Montag, Februar 25, 2008

einmal Frühling bitte!

Darum bat ich am Samstag, denn er war nach den Prognosen der Wetterdienste aller Art dann doch mehr als enttäuschend gewesen.
Aber dann kam ja gestern, der 24. Februar und ich rufe für mich diesen Tag als den ersten offiziellen Frühlingstag aus. Es war sonnig, schon am Morgen, kurz nach acht Uhr hielt mich nun wirklich nichts mehr im Bett. Beim Frühstück schien mir die Sonne dann ins Gesicht, kitzelte die Nase und blendete die Augen. Herrlich. An einem Tag mit Sonne ist das Heizen des Hauses bis zum Spätnachmittag nicht nötig, durch die vielen Fenster erwärmt es die Sonne mehr als genug.


Rückseite des Hauses (die Sonnenseite)

Aber da war ich sowieso nicht viel. Nachdem meine Hebamme noch Herztöne des Kindes und einen Blutdruck von 90 zu 40 bei mir gemessen hatte (oh je!...vielleicht sollte ich den Kaffee doch nicht weglassen), ging es hinaus in den Garten. Lars war schon da und räumte den Holzschnitt der Obstbäume weg und ich ging herum, räumte auch ein bisschen und verfiel von einem Ach in das nächste, denn die Krokusse strahlten so wunderbar. Sie blühen ja schon ein paar Tage aber gestern war Frühling und alles strahlte vor Freude.


ein paar der Elfenkrokusse unter dem Apfelbaum

Ich habe in den zurückliegenden Jahren immer wieder Krokusse gesetzt, es sind schon einige und ich weiß, dass es noch mehr werden müssen. Ich kann mich auch gar nicht entscheiden, welche die hübscheren sind, die gelben oder die blauen und davon dann die Prachtkrokusse oder die zarten Elfenkrokusse mit den gelben Staubfäden...ich weiß es wirklich nicht, ich kaufe einfach alle! Eines weiß ich aber, weiße wird es nicht noch mehr geben, diese Farbe überlasse ich den Schneeglöckchen demnächst ganz allein. Außerdem steht die Mirabelle schon kurz vor der Blüte, die Knospen sind dick und wollen bald blühen. Was für ein Jahresbeginn!



Einiges macht mir Sorgen, die Beete sind seit 3 Jahren nicht gepflegt und ich werde auch in diesem Jahr nicht so viel tun können und mich einfach an dem erfreuen müssen, was es auch so schafft zu blühen und zu wachsen. Ach warten wir es ab.

Am Nachmittag gab es eine beschauliche Radtour um den Klostersee. Ich fahre mittlerweile auf dem "Omarad" von Lars Mutter, denn das Beugen auf einem Sportrad bringe ich auf Dauer nicht mehr. Carl ist gelaufen und war schwimmen, er ist so unglaublich fröhlich in allem was er tut.
Am Kloster in Lehnin machten wir halt, im Cafe standen schon Tische draußen und dort gab es dann Milchkaffee und Pflaumenkuchen und einen Hund, der sich auch eine Stärkung wünschte und die Erkenntnis, dass Stillsitzen ohne Jammern noch geübt werden muss. Er ist nicht viel unter Menschen und der Garten bietet ihm eigentlich alle Möglichkeit, tun und lassen zu können was er will.



Wir saßen dort also, schauten über den Platz und atmeten ein bisschen durch, dann ging es zurück und der Tag endete auf dem Sofa, wo sonst?



Blick über den Hof des Klosters von unserem Pflaumenkuchen aus (gegen die Sonne)

Freitag, Februar 15, 2008

Von mir und dem Kind

Auch wenn ich das komischerweise mit dem Fotofrafieren des dazugehörigen Bauches nicht hinkriege (steht weiter auf der To do-Liste) will ich was zu meinem Baby sagen. Es ist nicht leicht, weil es so Gedankenspiele im Kopf sind, die eben schon sehr persönlich sind und ich bestimmt sinnlos daherplappere. Also was will ich sagen?
Vor allem, dass ich mich freue! Dass ich gespannt bin und dass vor allen Dingen!
Wer mich kennt, weiß, dass der Sommer sozusagen mehr als holprig war. Und doch hat da ein ganz winziges kleines Wesen den Mut gehabt, mich zu wählen. Ich hätte den Mut, dieses Wesen ganz bewusst zu wählen sicher nicht aufgebracht, aber es hat sich da reingeschummelt und
ich habe die Vorstellung, dass es sich eingenistet hat mit dem festen Entschluss, das Plätzchen nicht wieder zu verlassen, bevor die Zeit eben nicht gekommen ist. Naja, das ist sicher bei allen Babys so, bei dem aber besonders, weil es meins ist. Ja und darum bin ich gespannt, wie der Mensch wohl sein wird, der uns als Eltern gewählt hat.
Die Schwangerschaft war und ist einerseits sehr leicht und andererseits war sie davon geprägt, schwierig zu erscheinen.
Zuerst das Wahrnehmen, was ich zunächst gar nicht konnte, es gab so vieles zu sortieren im Kopf, dann das Anerkennen, dass es wohl so ist. Die Freude hier in meinem Zuhause war grenzenlos, es ist die Aufhebung aller Zweifel, die Erfüllung von alten Wünschen, die nur noch nicht alle Beteiligten so erkannt hatten. Das ist wirr ich weiß, aber näher kann ich es nicht beschreiben.

