Freitag, Dezember 04, 2009

Es lebe der König!

Denn ich habe an ihn gedacht, beim Backen, beim Kekse Backen.
Dreispitzplätzchen standen heute auf dem Programm. Den Teig dafür habe ich schon vor Tagen fertiggestellt, ein Mürbeteig, fein mit Mandeln, Vanille und Cardamom. Der ruhte sich aus, im Kühlschrank, wie sich das eben gehört für Mürbeteig.
Heute war nun der Tag, an dem aus der Teigkugel erst eine Platte, dann runde Plätzchen und dann Dreispitze wurden, gefüllt natürlich, mit Marzipan.
Da das Ausstechen, die Füllung platzieren, die Ränder zusammendrücken, aufs Blech setzen und mit Eigelb bepinseln eine eher meditative Arbeit ist und man die Gedanken dabei ja schweifen lassen kann, fiel mir Friedrich der Große ein, der ja immer seinen Dreipsitz trug. Und als dann etwas zu früh die Marzipanfüllung ausging, da dachte ich auch an ihn. Nehme man doch einfach, was noch da ist, zum Beispiel die diesjährige Kirschmarmelade und fülle die Dreispitze einfach damit. Haha...was bin ich doch ein schlaues Mädchen, leider nicht schlau genug, denn mit Marmelade hält so ein Dreispitz nicht so gut.




Ja, zu sagen bleibt noch, dass die Plätzchen sehr sehr lecker sind und dass sie natürlich in eine Dose müssen. Dem König bleibt auch nichts erspart, es wurde doch tatsächlich eine königlich sächsische Christstollendose vom letzten Jahr. Aber am Ende hat er auch das sächsische Porzellan geachtet...



Ich backe jetzt weiter.

Dienstag, Dezember 01, 2009

Rückblick: Havelberg

Heute Morgen also hat das Kind das erste mal seinen Weihnachtskalender geöffnet, erst den Bilderkalender und dann den mit der Schokolade. Aber wie erklärt man, dass nur ein Türchen aufgemacht werden kann, wenn es einen so lieb anschaut und 'nochmal' sagt? Wir haben das Keksablenkungsmanöver angewendet udn nun gibt es wirklich erst morgen das nächste Türchen.

Aber da ich nun tatsächlich wieder so richtig udn wahrhaftig onlien bin, habe ich Lust noch ein bisschen was aus dem Herbst zu zeigen.

ich liebe Trödelmäkte!
Der größte des Jahres findet in Havelberg statt, dort wo die Havel in die Elbe fließt steht ein großer Dom der Zisterzienser, blickt über die Elbwiesen und am ersten Septemberwochenende ist dort großer Pferdemarkt, Trödelmarkt, nun auch Rummel und Menschen , Menschen, Menschen.
Jedes Jahr wieder denke ich darüber nach, dass dieser Markt wahrscheinlich schon mehr als 1000 Jahre stattfindet. Der Ort, an dem nun dieser große Dom steht, muss schon davor ein Heiligtum gewesen sein und wahrscheinlich fanden dort Wodansfestspiele der Germanen, vor allem wohl Wenden und Heveller statt. Wodans Tier ist auch das Pferd, dass für Klugheit steht, daraus hat sich dann er Pferdemarkt entwickelt, später auch der Heiratsmarkt der Umgegend und nun gibt es dort immer noch Lustbarkeit.
Jedenfalls ging es morgens halb sieben hier los und gegen 8.00 Uhr waren wir da. Viele übernachten in Zelten auf den Elbwiesen und feiern das ganze Wochenende einfach das freie Leben. Um 8.00 Uhr holt man manchen Händler noch aus dem Bett aber das macht nichts, später ist es einfach zu voll und vielleicht das beste auch schon weg.
Man kann dort wirklich Schnäppchen machen, so wirklich, denn oft wissen die Händler nicht, was sie da haben, das passiert einem in Berlin nicht, da sind alle gut unterrichtet. Dafür muss man sich in Havelberg wirklich durch Berge von Trödel wühlen um eventuell ein Stück zu finden, dass es lohnt, nach hause getragen zu werden.
Ach ja, schawanger war ich auch schon.



