem Reflex "Handschuhe anziehen, Igelin Kiste setzen, Reintragen" kaum widerstehen. Tat es dann aber doch. Dafür habe ich gefühlt 43726 Fotos geschossen. Echt putzig war das Tierchen. Die Stacheln pieken übrigens.

Blick in die bunte Kiste


Es ist eigentlich der Blick in eine große Schale aus Ton, die ich vor Jahren während eines Praktikums in einer Ziegelei mal selbst hergestellt habe. Diese Schale sollte eine Vogeltränke für den Garten sein, aber sie ist zu tief geraten, die armen Vögel h
ätten ertrinken müssen. Naja, sie haben sie dann schlichtweg nicht genutzt. Nun beherbergt sie das Sammelsorium der Muscheln, Schnecken, Steine und anderer Strandfunde, die es an Ort und Stelle in meine Tasche geschafft haben. Die Muscheln zerfallen nach und nach, so dass immer wieder Platz für neues wird. Am auffälligsten sind aber immer noch die Austernschalen von der französischen Atlantikküste, länger als zum Sammeln der Muscheln waren wir damals gar nicht dort. Wo das Fläschchen herkommt, weiß ich nicht mehr, es bleibt aber in der Schale.
Ich habe die Idee, eine Gartenweg, vielleicht in einem Stück Trockenkräutergerten mit Dünen- und Sandrosen gepaart mit zermahlenen Muscheln zu belegen. Das müsste doch einen nordischen Effekt machen und würde sogar noch die Wärme für die Kräuter speichern. Dafür müsste ich aber noch einiges an Muscheln zusammentragen. Man könnte dort aber auch Holzfunde unterbringen und Findlinge.

Und weil es so rührend ist, hier noch mal Schneeglöckchen.




Dienstag, Januar 15, 2008

Carl erwacht

Das Erste

Das erste, was ich nach der Ankunft zuhause tat, war das Beschauen des Schneeglöckchens, das zweite war dann das Fotografieren des ersten. Hier ist es also: das erste unterm Apfelbaum. Willkommen 2008!

Montag, Januar 14, 2008

Endlich! welch Freude!

Ich habe nun endlich eine nagelneue, mein nagelneue digitale Spiegelreflexkamera. Endlich!
Ich bin eigentlich im Herzen ein Canonianer, aber Preis und Testergebnisse im Verbund haben mein Herz betört und es die Nikon D40 werden lassen. Ich glaube, sie ist toll. Jetzt muss sich nur noch rausstellen, dass ich vielleicht nicht toll aber doch nicht ganz furchtbar schlecht bin.
Ich kann Fotos machen und sofort bearbeiten, ansehen und dann eben auch hier zeigen.

Natürlich gab es Zeichen, die mir sagten: Kaufe jetzt diese Camera.
Sie soll ja mein Geburtstaggeschenk sein mit den Weihnachtsgeschenken finanziert. Das hat schon mal geklappt, es ist keine Woche mehr bis zum Geburtstag. Dann war sie eben taasächlich im Angebot, das macht sich gut, wenn die Mittel beschränkt sind. Aber was das wichtgste ist: ich habe sie mit Daniela gekauft das muss doch ein gutes Zeichen sein. Mit wem sonst sollte ich eine Camera kaufen. Nun ist sie mein. Zuhause wartet ein Motiv auf mich! Das erste Schneeglöckchen im Garten ist aufgeblüht, unter dem Apfelbaum am Haus hat es sich herausgetraut und kuschelt sich nun ins Gras. Das habe ich natürlich noch nicht gesehen, aber Lars hat es mir erzählt.

Es wird hier also wieder Bilder geben aus meinem Leben.

Samstag, Januar 12, 2008

Fahrt nach Westen

Ich bin endlich mal wieder am Rhein! Es ist immer wieder ein beruhigendes Gefühl, den Weg hier her zu fahren. Ich fühlte mich ein wenig wie auf einem Laufweg mit einigen Bekannten, die an der Strecke stehen und winken. Oder besser anders rum: ich habe gewunken.
Selbstverständlich fahre ich in Nahmitz los, nachdem ich mein Auto überredet hatte, nicht den Weg Richtung Berlin zu nehmen, ließ es sich auch auf dieses Abenteuer weiter Weg nach Westen ein. Sein Zustand ist gelinde gesagt marode und es ist sicher eines seiner letzten Abenteuer und ich klopfe ihm immer anerkennend auf die Motorhaube und danke für die Kilometer. Aber es geht ihm wie mir: Fahren macht Spaß, man muss nur in die Gänge kommen und dann auf Luxus verzichten.
Jedenfalls ist die nächste Station auf der Strecke Ziesar, dort ging ich zur Schule und so winke ich zu der alten Burg rüber, die meine Herberge war, dann kommt Magdeburg. Hier bin ich vor mehr als 2 Jahren 12,8 km gelaufen, mit Frank, es war hart und ich bin schnell losgelaufen, dann hatte mich die Zuversicht verlassen, danach die Kraft und es wurde ein einbisschen verkorkstes Ende. Dann kommt eine Weile nichts, eine lange Weile, bis ich in Hannover an Meike denke und sie gern mal wieder sehen würde, zumal wir ja gerade das gleiche "Schicksal" teilen, also den erfreulichen Teil. Ich liebe die Fahrt durch das Weserbergland ich bin gar nicht fit und denke bei dem Anblick der Hügel und Berge trotzdem daran, dass ich gern laufen möchte, über Berge und ich denke wie immer an Rainer, den Täglichläufer mit seinem Hund Bonny, der ihn immer begleitet und dass Kalman mein Bonny war, mein Kalman!
So geht es immer weiter, es gibt den Abzweig nach Paderborn, wo ich seit ich laufe gern mal den Osterlauf machen würde, aber es ist doch zu weit. Irgendwann bin ich im Pott und endlich empfange ich Einslive, ich liebe diesen Sender. Ich fahre an Wuppertal vorbei, an Wuppertal und dann durchs Bergische, hier ist Röntgenlauf, über diese Höhen geht der Röntgenlauf und so komme ich an Köln vorbei....naja, da geht die Autbahn eben lang. Und dann bin am Rhein. herrlich! echt herrlich!
viele Grüße vom Rhein also!