Da ich nicht mehr so ganz ganz jung bin, werden mir alle erdenklichen Unersuchungen angepriesen, die erste nahm ich mit Freude an, Feindiagnostik, toll dachte ich, das wird feines großes Babywatching, ganz ohne Aufklärung und Bedenken ging ich hin und dann stellte sich heraus, dass für den damaligen Entwicklungsstand nicht alles in Ordnung war, also statistisch geschätzt und mit 80%iger Sicherheit konnte man ein erhöhtes Risiko auf Down-Syndrom feststellen, stark erhöht sogar. Was das bedeutete? Irgendwie nichts und irgendwie einiges. Mein Gefühl sagte mir, alles ist ok, der Arzt riet zum Überdenken der Schwangerschaft. Ich habe mich dann ein zweites mal noch viel bewusster für mein Baby entschieden. Klaro... aber es war ein weiterer Holperstein, der den Kopf blockierte und zunächst die Verbindung zum Kind unterbrach. Es folgten darauf viele weitere Untersuchungen, weil auch die Plazenta anfangs komisch lag usw. usw.
Seit Anfang November bin ich im Beschäftigungsverbot, anfangs mit der Auflage zu ruhen, immer zu ruhen. Die nächste Feindiagnostik führte einerseits das Risiko auf Downsyndrom auf ein normales Maß zurück, mit anderen Worten, das Risiko sank von 1:32 auf 1: 1100. Ich lag damit zumindest richtig, nun wurde aber festgestellt, dass der Blutfluss durch die Gebärmutter nicht so läuft wie erwartet und notwendig. Es folgten weitere Untersuchungen sogar in der Charitee. Ja, also dieses Phänomen tritt selten auf und wird mit Blutverdünnung behandelt. Man kann es nicht mehr ändern aber gegensteuern. Risiko ist eigentlich "nur", dass das Kind nicht richtig versorgt wird, vor allem in der Spätschwangerschaft. Nun wird also 14-tägig die Entwicklung überprüft. Ich war einmal sogar bei einer Ärztin, die Worte dafür fand, wie ich mir das vorstellen muss. Es ist so, als lägen in den Blutgefäßen der Gebärmutter Kieselsteine, über die das Blut immer erst rüber muss. Ja und das fand ich dann ein schönes Bild für den ganzen bisherigen Verlauf: es gibt immer Kieselsteine, über die meine Gedanken erst rübermussten um dieses Wunder, ein Baby im Bauch mit Freude anzunehmen.

Aber irgendwie ist es so auch nicht, denn ich freu mich sehr, ich bin sehr schwanger mit Bauch und so, das war ich damals ja nicht, ich habe Atemnot mittlerweile und Spaziergänge über 45 min strengen mich, wenn ich den "Berg" hier im Wald von vielleicht 20 m Höhe hochgegangen bin, dann sitze ich für 5-10 min da und atme einfach. Wie geasgt, sehr schwanger! Und dass, obwohl das Baby selbst sehr klein ist, immer noch ganz unten der Skala...aber eben nur geradeso, jaja der Blutfluss. Ja und nun werden wir sehen, wie es ausgeht. Ich nehme an es wird so:
Bald ist das Baby da und alles ist gut und vergessen! Es wird sicher großartig und verantwortungsvoll. Ich versuche mir oft eine Vorstellung zu machen von dem Kind, aber noch ist es für mich wie in einem Lichtball verborgen, in dem es wahrscheinlich die Welt träumt.

Samstag, Februar 09, 2008

es gibt so vieles..

