Montag, Juli 10, 2006

um den Verstand gebracht


Ein Buffet ist etwas großartiges. Einereseits hat der Koch die Möglichkeit, sein Können vielfältig zu präsentieren und die Gäste beruhigt zu fortgeschrittener Stunde die Aussicht auf reichlich gefüllte Teller.
Wenn dann alle wohlig bis beinah unwohlig satt sind und vielleicht nicht mal glauben können, jemals wieder so gut essen zu werden, dann ist der richtige Zeitpunkt für das Sahnehäubchen, die große Überraschung, die Aufsehen an den Tischen erweckt und alle Vernunft in einem großen Mhhhm ertrinken lässt.
Auf unserer Feier gab es dieses Sahnehäubchen und brachte einige um den Verstand. Es war der Schokoladenkuchen, der die Geschmacks-nerven gleichzeitig euphorisierte und beruhigte, so wie es eben nur Schokolade kann und einfach so gut war, dass er über die ihm natürlich innewohnende Schwere, ja Massigkeit hinwegtäuschte.
Und hier ist ein Stück davon, vor dem Verzehr noch fotodokumentarisch festgehalten

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Wie die Zeit vergeht

Sie vergeht schnell.
Ich glaube, ich habe das schnellste Jahr meines Lebens gelebt.
Vor einem Jahr begann ich, meinen Körper zu heilen, was folgte, war das schöne Erlebnis, laufen zu können ohne Schmerzen in den Beinen. Es folgte auch ein großer Schrei, ganz laut allem entgegen, was ich bisher lebte, ein lautes deutliches NEIN und dann kamen die Konsequenzen und Entscheidungen, die leicht aber doch nicht leichtfertig einander die Klinke in die Hand gaben.
So und nun?
Ich habe einen Mann, habe Frank an meiner Seite, habe ein großes schönes Fest mit ihm gefeiert, ein Fest mit Familie und Freunden. Es war feierlich, sehr bewegend. Es haben so viele Menschen Anteil an uns genommen, sich mit uns gefreut. Die standesamtliche Hochzeit fand ja in einem kleinen Saal eines brandenburgischen Lustschlosses in allerengstem Kreis statt und es war die freudige anrührende Feier, die ich mir gewünscht hatte. Dann gab es noch die kirchliche Zeremonie, an der dann alle teilnehmen konnten und das war auch das, was ich dachte, als wir die Kirche betraten: Es sind ja alle da, wie schön, es sind alle da. Ja und dann wurde gesungen, mein Lieblingslied gesungen und es kam die Frage der Frage, ich fand dann doch schnell (ja die Zeit vergeht schnell) und der Segen und der Auszug aus der Kirche. Dann kamen die Glückwünsche von allen lieben Menschen. Es war schön.
Und so, wie es in den Glückwünschen meiner lieben Leser und aller Freunde und Bekannten oft gesagt wurde, wird es wohl sein: Dieser Tag war ein schöner Tag und die Erinnerung an ihn kann Anker sein, wenn die Dinge und das Leben mal schwierig werden. Noch sieht es nicht so aus, aber das Schicksal ist unberechenbar.
Ich jedenfalls bin glücklich und fühle mich gut.

Sonntag, Juli 02, 2006