Dienstag, März 29, 2011

Das Lisi-Kind ist heute gelaufen, 4 Schritte von einem Sofa zum anderen.
Und dann schien mal wieder die Sonne und ich konnte nicht anders und musste ein Foto von der kleinen Dame machen. Hier an der Spielkiste in Uromas Garten.

Hören

Nach einer Woche maximaler Gehörschwäche kann ich heute wieder HÖREN.
Es gab eine Woche lang in meinem Leben keine rauschende Autobahn, keine Wasserpumpe im Keller, keinen PC der rauschet, keinen Vogelgesang, kein mit den Zähnen knirschenden Vincent in der Nacht. Sehr viel weniger Gerufe und Geschrei. Ich habe aber auch Autos beim überqueren der Straße nicht gehört, die Feuerwehr auch nicht.
Dafür war jedes ankommende Geräusch irgendwie schmerzhaft, unangenehm, für die Mitmenschen ist es anstrengend laut und deutlich zu sprechen. Gespräche am Essenstisch sind nicht möglich, denn beim Kauen konnte ich dann komplett gar nichts hören, Lippen lesen gehört zum Hören dazu.
Also ich hatte eine leichte Mittelohrentzündung und da mein Gehörgang wohl sehr schmal ist, meine Mandeln dafür monstermäßig riesig, war das Hören extrem geschwächt.
Nichts hören ist merkwürdig, es war so still, wenn ich allein war, es gibt keine Antworten auf Gespräche im Kopf, nicht Hören ist schon sehr einsam.

Diese Stille, die in Meditation erreicht werden soll ist da.
Aber Stille nur für sich selbst, das kann nicht Zweck sein. Es muss gleichzeitig ein Öffnen stattfinden für etwas, was diese Stille ergreifen kann, einen emporhebt in klangvolle Himmelsregionen.

Ich bin froh, wieder bei allen Sinnen zu sein.

Sonntag, März 20, 2011

Sonntag

Die Sonne schien an diesem Wochenende. Es gab also Kinder im Sandkasten.



Die Mütze ist ihr Begehr.













Geschafft! Nun ist das Geschrei groß.













Warum der Hund an der Leine liegt? Seine Lieblingsfrau Luna ist mal wieder läufig und da kennt der Bursche keine Grenzen, vor allem keine Grundstücksgrenzen. Sein Blick ist übrigens ganz fest auf Haus und Hof von Luna gerichtet...die Nase auch! Wenn er nicht draußen an der Leine liegt, weint er schon seit Tagen auf dem Treppenabsatz im Haus, von dort kann er sogar Bewegungen auf Lunas Burg wahrnehmen.


Rausklettern klappt noch nicht.














Die Rutsche findet Lisi toll, nur kommt sie nicht allein hinauf.

...auch liegend klappt das nicht.

Samstag, März 19, 2011

Blumenstock mit Schleife

Mein Kamin ist fertig.
Ich habe ja zu Weihnachten die Delfter Fliesen bekommen, handbemalt mit einem barocken Blumenstock und Papageien. Und nun schmücken Sie als Einfassung das Feuerloch.
Es ist, als sei Frühling geworden, ach was Sommer. Es tummeln sich die Papageien in meinem Wohnzimmer und die Blumen blühen ewiglich!
Nun, da ich selbst sehe, welche Wirkung solch ein Schmuck auf ein Zimmer hat, kann ich Bauherren des Barock nur zu gut verstehen. In den reich geschmückten Zimmern eines Schlosses sollte immer Freude herrschen, unabhängig von dem Wetter draußen, das auch Fürsten und Königen nicht gehorcht. Es scheint eine Ausblendung der Vergänglichkeit zu sein, ein der sinnlichen Schönheit verschriebenes Streben nach dem ewigen Leben und dem Paradies.
Ich war natürlich etwas aufgeregt, wie wohl der barocke Schmuck sich mit dem streng klassizistischen Kamin verträgt. Nun, ich finde, er tut es gut. Die Schleifen werden sogar als Motiv wieder aufgenommen. Die Rocailles an den Seiten finden sich in den Blütenformen wieder. Ich denke es geht gut. Das Foto kann es nicht wiedergeben, nur zeigen, dass es fertig ist.


























Gern würde ich euch alle zu einem Kaminfest einladen und dazu Salzburger Venusbrüstchen  servieren, vielleicht nach einer Brandenburgischen Kartoffelsuppe mit Krabben und Dill verfeinert. Und abends gäbe es ein barockes Feuerwerk mit bengalischen Lichtern und Masken.
Das Leben ist doch gut zu mir!

Hier noch Bilder von der Arbeit.



Der Fliesenleger hat sich lange geziert, er hat zwar auch schon unsere Küche mit den teilweise antiken Fliesen fertiggestellt, war sich hier aber lange nicht sicher, wie es sich mit der Hitzebeständigkeit der Fliesen und vor allem der Kleber verhält.
Es wurde aber dank eines Kaminbauers eine Lösung gefunden.











Samstag, März 05, 2011

Vorfrühling im Wiener Wald

Es war kein warmer Tag, aber es war ein Tag, der sich anfühlte, als wenn es bald Frühling werden will. Es war kein eisiger Hauch in der Luft und am späten Nachmittag war ich sogar für ein halbes Stündchen im Garten. Ich habe angefangen, dem Frühling Platz zu machen, also Blätter harken und die zauseligen Reste der Herbstastern wegschneiden. Nun habe ich freien Blick auf Schneeglöckchen und sogar einem ersten zaghaften Krokus unter dem Pflaumenbaum.
Und bei alledem waren die Kinder draußen, auch Lisi krabbelte dick eingepackt durch den Garten und spielte im Sand. Ja, das sind die Stunden, Minuten, die Glück bedeuten, in denen ich mir sage: genau so hast du es dir immer vorgestellt! Kleine Zwerge krabbeln so richtig schön verdreckt durch dürres Vorfrühlingsgras während du ein bisschen arbeitest.
Und ich hatte die ganze Zeit eines meiner Lieblingsbilder im Kopf, ein Bild, das ich gern noch ins Kinderzimmer hängen möchte: Vorfrühling im Wiener Wald!
Bitteschön!