Erstmal wird ein Stück unauffällig begutachtet. Hier handelt es sich um eine Wedgwood Vase, Jasperware in Pearl Blue. Hm, könnte man ruhig haben, passt schon zu den anderen und übehaupt.

und dann wird eingewickelt:






Ja udn dann aht es diese bunte Mischung nach hause geschafft, Teller, Wasen, Bücher, ein Luther, zu dem Vincent nun immer Opa sagt und ein batteriebetriebens Hündchen, das wirklich so gruselig ist, dass der Inder seine Chance bekam und verkaufen konnte...wirklich an uns!

Freitag, November 20, 2009

Danke

Viele gute Wünsche von so vielen lieben Menschen. Ich danke Euch sehr!

Vielleicht mache ich ja diesmal, weil es ja dann doch das letzte mal ist, sogar ein Bauchfoto. Mal sehen.

bis später!

Donnerstag, November 12, 2009

Guten Tag

Ein Morgen in einem Cafe´in Potsdam mit Milchkaffee und einem Bagel. Das ist was schönes. Wenn das mein Lieblingscafé sit und auch noch PCs hat um daran in der virtuellen Welt zu stöbern, dann ist das noch schöner und nützlich auch noch.
Irgendwann wird einer der drei PCs zuhause auch wieder so funktionieren, dass ich die Annehmlichkeiten des Internets wieder nutzen kann. Ich hoffe nur, dass ich nicht dabei verlerne die Annehmlichkeiten ohne PC nicht vergessen. Denn auch das ist schön, einfach ein Buch lesen, ein Lexikon aufschlagen und nicht Wikipedia, Hörbücher auf dem Sofa liegend hören udn dabei Dinge fertigen, mit den Händen.

Ich liege viel auf dem Sofa, denn das ist mir verschrieben worden. Hier also ganz versteckt für die lieben Freunde: Ich bin schwanger, schon in der 27. Woche, also schon mit Bauch und allem drum und drann, im Februar bekommen wir ein Baby.

Dass meine Kinder alle beide was besonderes sind und auf ihre Weise absolute Wunschkinder, ist mir sehr bewusst. Ich liebe sie! Dieses Baby ist aber darüber hinaus auch noch so gut man das kann geplant. Ein Planbaby. Ich denke, dann sind wir komplett, aber noch eben nicht.
Auf dem Sofa liegend kann man seine Bänglichkeit vor dem neuen Alltag mit Baby und Kleinkind durchdenken und jeden Gedakengang mit dem beruhigenden Satz beenden: " das wird schon gut werden, wieso auch nicht, es wird nur ein Baby und das kann ich ja schon".
Bis dahin genieße ich die Zeit, die Zeit allein und auch die Zeit, die ich ungeteilt Vincent geben kann, der so unfassbar großartig ist.
Dürfen werdende stolze Mamas Anekdoten erzählen? Bestimmt, sie sind ja nicht ganz zurechnungsfähig und ich im besonderen mache das nicht so häufig. Also Vincent darf ja nun nicht mehr so viel auf meinem Bauch rumklettern und habe ihm erklärt, dass im Bauch ein kleines Baby schläft. Darauf hat er versucht in den Bauchnabel zu gucken und mit aller Kraft Haaalllloooo gerufen. Wach war es sicher!

Und sonst? Sonst ist November mit der üblichen nebelnieseligen Stimmung, mit in diesem Jahr noch immer buntem Laub an den Bäumen, also ein vergleichsweise sehr farbenfroher November, es gab einfach noch keinen Herbststurm, der alles davongestiebt hat und nur Tristesse hinterließ. Ich harke genüsslich nach und nach die Blätter von der Wiese. Wir haben neue Tulpen und Narzissen gesetzt und sogar neue Rosen in die Hecke gepflanzt. Irgendwann muss es ja mal annähernd so schön werden, wie ich es erträume. Nur konnte ich diesen Herbst eben wieder nicht wirklich arbeiten...und auch nicht laufen. Geduld fällt mir am schwersten udn wird am meisten gefordert.
So träume ich also viel von romantischen Winterabenden am Kamin mit zwei kleinen Kindern, die einem Märchen lauschen und mit mir Plätzchen backen werden und und und....