Dienstag, Januar 08, 2008

Neues Jahr

Nun, 2008 ist schon eine gute Woche alt und im www kann ich es erst heute begrüßen, denn mein PC hat sich über Silvester stillgelegt. Aber das macht nichts, das Neue Jahr hat trotzdem begonnen. Das wird ein neues Jahr, ein ganz neues Jahr.
Seit ich laufe, wechsle ich ersmals meine Alterklasse, das sit ein bisschen dramatisch, aber nicht zu ändern, ich bin jetzt AK 35. Und ich hoffe sehr, dass es in diesem jahr auch wieder Laufberichte geben wird. Nun will ich aber auch allen Freunden und Lesern meiner Seite sagen, dass dieses Jahr das Jahr meines Babys wird. Alles wird neu. Ich darf gespannt sein.
Ansonsten gab es in den letzten Tagen des alten Jahres vor allem viel zu essen, ich habe gebacken und gekocht, war eingeladen und war daheim bei meinem Baum, meinem Sohn, Lars und meinem Hund. Alles ist ganz ruhig, das Wetter ermutigt mich nicht, das Haus zu verlassen und so lass ich mich nur von Carlchen zwei mal täglich dazu zwingen.
Ich bin froh, dass ein neues Jahr begonnen hat! Noch 8 wochen und die Schneeglöckchen werden blühen.

Samstag, Dezember 22, 2007

keine Douglasie

Heute haben wir den Weihnachtsbaum geholt. Ausgesucht haben wir ihn im Garten von meinem Opa schon letzten Sonntag. Er ist beinah 3 Meter groß und es ist eine Tanne. Für uns ist das ungewöhnlich, das erste mal verirrt sich eine Tanne in den Salon. Eigentlich lieben wir Douglasien. Die sind ganz weich und duften wirklich zauberhaft. Außerdem sind sie ganz besonders grün. Nun, es ist in diesem Jahr eine Tanne, denn da wir die einzigen sind, die eine Douglasie haben wollen, sind diese einfach schon zu ausgewachsen und als Weihnachtsbaum nicht mehr gut zu gebrauchen. Sie wachsen jetzt also vor sich hin, ohne dieser Ehre, ein Weihnachtsbaum zu werden, entgegenzusehen.
Ansonsten dind die Tage grau, heute war aber der Morgen schön, der weiß überreifte Bäume und Wiesen preisgab, aber auch heute ohne Sonne. Ich weiß gar nicht, wann es hier das letzte mal Sonne gab, Licht. Ich war noch mit dem Rad unterwegs und habe ein wenig gestaunt, wie schön alles aussieht. Mein Carl flitzte über Wiesen und in den Wald rein mit so viel Fröhlichkeit, er ist so ausgesprochen fröhlich und unbeschwert, es ist gut, dass er mir passiert ist. Im nächsten Frühjahr werden wir gemeinsam laufen gehen.

Dienstag, Dezember 18, 2007

Blick nach draußen

Wenn ich hier am PC sitze, dann kann ich mit leichten Drehungen des Kopfes aus 3 Fenstern sehen. Geradeaus sehe ich das Brachland vor dem Haus, das ab dem nächsten Jahr dann Wiese heißen wird. Lars hat dort 3 kleine Linden gepflanzt, die die Luft dort in den nächsten Jahren gelinde machen. Aber die seh ich eigentlich gar nicht, ich weiß nur, dass sie dort sind. Nach links sehe ich zur Grundstücksgrenze, dort steht ein mittlerweile großer Holunder und einige Essigbäume. Im nächsten Jahr wird diese Grenze weiter aufgeforstet mit Flieder in weiß und blau, das wird sicher eine Pracht.
Mein Lieblingsblick ist aber im Moment der nach rechts, dort stehen alte Obstbäume. Dem Haus am nächsten steht ein alter Apfelbaum, der in diesem Jahr so unerhört reichlich trug, dass ich schlussendlich des Apfelmuskochens überdrüssig wurde und genug Äpfel hängenließ um nun täglich ein schönes Schauspiel genießen zu können.
Im Baum sitzen fast immer 3 bis 5 Amseln und Drosseln, die nur hin und wieder von den Eichelhähern neidisch vertrieben werden. Die sammeln sich im Pflaumenbaum nebenan und führen von Zeit zu Zeit einen Raubzug, fressen sich satt und sitzen dann wieder in dem alten Pflaumenbaum. Sie sehen eindrucksvoll aus, das hellblau strahlt und die roten Brüste leuchten. Sie sind so farbig wie schöne Papageien. Im Wald sieht man sie nur selten und schon gar nicht mehrere zusammen.
Jetzt gerade ist es etwas ruhiger, es sind Amseln, Meisen und und sogar ein Grünfink da und schlagen sich die runden Bäuche voll.
Es ist ein Jammer, dass ich noch immer keine Digitalkamera besitze, um ein Bild zu machen, so auf die Schnelle...aber das wird schon noch kommen.