Es gibt so vieles, was ich so erzählen möchte. Zum Beispiel, dass hier bei uns wieder mal ein sehr typisches Kontrastprogramm läuft.
Gestern abend wurde das letzte Weihnachtsgeschenk eingelöst, Opernkarten für die Staatsoper Berlin. Es gab die Zauberflöte. Grandios war, dass sie aufgeführt wurde mit von Schinkel entworfenen Bühnenbildern und Kostümanleitungen von Schikaneder (der schrieb den Text). Wirklich grandios, man bewegt sich in einer Ägyptischen Welt, wie sie sich damals vorgestellt wurde, bevor überhaupt die erste Expedition von Napoleon ins reich der Pharaonen stattfand. Es gab Einhörner und Löwen und Feuer auf der Bühne und
die Königin der Nacht auf ihrem Mond war schwanger , ganz schön rund war sie aber ihre berühmte Arie war klasse und es gab die Standing Ovations (die mir immer Schauder über den Rücken fahren lassen), dieses Bravo-Rufen ist ein Grund, weshalb ich die Oper liebe.
Was wohl ihr Baby dabei denkt, wenn es die Mama am oberen Rand der Tonleiter trällern hört? Ich gebe es zu, ich war neidisch, das kann ich meinem Baby nicht bieten, hier gibt es nur Eia Popeia und Katjuscha gesungen. Nun vielleicht kann sie dafür nicht so gute Scampi ala Livornese zaubern...wer weiß das schon.
Schade war, dass das Haus ausverkauft war, ich hatte leider nur Plätze im 3. Rang für uns ergattern können, so dass das Schauen mit der Zeit etwas anstrengend wurde. Ich fühlte mich etwa 15 Jahre jünger, ich saß dort oben, wo ich als Studentin drei mal die Woche saß, damals, weil es die einzigen Karten waren, die ich mir leisten konnte und ich schaute wie damals, ob nicht irgendwo weiter unten noch ein Platz frei ist, wo ich mich nach der Pause hinsetzen kann. Ja und das hat sich geändert, es gibt keine freien Plätze und schon gar nicht drei Stück.

Ja und der Kontrast dazu?
Hier ging es heute 6.00 Uhr aus dem Bett, es ist Winter und das ist Schlachtezeit, ein Schwein wird heute zu Wurst verarbeitet, Lars ist schon los, ich gehe erst später, wenn das Schmalz geschnitten wird und so, dass nur heutzutage niemand mehr essen will, also wir nicht, aber ansonsten bin ich auch für gut gemachte Hausmannskost zu haben.

Jetzt habe ich ein bisschen erzählt, aber immer noch nicht, dass mich natürlich immer mehr eines beschäftigt: das Baby im Bauch, aber das mache ich dann noch mal extra.

Donnerstag, Februar 07, 2008

Am Klostersee

Es gab vor allem dieses Glitzern auf dem See zu sehen. Früher habe ich mal Laufberichte über meine Dreiseentouren geschrieben, der Klostersee ist der erste auf der Tour, heute war ich mit dem Rad und dem Hund unterwegs, nicht an den drei Seen, aber noch am Kellners Fenn. Dieses Fenn ist ein Angelgewässer und hat einen Abfluss in den Klostersee.




Hier gibt es auch mal Buchenwald, der auch im Winter herrlich aussieht und eben mal ein anderes Farbspiel als die ewigen Kiefern bietet.



Und natürlich gab es auch einen tollen Hund!

....mit Stock!

Sonntag, Februar 03, 2008

in Potsdam!

Das ist Nike mit dem Siegeskranz, sie schaut zur Orangerie. Ich war also in Potsdam!
Und ich hab also ein bisschen rumgeknipst. Und ich bin sogar fotografiert worden. Ich zeig es sogar, obwohl das Foto vor dem längst fälligen Friseurbesuch gemacht wurde. Wie man sieht, sieht man sogar ein bisschen Bauch.



Leider war an dem Tag unglaublich graues Wetter, ich wollte trotzdem bis zur Orangerie gehen, mein allerliebster Lieblingsbau. Es ging also die Treppen zum Schloß hoch, auf der oberen Terrasse zum Grab Friedrichs des Großen und seinen Hunden. Wir konnten nicht anders, es musste noch ein Foto vom Carl geben am Grab des Windspels Thisbe, vielleicht hätte es ja eine Romanze gegeben zwischen dem Vizsla und dem Italienischen Windspiel, wenn nicht 250 Jahre dazwischen liegen würden.


(ein richtiges
Touri-Foto...ich liebe das!)



Dann ging es auf die Rückseite des Schlosses, dort ist der Shop. Ich setzte mich auf eine Bank, während Lars ein bisscehn stöberte und sah zum Ruinenberg hinüber. Wenn ich nur lange genug sitzen bleiben und unverwandt rüberschauen würde, dann könnte ich Kalman sehen, irgendwann würde er dort lang kommen. Ich würde ihn am Gang erkennen, logisch! Ja und dann gingen wir eben noch zur Orangerie. Klar machte ich auch ein Foto von einer der grandiosesten Sichtachsen der Welt, aber es ist nun mal grau und man weiß es schon beim Fotografieren, dass es nichts geben kann und trotzdem tut man es.





Dann war ich satt und wollte nach hause.