Samstag, August 08, 2009

Ostsee 1




Geschichten gibt es später

Montag, Juli 27, 2009

frei

An einem Sommermorgen das Kind in den Kindergarten bringen, das sich freut, seine Freunde zu sehen und dann rasch nach hause fahren, den Vizsla aus dem Schlaf reißen und mit ihm und dem Fahrrad auf die Wiesen am See fahren, dort dem Hund beim Laufen, Springen, froh sein zusehen, wieder heimkommen, einen Kaffee trinken und sich freuen, dass der Tag frei ist. Frei!

Samstag, Juli 18, 2009

aus dem Leben auf dem Dorf

Der Regen der Nacht war erfrischend. Draußen ist es zwar grau und nass aber eben frisch und das ist sehr erholsam. Es gab also kurzerhand eine schöne Vormittagstour mit Kind und Hund zu den großen Abenteuern der uns umgebenden Dorfwelt.
Erster Halt war in Prützke an dem alten Schulhaus. Auf dem Schulhof, der sicher schon 50 Jahre keine Schüler mehr sah stehen Maulbeerbäume, sehr große alte Bäume. Und die Maulbeeren, weiße, werden gerade reif. Da haben wir gekostet und ein bisschen dem klügsten Mann der Welt gelauscht, der die Geschichte erzählte, dass seit der Zeit Friedrichs des Großen die Dorfschullehrer Maulbeerbäume anzupflanzen hatten, um dort Seidenraupenzucht zu betreiben. Also, ein Stück Geschichte unserer Heimat garniert mit Mariechenkäfern und einem anderen Fliegtier.



Dann stand die Suche nach den Kühen auf dem Plan, denn der kleine Vincling hat noch nie welche gesehen, bei uns im Dorf gibt es keine Kühe und irgendwie schien er mir zu teilnahmslos beim Entdecken von Kühen in Büchern, das wird wohl jetzt anders.
Die Kühe sind gefunden und ein erster Blick aus dem Auto auf die Herde. Da müssen wir gleich mal hin.




Da sind sie nun. Wir Menschen sind völlig unspannend aber der Hund, der wird neugierigst beäugt.




Wir fahren den Feldweg weiter und entdecken noch mehr Kühe auf der Weide, diesmal braunbunte. Die Herde ist zunächst weit entfernt, als sie dann Carl entdeckt, kommt sie angerannt, das sieht schon beeindruckend aus, wenn so Kühe angerannt kommen, also ich bin gleich mal ein paar Schritte zurück gegangen, geheuer war mir das nicht. Auf Carl hat die Herde es auch abgesehen. Carlchen beginnt ein kleines Laufspiel und die Herde folgt.




Mir war das genug Abenteuer und ich glaube, die Kühe waren dann auch froh, den Hund in die Flucht geschlagen zu haben.

hübsche Fohlen oder hüühü gab es auch zu sehen.

Sonntag, Juli 12, 2009

Nachtrag: Vincent zeigt "weg" oder "allealle"

Nun hat es doch mal geklappt, Vincent zu erwischen beim Zeigen eines Zeichens.
Wir waren heute in Lehnin Eis und Kuchen essen und sind noch zu seinem Kindergarten gegangen und da war niemand, alle Kinder waren weg und das zeigt er hier:

Samstag, Juli 11, 2009

Vincent und die Babyzeichen

Vincent ist jetzt 16 Monate alt. Als er 7 Monate alt war, begannen wir uns für Babyzeichen zu interessieren und waren euphorisch dabei.
Mit dem Baby kommunizieren, das ist doch was tolles. Wir haben also hurtig begonnen, Zeichen zu benutzen, vor allem für Stillen, Trinken, Baden, Windeln. Vincent, so war mein Eindruck, verstand sehr schnell, worum es ging, aber er hat auch die Wörter sehr gut verstanden, mit der Beikost kam dann das Zeichen für Essen dazu. Er hat von all den Zeichen, die wir immer und immer wieder verwendeten nicht eines selbst nachgemacht, auch heute nicht.
Als Vincent 9 Monate alt war, begann ich bekanntlich wieder zu arbeiten und die Zeichen wurden weniger benutzt. Der Papa war mit ihm noch zuhause und verwendete wohl die Zeichen, aber Vincent verstand eben auch die Worte, machte auch mit knapp einem Jahr keines dieser Zeichen nach.