Dienstag, November 27, 2007

noch Ostseebilder...

...kurz vor dem Advent, dem Keksebacken, dem Gestecke basteln und Kränze binden, schnell noch mal den Blick zurück auf die letzten Sonnentage des Jahres.







Mittwoch, November 07, 2007

7. November

Ich weiß noch genau, was ich im letzten Jahr am 7. November tat. Es war der Tag, an dem ich im Haus in Nahmitz war, das Wetter war etwas besser, ich selbst war krank und ich stand auf dem Balkon und war traurig.
Die Welt hat sich gedreht, die Welt hat sich ein Jahr weitergedreht.
Vor ein paar Tagen war ich das letzte mal in der Wohnung in Potsdam, ich habe in Potsdam gelebt. Ich liebe diese Stadt und ich vermisse sie. Aber ein letztes mal irgendwo ist immer komisch. Ein letztes mal aus dem Fenster gesehen, auf der anderen Straßenseite ging die Frau mit dem kleinen weißen Hund spazieren, der schon so alt ist, dass sie ihn ziehen muss. Ihr Sohn hat ihn sogar getreten. Der Balkon ist voller Blätter, die ich nicht abfegen muss. In der alten Schule gegenüber geht der Gong. Ich maler eine letzte Kleinigkeit zwischen Küche und dem kleinen Esszimmer, das blau wie der Himmel war. Lars hilft mir beim Putzen und wischt gerade die Schränke ein leztes mal aus. Er geht mit allem Schaden mit, wie meine Freundin das nennt. Er trägt alles mit. Nun wische ich noch mal durch, Lars fegt und trägt dann Farbe und Putzzeug runter. Das war es. Ich sage zu Lars, siehe, hier habe ich gelebt, es war mein Zuhause. Und er sagt Ja, das war es. Dann spazieren wir noch durch die Anlage.
ich vermisse Potsdam, natürlich. Potsadm besuchen ist nichtdas gleiche. Viele Wege werde ich nicht mehr gehen. Vor allem die über die Feldfluren, die ich so geliebt habe. Oder den Weg am Krongut vorbei und der Bornimer Kirche, dann rechts den Steig am Wasserlauf lang, rüber ins Katharinenholz zu den düsteren Teichen und zurück dann an der Orangerie lang. Besuche beschränken sich auf Parks. Na mal sehen.
Ich habe auch Nahmitz vermisst, anders vermisst, hier habe ich gearbeitet, hier lebt auch mein Sohn und Lars. Man kann nicht alles haben. Ich kann nicht alles haben. Alles ist gut, so wie es ist...ich bin hier und ich bin ganz. Ich werde kein weiteres Jahr an diesem Tag daran denken, was einmal war, dass Lars verschwand und ich hilflos war. Im nächsten Jahr ist es nur der 7. November.

Donnerstag, November 01, 2007

Mittwoch, Oktober 24, 2007

Fangfrisch vom Kutter Dorsch

auch Carl war an der Ostsee

Natürlich war Carl von der Altmarkperle mit an der Ostsee und er fand es großartig. Viel Platz, viele andere Hunde, tote, stinkende Flundern, die man aus dem Seetang fischen und weiter oben nahe der Dünen verbuddeln, begrabbeln, durch die Luft werfen kann. Herrlich, einfach herrlich.

Nicht ganz so herrlich fand er den Ausflug nach Sassnitz, denn das bedeutete viel Arbeit für das klein Vizsla-Köpfchen. Erst muss man die Seebrücke diszipliniert passieren, dann muss man eine wirklich sehr viel Sicht auf die darunterliegende See freilassende Treppe hinuntergehen, dann kam der schwierigste Teil....an Bord gehen, über einen Steg aus Eisen, er lief noch nie auf Eisen. Puh geschafft, aber auf dem Schiff war es dann auch doof. Erstmal darf man wirklich nicht jeden Passagier nach Herzenslust beschnuppern, man muss an der Leine bleiben und artig sein. Aber eines war toll, über Bord sehen und die Wellen beobachten. Irgendwann stellte sich resignierte Gelassenheit bei dem kleinen Kerl ein und ich machte einfach mal ein schönes Foto von unserem Captain.

il capitano

Ja, am schönsten war auf jeden Fall das Spielen am Strand und Laufen, Laufen, Laufen!

Spiel mit Lotta

Carlchen, der Ente abgewandt

Und dann habe ich noch eine Kuriosität, kein in dem Sinne gelungenes Foto. Leider hielt die Rasselbande nie so still, wie ich es gern wollte, und beim Clicken der Kamera hatte ich dann eigentlich immer nur Hinterteile von Hunden auf dem Bild. Hm, aber ich zeige es trotzdem, weil es so ein schönes Farbspiel ist. Ihr seht drei Hunde beim Buddeln, Labrador, Weimaraner und Vizsla. Sie waren wirklich schön in ihrem Spiel, auch wenn man das nun gerade nicht sieht.



