Montag, Juni 21, 2010

vegane Kartoffeln gibt es nicht

Ich nenn das jetzt mal so.
Gestern vormittag, Elisabeth hatte ihren Morgenschlaf hinter sich, gingen wir beide auf den Balkon vor dem Schlafzimmer. Man kann von dort über das ganze Grundstück sehen, auch den kleinen Kartoffelacker. Vincent war mit seinem Opa zwischen den Kartoffelpflanzen, sie sammelten die Kartoffelkäfer in Weckgläser, gespritzt wird hier nicht, aber dulden kann man diese Schadinsekten nun wirklich nicht. naja und bei diesem Bild ging mir einfach auf, dass der Mensch in der Kulturlandschaft seine Nahrungsgrundlage einfach schützen muss. Aus den Erdbeeren werden die Schnecken gesammelt, auch in Weckgläser übrigens, die Käfer aus den Kartoffeln, Rosenkäfer aus den Lilien und Rosen und übrigens: Wildschweine fressen Kartoffeln ebenfalls sehr gern, sie sind dann Schadwild, wenn sie nicht bejagt werden, dann vermehren sie sich so lange, bis sie die Äcker wirklich verwüsten, leidtragende sind vor allem kleine Bauern, die sich teure Elektrozäune nicht leisten können. Allerdings ist das dann was anderes, Schweine und Käfer zu vergleichen ist absurd.
Es ist eine philosophische Frage nach der Leidensfähigkeit  eines Geschöpfes, der Seele und dem Bewusstsein. Diese Frage muss natürlich in einer Zeit, in der die Allgemeinheit Gott nicht mehr für seine Gaben dankt und damit ja eben alles entseelt neu gestellt und beantwortet werden.


Jedenfalls freue ich mich schon auf neue Kartoffeln. Man soll es kaum glauben, wir brauchen Regen!

Kommentare:

Hase hat gesagt…

Das macht natürlich alles absolut Sinn, was du da schreibst, Mandy. Ich kann dir da nur zustimmen.

Ich denke, für mich persönlich (aber das muss jeder für sich selbst entscheiden) versuche ich die Grenze einfach zwischen den Dingen zu ziehen, die objektiv wirklich nötig sind (wie die Schnecken, und auch die Käfer, die Vincent mit seinem Opa einsammelt, ein sehr schönes Beispiel, und ich finde es übrigens toll, dass nicht gespritzt wird), und den Dingen, die einfach NUR unnötiges Leid verursachen und absolut überflüssig sind - dazu gehören natürlich Massentierhaltungen, da sind wir uns wohl alle einig, aber für mich persönlich eben auch Kuhmilch, die ich schlicht und einfach nicht brauche, ganz im Gegenteil, mir geht es besser ohne, und der Kuh auch, weil ich ihr ihre Milch nicht wegnehme, die nun einmal ihrem Kälbchen gehört. Für mich persönlich ist es auch absolut unnötig, sich "Biovieh" zu halten und es dann zu schlachten, nur um es aufessen zu können - weil der Mensch heutzutage schlicht und einfach kein Fleisch braucht, um gut und gesund zu leben.
So in etwa sehe ich das - in sehr abgekürzter Fassung, um den Rahmen hier nicht zu sprengen, aber ich denke, du verstehst mich schon. =)

Hilde hat gesagt…

Ich schick dir mal gaaaaaanz viel Regen. Wir brauchen hier Sonne! Ganz viel. Oder zumindest mal einen Nachmittag, an dem es nicht aus Eimern schüttet. Hier ist mittlerweile alles Matsch (aber stimmt, meine Kartoffel wachsen und wachsen, aber zu viel Regen schadet doch auch, oder?)
Der Regen ist das reinste Paradies für diese ekligen Nacktschnecken, die meine Erdbeeren abfressen, sich im Salat einnisten und die Petersilie weggefressen haben, bevor sie überhaupt 2 cm gewachsen sind. Grrrrrrrrrrrrrrrrrr. Ich kann ja mit allem leben, aber nacktschnecken, nein, da hörts auf bei mir. Da schüttelts mich gleich. Iiiiigiiittt!

Schöne Woche euch :)

jane`s hat gesagt…

Hab ich gelacht! Ich kenne das auch: Manchmal gehen einfach die Finger mit einem durch.

GlG Jane

Hase hat gesagt…

Hilde, ja, ich geb dir so recht mit der Sonne und dem Regen, schlimm ist das.... wenn die Sonne nicht sehr schnell mal ordentlich scheint, kann ich echt für nichts mehr garantieren, mir schlägt diese Kälte SO aufs gemüt, ich mag nicht mehr. :(

Und was die Nacktschnecken betrifft: igitt, ich mag die auch nicht, grusel.... aber Robin mag sie dafür ja umso lieber, gell? *grins*

ohrgepäcklerin hat gesagt…

ja... irgendwie ist diese welt nicht perfekt, nicht wahr ;)
ich finde es aber schön, dass ihr die käfer und schnecken einsammelt und die wildschweine passen ja leider auch nicht ins weckglas. und die kenne ich ja auch sehr gut. davon gibt es in berlin auch einige und als ich noch einen hund hatte, war das alles andere als witzig. und ich muss zugeben: ich mag wildschweinsalami sehr gerne ;)
liebe grüsse