Aber er zeigt Babyzeichen und zwar nur die, die mit einem neuen überraschenden Eindruck eingeführt wurden.
Natürlich zeigt er Licht, bis heute zeigt er gern alle Lampen.
Er zeigt "Käfer", das Zeichen habe ich mir schnell bei dem Anblick des ersten Marienkäfers ausgedacht, die Finger der einen Hand krabbeln auf dem anderen Handrücken. Er zeigt "alle", "Fliegen" und "Flugzeuge" zeigt er so, dass eine Hand mit geschlossenem Daumen und Zeigefinger durch die Luft fliegt, "Kerzen" zeigt er in dem er pustet, "Blumen", in dem er Luft riechend durch die Nase einzieht, "Regen" zeigt er auch. Einmal hat er Schmetterlinge gezeigt, dann war ihm das Zeichen irgendwie zu schwierig (er ahmte es mit einer Hand nach, die eben flatterte)

Natürlich liegt das an mir, denn ich investiere nicht so viel wie ich könnte in die Zeichen. Vincent ist sehr mitteilsam, er will so viel erzählen und guckt mich dann an und es ist traurig, ihn nicht zu verstehen. Das ist schade. Wir wohnen auf dem Lande und der Besuch eines Kurses für Babyzeichen, einfach um sich Anregungen und Unterstützung zu holen, ist neben normalem Alltag nicht möglich und so läuft es eben sehr sporadisch mit dem Zeigen der Zeichen. Die Tiere, die er artikulieren kann, die artikuliert er lieber, das Zeichen für Hund wurde nie verwendet, obwohl Carl ja vor der Nase rumläuft. Dafür war "Arl" sein allererstes Wort.

Mit anderen Worten, große Erfolge mit Babyzeichen kann ich nicht aufweisen, vielleicht sind wir auch zu wortverhaftete Eltern. Es ist nicht leicht, die Gebärden immer zu verwenden, wenn man so sprachfixiert ist.

Trotzdem freue ich mich über alles, was er zeigt und versuche viel mit Zeichen zu belegen, damit es ihm leichter wird, sich verständlich zu machen.

Die Haupterkenntnis für mich ist die: Vincent macht keine Zeichen, die ihn nicht interessieren. Zeichen von Dingen, nach denen er momentanes starkes Verlangen hat, kann man gut einführen und Zeichen für Dinge, die ihn augenblicklich stark beeindrucken.
Es funktioniert nicht, Zeichen einzuführen, die ihn gar nicht interessieren, Kinder sprechen ja auch nicht zuerst Wörter von Dingen, die sie nicht interessieren. Also das Zeichen "Essen" lässt sich schlecht einführen (interssiert ihn nicht stark genug), aber jetzt, wo er bereits Vorlieben für einge Speisen entwickelt, kann man vielleicht "Käse", "Pudding", "Saft" einführen.

Und noch eine Erkenntnis: jedes Kind ist anders.