So verdient wie an den Tagen and er See gab es bis dahin noch keine Nachtruhe für den Hund.

Dienstag, Oktober 23, 2007

Tage am Meer



Tatatata...die Bilder sind da. Ich kann es ja selbst kaum abwarten, ein paar zu zeigen. Die Canon AE 1 war kooperativer als erwartet und so wird es evtl nach und nach immer mal welche zu sehen geben.



Freitag, Oktober 19, 2007

Ostsee!

Ich habe noch den Morgenkaffee bei mir. Draußen ist es grau, sehr grau. Das letzte Wochenende an der See war glücklich, noch von Sonne beschienen. Soviel Sonne und Wasser und blauer Himmel. Die Ostsee tut immer gut.
Ich war vorher noch nie in Binz, eigentlich sträubte sich auch alles gegen diese weiße Stadt am Meer, die für gut verdienende Pärchen gemacht scheint. Aber sie ist tatsächlich schön. Die Schnitzereien der Häuserfassaden sind wundervoll und die Häuser sind wirklich fast alle weiß. DieLage von Binz ist so wundervoll. Es liegt an einer großen Bucht, naja, die Proraer Wiek eben, lang gezogen, an den jeweiligen Enden zieht sich die Küste hoch zu einer waldreichen Steilküste, das ist malarisch. Wäre Binz eine Stadt in Italien, sie läge an einem Golf, dem Binzer Golf. Abends, wenn die Lichter von Sassnitz und Prora angehen, dann kann man wirklch träumen, man sei am Golf von Palermo, schaut rüber auf den Monte Pellegrino, hinter dem jeden Abend die Sonne verschwindet.
Aber ich vergesse gar nicht gern, dass ich an der Ostsee bin, nirgendwo sonst ist man so frei. Der Strand ist breit und Möwen schreien. Der Sand wird um die Mittagszeit sogar noch etwas warm und man kann mit nackten Füßen den Strand entlanggehen. Die Frage, warum, gerade der Blick über die Ostsee solch ein Aufatmen ist, Durchatmen, Kraftsammeln, beschäftigt mich eigentlich schon immer. Kein anderes Meer gibt mir das. Das Mittelmeer, das warm ist, der Atlantik, der wild ist, gaben mir dieses Gefühl nie. Vielleicht ist es einfach so, weil ich die Urlaube der Kindheit dort verbrachte und es von meinem Vater immer zelebriert wurde, an die See zu kommen. Man hieß sich selbst dort willkommen. Wir stiegen aus dem Auto und rannten fast durch den Wald, über die Dünen und da war sie dann, die Ostsee. Wir blieben stehen, atmeten durch und liefen los, durch den Sand und schrieen Ooostsee!

Ich habe viel fotografiert, viele Möwen, Muscheln, den Hund, meinen Sohn. Ich habe nicht viele Muscheln gesammelt, das mache ich andermal wieder.

Dienstag, Oktober 09, 2007

Dunkel

Dies ist das Bild mit vielen Geschichten. Es heißt" Face your Fears" oder "im Düsterwald" oder auch "fragile" oder....

Wieder Dank an die Künstlerin!

Montag, Oktober 08, 2007

Sleep with Butterflies

mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin

Ein Tag in der Fremde

Ich war in Neuwied, ich war ich Koblenz, ich war in Köln und Selters und im Westerwald, ich war drei Tage lang richtig weg.
Und ich war sogar an einem Berg, der hat einen niedlichen Namen, er ist bei Koblenz, sehr hübsch ist es dort. Es gibt sonnendurchschienene Buchenwälder und man kann eine fein vermessene Strecke von 6 km dort laufen. Aber der Name des Berges ist wirklich irreführend, es ist der Hasenberg, den wir gehässigerweise bei der zweiten Runde umgeauft haben, er trägt nun den unheilverheißenden Namen The KillerKarnickel Mountain.
Er bricht das Genick, also mir hat er es gebrochen, aber schön ist es dort, man kann es kaum fassen. Der Weg schlängelt sich Gemütlichkeit vortäuschend um den Berg herum, bis man dann vor der "Wand" steht. Puh, wie weit mag es sein, es ist nicht weit, aber weit genug für Laufen in den Bergen ohne Üben. Es ist furchtbar, furchtbar, dass ich da nicht hochkomme.
Ja, wir haben viel gelacht und ich rief hier und da: Schau mal, wie schön. Und Daniela sagte: Ja schön! Nur die geplante dritte Runde, die haben wir gestrichen und uns lieber der Fotografie im Freien gewidmet. Da war es auch schön, es gab einen Weg mit Herbstfarben, einen Radfahrer mit einem wohlerzogenen Vizsla dabei und später einen Film auf dem Sofa. Es war ein Traum.


Freitag, Oktober 05, 2007

Moosgrün




Dieses Bild heißt Moosgrün, denn es ist moosgrün. Das kommt von dem unglaublich grünen Moos an dieser Stelle am Gohlitzsee. Es ist ein ganz festes, sozusagen kurzhaariges Moos, das eher einem dicht gewebten Perserteppich gleicht als einem industriell gefertigten Flokati. Ja, es istt ein ganz fein und dicht gewachsner edler Perser, farbecht, von vielen kleinen Wurzelchen getragen, langlebig, man kann sogar große Kiefern darauf abstellen.