Wer sich für mehr Berichte dazu interessiert: Babyzeichen

Donnerstag, Juli 09, 2009

wir bleiben unter 2°C mehr weltweit

Ich gebe ganz offen zu, ich bin nicht der Meinung, dass Wale und Delphine eine höhere Intellegenz besitzen als Menschen, ich glaube dass Delphine nur bedingt niedlich sind, vor allem wenn sie eine gerade erbeuteten Seehund oder einen anderen Fisch im Maul haben. Auch Pandabären lassen mein Herz nicht so viel höher schlagen, ihren Lebensraum schützen möchte ich natürlich trotzdem. Ich glaube, dass der Wolf ein böses Tier ist und Schafe reißt und daher zur Sorte Schadwild gehört, bald werden wir es auch wieder wissen, denn er wird wieder real durch den Wind kalter Winter heulen. Ich glaube nicht mal an das Ozonloch. Man merkt vielleicht schon, ich bin nicht so ganz medienkonform. Es liegt vielleicht daran, dass ich sofort misstrauisch werde, wenn in den Medien Propaganda gemacht wird.
Warum ich mich auf diese Weise oute? Weil ich heute auf der Fahrt zur Arbeit einen Lachanfall bekam, und zwar an der Stelle in den Nachrichten, als gesagt wurde, dass sich da irgendwelche hochbezahlten Bonzen aller Welt darauf einigten, dass die Temperatur auf der Erde nicht mehr als 2° C ansteigen soll, als Vergleichwert wird der Wert zu Beginn der Industrialisierung genommen. Ich finde, das ist ein großer Witz, ein Menschheitswitz sogar. Sorry, ich glaube vielleicht auch nicht genug an die CO2 Propaganda.

Ich frage mich, warum man als Vergleichswert nicht die Temperatur um das Jahr 1600 nimmt, da war es hier nämlich um etwa 2°C kälter. Da konnte man, wie Gemälde aus der Zeit beweisen, in Amsterdam auf den Grachten Schlittschuhe laufen, nicht ausnahmsweise, nein man konnte es eben im Winter. Man könnte auch das Jahr 1000 nehmen, da hatten wir in Mitteleuropa eine Wärmewelle. Also ich will sagen, Klima verändert sich, ist eben wandelbar und dass man so etwas beschließt finde ich eben einfach zum Lachen.
Die Eiszeiten kamen und gingen auch ohne Menschen und es ist noch nicht nachgewiesen, dass sich die Temperaturumschwünge nicht n relativ kurzer Zeit quasi sprunghaft änderten. Wie sollte es sonst möglich sein, dass die Mammuts zum Beispiel im Eis einfroren.

Natürlich finde ich nicht zum Lachen, wenn beschlossen wird, dass die Verschwendung der Ressourcen und Energie auf dieser Erde gedrosselt wird. Aber die Frage ist auch, ob Energie verschwinden kann. Ich bin da kein Experte. Aber dass die Verschwendung der Energie eine respektlose Behandlung der uns geschenkten Erde ist, das wird seine Folgen haben. Das letzte mal, als die Menschen sich nicht zügeln konnten, da schickte Gott die Sintflut. Nur, ob die Klimaänderung eben wirklich mit den Gasen zusammenhängen....es gibt auch anderslautende Studien.
Auf jeden Fall kann man daraus sicher eine prima Steuererhöhung zusammenbasteln, wenn sich schon eine Senkung als unwahrscheinlich erweist. Was lob ich mir das Feudalsystem, als noch jeder Bauer seinen Zehnten geben musste....ich gebe meinen Fünfzigsten....
Und selbst eine grüne Ikone wendet sich eher gewinnbringenden Projekten zu als sich vielleicht auf Bohrinseln freiwillig anzuketten.

Wenn ich so lange leben würde, wie es erforderlich wäre um die Ergebnisse zu sehen, ja dann wäre ich sehr gespannt, ob sich die Erde eine Temperatur von ein paar Politikern vorschreiben lässt.

Freitag, Juli 03, 2009

ein Märchen für Ramona

Gebrüder Grimm

Der alte Großvater und sein Enkel

Es war einmal ein steinalter Mann, dem waren die Augen trüb geworden, die Ohren taub, und die Knie zitterten ihm. Wenn er nun bei Tische saß und den Löffel kaum halten konnte, schüttete er Suppe auf das Tischtuch, und es floß ihm auch etwas wieder aus dem Mund. Sein Sohn und dessen Frau ekelten sich davor, und deswegen mußte sich der alte Großvater endlich hinter den Ofen in die Ecke setzen, und sie gaben ihm sein Essen in ein irdenes Schüsselchen und noch dazu nicht einmal satt; da sah er betrübt nach dem Tisch und die Augen wurden ihm naß. Einmal auch konnten seine zittrigen Hände das Schüsselchen nicht festhalten, es fiel zur Erde und zerbrach. Die junge Frau schalt, er sagte nichts und seufzte nur. Da kaufte sie ihm ein hölzernes Schüsselchen für ein paar Heller, daraus mußte er nun essen. Wie sie da so sitzen, so trägt der kleine Enkel von vier Jahren auf der Erde kleine Brettlein zusammen. "Was machst du da ?" fragte der Vater. "Ich mache ein Tröglein", antwortete das Kind, "daraus sollen Vater und Mutter essen, wenn ich groß bin." Da sahen sich Mann und Frau eine Weile an, fingen endlich an zu weinen, holten alsofort den alten Großvater an den Tisch und ließen ihn von nun an immer mitessen, sagten auch nichts, wenn er ein wenig verschüttete.