Neues vom Carl










Schlaf bewacht

Donnerstag, Oktober 04, 2007

Die Möwe und mein Herz

Hin gen Norden zieht die Möwe,
Hin gen Norden zieht mein Herz;
Fliegen beide aus mitsammen,
Fliegen beide heimatwärts.

Ruhig, Herz! du bist zur Stelle;
Flogst gar rasch die weite Bahn -
Und die Möwe schwebt noch rudernd
Überm weiten Ozean.


Von Theodor Storm, dem Dichter des Nordens für Menschen im Norden und für mich.

Ich habe alle Novellen von Storm gelesen, am lebhaftesten vor Augen habe ich die Geschichte von der alten Hansen, sie ist eine alte Frau, die in ihrer Jugend einen Mann liebte, der in seinen Gesellenjahren in den Süden Deutschlands kam. Er wollte immer heim und zu ihr zurück um mit ihr das Glück zu finden und immer hielt ihn die Pflicht weg von der Hansen und der Heimat. Er kommt heim, als er alt ist und die Hansen gerade ein paar Tage tot. Er hatte Wünsche aber einen anderen Platz im Leben einnehmen müssen. Das ist schicksalsschwer. Der Sänger des Nordens singt oft von Schicksal, nie verzeifelnd, sondern notwendig.

vom Hund

Heute war der Hund verschwunden, welch Aufregung. Alle fuhren wild mit dem Rad durch das Dorf, der Hund ist weg, Carlchen, komm her. Er ist doch wirklich ein frecher Hund, der sich sein Leben einfach herausnimmt wie es ihm gefällt aus der großen Kiste des Tages. Friedrich hat ihn wieder gefunden, nun schläft er im Bett und sieht ganz selig aus.

Mittwoch, Oktober 03, 2007

Sommertraum



Beim Kramen in alten Bilder trifft man vor allem auf Erinnerungen an vergangene Sommer. Dieses hier erinnert an den Sommer 2005, er träumt am Meer und ich habe ihn erwischt. Oder aber er wusste, dass ich ihn fotografieren will und hat absichtlich zu träumen begonnen, oberflächlich.

Montag, Oktober 01, 2007

Ausstieg in Kreuzberg

Wenn man nach 15 Kilometern bei einem Marathon aussteigt, dann ist das so, als sei man gar nicht losgleufen. So jedenfalls fühlen sich im Ziel die ersten 15 km in der Erinnerung an, so fand ich das. Wenn man aber nach 15 Km aussteigt und das schon vorher weiß, dann ist es was anderes, für einen selbst ist es was anderes.
Der Km 15 beim Berlin Marathon ist in Kreuzberg, direkt an der U-Bahnstation Schönleinstraße. Es gibt dort Cafes und türkische Bäckereien, bei denen ein Gebäck im Schaufenster liegt, das aussieht wie die Churros, die ich in Madrid in die dicke heiße Schokolade tauchte. Danach ist mir jetzt aber nicht, nach 15 Kilometern laufen habe ich keinen Hunger.
Ich weiß hier, dass ich sicher noch etwas weiter gekonnt hätte, bis zum Halbmarathon-Tor vielleicht sogar, aber es sprach einiges dagegen. Vor allem, dass ich Lars, der bei Kilometer 14 auf mich warten wollte, nicht gesehen habe und das machte mich unruhig, ich gehe nach den Zeitmessmatten bei Kilometer 15 also von der Straße auf den Gehweg und versuche ihn anzurufen, er kann das Klingeln nicht hören, denn da, wo er steht, und das weiß ich ja, ich bin gerade daran vorbei gelaufen, ist es laut, es spielt eine Band auf einem LKW. Hm, was bleibt nun? Ich muss zurückgehen, damit fällt Weiterlaufen aus.
Egal, es war ja eh eigentlich so gedacht, dass ich nicht weiterlaufe. Aber wenn man noch könnte, so ein bisschen eben, dann tut man es nicht ganz so leicht. Egal.
Was noch für diesen Ausstieg spricht, sind die Schuhe, meine Schuhe sind hinüber, sie haben schon im letzten Jahr den Marathon überstanden. Mir tun die Füße weh, die Dämpfung ist nicht mehr vorhanden. Es ist doch auch wirklich unüberlegt und idiotisch von mir, diese Schuhe gewählt zu haben, nur aus Nostalgie und der alten Erinnerungen wegen. Mir tun die Füße weh. Aber sonst geht es mir gut.
Es war ein guter Lauf und das war nicht unbedingt zu erwarten. Im Starblock traf ich Kollegen, ich war nicht allein, hier in diesem großen Startblock H, ich lief nicht allein los, machte mich aber bei Km 2 von den Kollegen frei, weil ich gerade heute mein Tempo laufen wollte, bei Kilomter 6 sind wir alle wieder auf natürliche Weise zusammen und lassen uns bei Km 8 dann quietschvergnügt fotografieren. Hier bei Kilomter 8 steht auch Lars, schaut mich an, wie es mir wohl geht. Wie weit kannst du noch laufen Mandy, fragt er, ich sage, wir sehen uns am Kottbusser Damm. Gut, dann sehen wir uns bei Km 14. Ja, das tun wir...So war Berlin. Es war sein Debüt als mein Begleiter bei einer großen Laufveranstaltung und er hat es gut hinbekommen. Am Tag vorher lief er sgar mit mir ins Olympiastaion. Wer hätte das gedacht. Sicher, es ist ein bisschen anders, denn es ist nur für mich, nicht für ihn aber er tat es gern und ich habe mich gefreut.