.......................................................................................................................................................

[mögen wir alle nicht vergessen, dass wir einmal alt sein werden]

Donnerstag, Juli 02, 2009

Freitag, Juni 26, 2009

Nacht nicht zu Ende

Es gibt Abende, Nächte, da sind die Geheimnisse des Lebens, die Unruhe, Mensch zu sein und zu ahnen, dass das sowohl alles bedeutet als auch nichts, dass alles von einem Gott abhängt, der die Welt auch gewaltiger und noch viel fordernder hätte machen können und doch gnädig ist, so bestimmend und eine Unruhe in Bauch und Brust verursachend, dass die Nacht beinah durchwacht werden muss. Das Buch, in dem Gefühlsstürme durch Einsichten gemildert wurden ist ausgelesen und bei Seite gelegt und die Wachheit bleibt. Das Kind neben einem schläft einen unruhigen Schlaf. Alles in einem horcht auf etwas, auf die Welt und das Leben vielleicht.
Wenn ich an solch einem Abend dem Meer näher wohnen würde, ich müsste es wohl sehen oder besser hören gehen, am Strand sitzen, die Knie umschlungen, ab und zu strecken und tief durchatmen, die Nacht einsaugen, die schon dem Novalis mehr als der Tag bedeutete.
Aber ich bin auch nicht mehr so jung, dass ich nicht wüsste, dass mit Erwachen des neuen Morgens eben die Nacht vergeht und ein bisschen Schlaf die Unruhe versinken, ja beinah vergessen lässt, dass man schlaflos das Haus durchwandelte. Und ich bin eben genau so alt, mich darauf zu freuen und nicht mehr den Stimmungen des Augenblicks ohne Aussicht auf Trost und Besserung ausgeliefert, und wenn ich ehrlich bin, freut mich das, so jung möchte ich nicht mehr sein.
Also das Meer und das Schreien der Möwen...

Sturm



Gesucht habe ich danach, weil ich gerade große Sehsucht habe, das Meer zu sehen...stiller wenn es geht. Welch Kraft, Gewalt, wir sind nichts!

Samstag, Juni 20, 2009

Kirschsuppe mit Klütern

Das gibt es hier heute zu essen. Kirschsuppe ist so untrennbar mit wunderbaren Kindersommern verbunden, dass ich nie ohne Sentimentalität an die Arbeit gehen kann. Vorhin habe ich die Kirschen gepflückt, süße schwarze Kirschen und auch saure Kirschen. Die werden nun einfach mit Wasser aufgesetzt und dann, wenn alles kocht, dann kommen die Klüter drann. Meine Klüter mache ich wie meine Oma, also wie ich sie aus meinen Kinderjahren kenne. 2 3Eier und Mehl dazu, bis eine weichfeste Masse entstanden ist, diese Masse in die kochende Suppe tropfen, träufeln, vorsichtig vom Löffel rutschen lassen, dann noch ein paar Minuten kochen. Fertig ist die Suppe. Mit meinem Onkel, der nur ein paar Jahre älter sit, saß ich früher am Tisch und wir stritten um die dicksten Klüter.
Vor Jahren kam ich mit einer Freundin auf diese Suppe und sie schwärmte von der Kirschsuppe ihrer Oma, ebenfalls mit Klüter.
Wir kochten sie also zusammen, sie war für die Klüter zuständig. Mit Verwunderung und Schrecken sah ich sie Wasser und Mehl zu einer grauen Masse zusammenrühren und war vielleicht nicht ganz unvoreingenommen beim Kosten der Suppe, bei der nun mal alles an diesen Mhelklößchen hängt. Es war widerlich und ich beschwor sie, ihr Rezept doch um Eier zu bereichern. Ich weiß nicht, wie sie das heute macht, wir haben uns aus den Augen verloren.
Der Schreck saß jedenfalls tief bei mir und ich habe die Jahre genutzt, darüber nachzudenken, wieso man Wasser und nicht Eier nimmt. Am Ende ist es wohl so, dass ihre Oma aus noch ärmeren Verhältnissen stammt als meine Oma, die immerhin vom Lande kommt und ein paar Hühner, Schweine und Kühe versorgten die zeitweise 11-köpfige Familie. Ihre Oma stammte aus einer Kleinstadt und Eier waren sicher rar. Das tut mir sehr leid.