So war Berlin. Ein toller Start, ein schöner Lauf, ich war Reiseführer und hatte Begleitung.

Montag, September 24, 2007

ein Lauf

Ich laufe wieder mehr. Hier auf dem Dorf laufe ich durch den Wald, versuche Blicke auf die Seen zu erhaschen, was nicht immer leicht ist. Mein Hund weiß noch nicht recht, was es bedeutet, wenn ich sage: Carl, wir gehen laufen udn die Schuhe schnüre, aber das kommt noch.

Wenn ich meinen Lieblingsweg laufe, dann beginnt der Weg beinah unerwartet vor der Haustür und führt die Straße entlang, an der lachsfarbenen Kirche vorbei über die neue Brücke über den Emsterkanal, immer gerade aus, linker Hand ist die Feuerwehr und rechterhand Gartenzäune mit kleffenden Hunden. Da muss man vorbei und dann kommt man nah an die Autobahn, die hier allgegenwärtig ist. Aber neben der Autobahn, da beginnt der Kiefernwald, der in diesen Tagen sonnendurchflutet ist und würzig riecht, nach Holz und Pilzen.
Ich laufe hinein und bin im Forst, das bedeutet, dass es lange gerade, recht gut ausgebaute Wege gibt und ich weiß nicht immer, wie weit sie führen, lass mich überraschen und biege ab, wenn der Weg gut und sonnig aussieht. Es gibt eigentlich nicht so viel zu sehen, Kiefern, Gras, ein paar Blumen am Wegrand, wenn es lichter wird.
Im Moment blüht die blaue Ochsenzunge und entführt meine Gedanken in russische Märchen und in das weit entfernte Tibet, wo die in meinen Augen schönste blaue Blume blüht, der blaue Mohn, sie spiegelt den Himmel wieder und die Unendlichkeit und genau das macht blau in einem Garten so zauberhaft, dass die Himmelsweite auf der Erde blüht. Dann führt der Weg einen weiten Bogen entlang und ich komme an einem kleinen Teich vorbei, es riecht hier moorig, etwas faulig, das gefällt dem kleinen Hund und in excellenter Vorstehhaltung, die Vorderpfote angezogen beobachtet er das Treiben der paar Enten. Er ist schön und dieser Weg ist schön, der zwischendurch auch Buchenkathedralen zwischen den Kiefern bot.
Doch der schönste Teil des Weges kommt erst jetzt, endlich geht es am See entlang, an dem kleinen Tisch für Ruhepausen vorbei, der See liegt etwas tiefer und ie untergehende Sonne spiegelt sich und vermehrt das Abendrot. Lehnin liegt auf der anderen Seite des Abendrotes, nur zu zu ahnen, hier ist das Land alt.
Es gibt einen schönen Ausblick nah am Wasser, an dem ich gern verweile, den Hund trinken lasse, tief atme und die Ruhe einsauge. Dann kommt nur noch der Rückweg, an den Lauben vorbei ins Dorf hinein, rechter Hand die Feuerwehr und dann über die Brücke über den Emsterkanal, dort liegt jetzt ein kleiner Kahn, noch an der lachsfarbenen Kirche vorbei...nach hause. Der Hund ist müde und ich bin zufrieden. Viele Gedanken, wenige Bilder. Manchmal vermisse ich Potsdam, nein fast immer, nur soviel gedacht habe ich nicht an Märchen und Tibet und Blumen. Dafür sah ich mehr, an das ich nun denken kann oder muss.

Volksliedchen



Wenn ich ein Vöglein wär, und auch zwei Flügel hätt',
flög ich zu dir.

Weil's aber nicht kann sein, weil's aber nicht kann sein,
bleib ich allhier.


Mittwoch, September 19, 2007

Louise Odier



Louise Odier im Herbst,

es sind die letzten Blüten vor der dunklen Jahrszeit. Nun wird nur noch Kraft gesammelt für ein neues Jahr. Im Frühjahr werde ich sie bis kurz auf den Boden zurückschneiden und dann kann sie sich neu entfalten, mit frischem gesundem Laub und kugelrunden Bourbon-Blüten in süßem Duft. Sie ist so gut. Ich erinnere mich an das Jahr ihrer schönsten Blüten, ich saß auf dem Balkon, es war kühl und ich in eine Decke gehüllt, noch früh am Morgen war es und in Wolken zog ihr Duft zu mir herauf, so dass ich immer hinunterschaute, ob nicht jemand die Blüten schüttelt und den Blütenstaub zu mir heraufpustet, ich weiß noch, dass ich lachen musste über diesen Gedanken und ich weiß noch, dass ich auch damals gerade schrieb, mit einem Bleistift in ein Buch.