In meinen nun gerade vielbeschworeren Kinderjahren war die Kirschsuppe im Juli kein Hauptgericht mehr sondern ein Beigericht zu Kartoffelpuffern. Die späten dunklen Knuppern sind nämlich zeitgleich mit den ersten jungen Kartoffeln reif und aus letzteren bereitet man (nein meine Oma) die besten Kartoffelpuffer der Welt.

Ich wäre natürlich nicht Mandy, wenn ich beim Abschmecken oder besser Kosten meiner Suppe nicht feststellen würde, dass es irgendwie nicht ganz rund ist und darum kommt dazu: der Saft einer Zitrone und eine Messerspitze Zimt, soviel, dass der Zimt alles rund macht und so wenig, dass es nicht nach Weihnachten schmeckt. In ganz waghalsigen Minuten würde ich auch noch Ingwer drangeben.

Guten Appetit!

Mittwoch, Juni 17, 2009

heute so

Natürlich resümiere ich als die Mama des Jungen mit dem goldenen Haar öfter mal darüber, wie toll er doch ist. Ich versichere, das mache ich sehr viel häufiger als ich es hier schreibe, denn ich glaube, dass sich das auf Dauer nicht so gut liest.
Vielleicht sollte ich ja noch ein richtiges Tagebuch führen, in dem die Einträge mit 'mein liebes Tagebuch' beginnen.
Aber heute gebe ich auch hier mal wieder zum besten, dass Vincent sehr toll ist. Zum Beispiel deshalb, weil er heute auf den Tag genau 15 Monate alt ist, ein und ein viertel Jahr. Haha, das ist doch kaum zu glauben.
Er geht nun die dritte Woche in den Kindergarten und ich gebe zu, dass das Abgeben des Kindes am Morgen anfangs weh tat , denn er war untröstlich und trotzdem hatte ich von Anfang an das Gefühl, dass er einfach gern da ist, nur dass die Mama weggeht, das war irgendwie kaum erträglich. Seit nunmehr 5 Tagen ist die Welt aber sonnenscheinperfekt. Wenn ich hier zuhause den Rucksack mit dem Frühstücksbrot und den Erdbeeren für den Tag fülle, dann wird er ungeduldig. Es soll losgehen. Und wenn es dann losgeht, dann geht nun auch alles gut. Wir kommen an, ich ziehe ihm die Jacke aus und Vincent rennt los, zu den Spielsachen, Kindern, seiner lieben Bettina. Er ist wirklich angekommen und schaut sich nun nicht mal mehr nach seiner Mama um. Die Gewöhnungsphase dauerte also nicht mal 2 Wochen.
Schön zu sehen ist auch, dass er schon viel mit nach hause bringt. Er nimmt sich zum Beispiel ein Kissen, legt es auf die Erde, setzt sich drauf und klatscht dann in die Hände, so wie es eben im Morgenkreis gemacht wird, es ist ein evangelischer Kindergarten, es wird auch gebetet. Nun trudeln auch die ersten Bilder hier ein, heute das Werk: auf unserer Wiese. Na bitte.



Ja und darum und noch aus vielen anderen Gründen ist das Kind mit dem goldenen Haar wirklich supertoll.

watcha wearing wednesday



Der Blüschenarm am heutigen Mittwoch. Das Muster ist tatsächlich auf der ganzen Bluse, einfach um die Kollegen bei meinem Anblick zu verwirren.