Montag, September 17, 2007

zu Carlchen und zu Kalman

Als Kalman damals zu mir kam war es Januar, es war ein bitterkalter Januar und er wollte nie raus gehen, er war sehr dünn und hat immer gefroren, erst im Frühjahr, ab März war er gern und viel im Garten. Kalman war mein erster Hund, der erste Hund, der sich mir anschloss, der bei mir war, das wird immer so bleiben, er ist sozusagen der erstgeborene und alle nachfolgenden müssen sich mit seiner Genialität, Ausstrahlung, seiner Intelligenz messen. Carlchen muss das auch.
Oft stehe ich und seh diesem Racker zu, der anders ist, so anders. Er ist mutiger, ohne Zweifel mutiger, macht oft sein Ding, hat gern mal seine Ruhe vor seinen Menschen. Er hat noch keinen Verlust erlebt. Langsam wird aber auch ein Vizsla aus ihm, endlich wird die Nase rosa, ich dachte schon, es hat sich ein Ridgeback im Stammbaum verirrt, weil die Nase so dunkel war, aber nun wird alles gut und die Nase eben rosa.
Als Kalman etwa 8 Monate war, nahm ich ihn auch auf Strecken über 10 km zum Laufen mit, er lief voraus, hatte aber längst begriffen, worauf es ankam. Spürte er Asphalt unter seinen Füßen, kam er beifuß auch wenn ein Spaziergänger, Radfahrer oder ein Auto kam, lief abseitig oder hinter mir, es war genial und beeindruckte Frank bei seiner ersten Begegnung mit diesem Hund. Er ist eine Augenweide, ein Eye-Catcher, ein tolles Tier, bis heute. Selbstverständlich.
Und nun habe ich in Carlchen eine neue Herausforderung. Vieles fällt mir leichter, ich habe nicht mehr so viel Angst etwas falsch zu machen, den Hund zu verderben und so hat es auch Carlchen sehr viel leichter. Ich finde ihn auch toll. Er schläft gerade in Friedrichs Bett, er ist ein Langschläfer, wie Kalman, der früh aufstehen auch nicht recht mag. Ich bin gespannt, was alles aus ihm wird und freue mich, dass ich das begleiten darf...und ohne ihn wäre ich traurig.
Ich wiederhole es mir gern: er schenkt Freude, neue Freude. Er hat mich nun schon zum Laufen begleitet, 5 km gehen schon, das sind gerade 35 Minuten, das kann er prima und findet es herrlich, geht sogar an der Leine beifuß und dass er Sichtkontakt im Freilauf halten muss, wird er auch noch lernen (müssen). Ich spiele dann Verstecken, läuft er zu weit vor, dann bin ich verschwunden, so hält er ganz von selbst den Sichtkontakt, passt auf, ob ich noch da bin. Kalman mag dieses Spiel gar nicht, Carlchen schon, er findet mich auch viel schneller als Kalman es je tat, er rannte eher in Panik den Weg zurück ohne tatsächlich zu suchen. Jaja Hunde, meine Hunde ich habe sie wirklich lieb.

Mittwoch, September 12, 2007

Neue Freude

Beinah 3 Jahre hat Kalman fast alle meine Wege begleitet. Das hat nun aufgehört. Auch Hunde haben ein Herz, das sich entscheiden muss, und er hat seine Wahl getroffen, das muss ich natürlich akzeptieren und ich achte ihn nur noch höher in seinem Wesen, dass er eine Wahl traf. Aber ich vermisse ihn, ich vermisste ihn sehr schnell und wusste genauso schnell, das ich ohne Hund, ohne Magyar Vizsla nicht sein will, ich will wieder einen Vizsla haben, der mich begleitet und den ich lieben kann, der großartig werden würde.



So kam Karl, eigentlich Charlie von der Altmarkperle vor etwa 4 Wochen in mein, ja in unser Leben und schenkt Freude. Er ist ein wunderbarer Vizsla mit Witz, Charme, einer großen Portion Frechheit und der Weisheit und Würde seiner Rasse. Er ist jetzt 4 einhalb Monate alt, bewies im Heimischwerden großes Talent, ist unglaublich ungestüm und neugierig. Ein Baby eben, das nach wenigen Stunden Sofa, Betten und Herzen erobert hatte. Und jetzt gibt es erste Fotos von ihm. Sie sind nicht richtg scharf, oft sit er schnell unterwegs udn schwupp di wupp am nächsten Ort oder aber es sit eigentlich zu dunkel für ein ordentliches Bild. Aber seine Liebenswürdigkeit ist doch erkennbar.



Er ist toll! Ich zeige erstmalig Karlchen, König des Majoranhains und Kronprinz auf dem Sofa vorm Kamin!

Samstag, September 08, 2007

Back to Business

Ich weiß jetzt mehr über die Perle de Blanches. Ein heißes Bad und eine Gartenzeitung gaben Aufschluss über diesen Schatz der alten Rosen. Sie ist eine Bourbonrose und die Beschreibung klingt verlockend. Alte Rosen sind verlockend, sie duften süß, sie bergen ein Geheimnis und die Perle de Blanches tut es wohl auf ganz besonders bezaubernde Weise. Sie blüht in einem Perlmuttrosa auf und wird dann mit dem Öffnen der dichten Blütenblätter immer bleicher, aber das Innere bleibt verschlossen und gleicht einer weißen Perle. Wunderbar, einfach wunderbar. Ein Symbol von Jungfräulichkeit freilich, sie ist süß und bleibt verschlossen.
Aber das allein erklärt noch immer nicht mein Interesse an dieser Rose. Sie erträgt wohl die raue Wetterlage Schleswig Holsteins, sie wird schnell bis zu 3 Meter hoch, bleibt dabei schlank und hat recht gesundes Laub….bei guter Pflege. Doch die raue Wetterlage Schleswigs, naja die lässt sich noch immer nicht mit den oft trockenen harten Frösten unserer brandenburgischen Steppe vergleichen…und der Sandboden eben, der ist doch eine Krux.
Im nächsten Jahr möchte ich ihr gern ein Zuhause geben hier, es mit ihr versuchen.
Noch wunderbarer ist aber, dass ich dort in der Wanne lag, die Zeitung weglegte und dann sprach ich vor mir hin:

„Perle de Blanches“ „Souvenir de la Malmaison“ „Fantin Latour“ „Duchesse de Rohan“ „Maidens Blush“ „Marechal Niel“ „Himalayan Musk“….

Die weiße Perle schloss eine Tür auf und es plauzten und kullerten die Namen heraus und die Erinnerung, dass ich wenn ich alt bin, eine Gärtnerin sein werde mit einer wunderbaren Sammlung historischer Rosen und dass ich das will und ihnen Gesellschaft verschaffe, Storchschnabel, Margaritten, Phlox, Lavendel, Thymian, Schleifenblume….
Meine Gedanken beginnen sich in alten Bahnen zu bewegen. Also werde ich loslegen. Nächste Woche kaufe ich Frühblüher, ganz viele Schneeglöckchen, Blausternchen, Märzbecher und Krokusse und bringe sie in die Erde. Das wird ein Frühlingsfest geben. Eigentlich lebt man so immer in der Zukunft, man bereitet ständig die Zukunft vor. Im Herbst den Frühling, im Frühling den Sommer und Herbst und im Winter ruht man eben und wartet auf die Blumen und ich warte mit und gestalte wieder mit.

Donnerstag, September 06, 2007

Musik

Solo, ein Musikstück eben

Es gibt für alles Musik. Dieses Stück habe ich gestern im Auto gehört. Ich habe kein gutes Gehör für neue Stücke der Charts oder so, weiß also nicht, ob es alt oder neu ist, aber es passt gerade. So irgendwie und Nina Hagen ist nur zurückgenommen verrückt.

Sonntag, September 02, 2007

Pflaumenkuchen

Pflaumenkuchen, es muss der Pflaumenkuchen sein, der mich wach hält. Heute nachmittag aß ich zuviel davon aber er war so frisch und lecker und meine Oma hatte ihn gebacken. Sie freut sich immer so, wenn ich viel esse. Aber nun hält er mich wach.
Noch ist Sonntag der 2. September. Heute war Alsterlauf in Hamburg, mein Hund war wahrscheinlich auch kurz da auf dem Rückweg von der Ostsee. Ich kann mir vorstellen, welche Freude er hatte am Strand.
Ich habe gefrühstückt mit meiner Familie und dann bin ich ins Auto gestiegen und bin mit dem kleinen Hund an den Gohlitzsee gefahren, die Kamera um den Hals gehängt sind wir losmarschiert, am See entlang. Es gab sehr grünes Moos zu sehen, Wasser und Schilf im Wind. Wenn die Fotos was geworden sind, stelle ich auch mal wieder welche hier ein, aber mit einer manuellen Kamera muss man warten auf die Ergebnisse, geduldig warten.
Dieses erste Septemberwochenende wird wohl für immer etwas besonderes für mich sein. Es ist das Havelbergwochenende, ich war dort auf dem Trödelmarkt. Einen sehr kleinen aber schönen Teller habe ich zum Schluss nach hause getragen, es passen gerade 3 Oliven rauf, er ist von Myotts. Ansonsten war es enttäuschend, keine Schätze nirgends für mich zu finden. Vor zwei Jahren habe ich hier für Helga eine schöne alte Mandelmühle als Mitbringsel gekauft. Gestern aß ich dafür Kirmeseis "Eis wie Sahne" und dachte dabei an die Menschen im Norden, ein bisschen, dann habe ich mich geschüttelt, den Mann an meiner Seite angelächelt und nach vorn geschaut.
Havelberg ist was besonderes, nicht einfach Trödelmarkt, es ist ein individueller Raum, es treffen sich Freaks zum Feiern und eben....trödeln und Geschäftemachen in einer gesetzesfreien Zone. Irgendwie ist es Zone, der Staat existiert nicht, man handelt an ihm vorbei, vielleicht kann man dieses befriedigende Gefühl nur als Mensch aus dem Osten haben, ich glaube, nur hier empfindet man Gesetze, Vorschriften, Regeln als so bedrückend, weil die Staatsmacht immer als drückend und Rechte beschneidend wahrgenommen wird. Und so genießt man hier auch am ehesten das Draussenbleiben, Fernbleiben des Staates. Vielleicht ist es aber auch ganz anders und diese Gedanken sind auf das Rumoren des Pflaumenkuchens in meinem Bauch zurückzuführen.
Was ich sagen wollte ist aber, dass das Wochenende was besonderes ist, denn ich fuhr vor zwei Jahren von Havelberg nach Hamburg und in diesem Jahr fuhr er auch wieder nach Hamburg in anderer Mission und ich blieb auf halber Strecke, drehte um und fuhr zurück und dass es wohl recht so ist. Daran denke ich.