Sonntag, März 18, 2012

Vier Jahre alt!

Gibt es eigentlich Mütter, die nicht irgendwie melancholisch oder wehmütig zu den Geburtstagen ihrer Kinder werden?
Also ich freue mich natürlich zuallererst, das mein Kind Geburtstag hat und dass es sich darüber freut, dass alle gratulieren und Geschenke mit großem Hallo ausgepackt werden. Nur hier und da beim Richten der Torte oder dem Zurechtlegen der Sachen für den Tag bin ich doch ganz normal und denke dran, wie klein dieses Menschenkind einmal war, wie schwierig der Start war und wie gut doch alles wurde. Ich denke auch daran, wie gut es hätte sein können wenn ich Vincent schon vor zwei oder drei Jahren so gut gekannt hätte wie heute, dass wir uns manchne Stress erspart hätten. Es dauert ja nun mal, bis man einander versteht und Vincent macht es mir nicht leicht, ihn zu verstehen.
Aber gestern wurde er vier Jahre alt. Es war herrliches Wetter, eine Frühlingsgeburtstagsparty bei Sonne im Garten mit frisch aufgebautem Trampolin und eingeladenen Freunden, die sich darauf tummelten. Alle waren fröhlich. Es gab einen Zauberer, der Vincent zu sehr tiefem Erstaunen gebracht hatte, oft war ihm gar nicht zum Lachen zumute sondern er grübelte eher still vor sich hin, wie das alles zugeht.




Sonntag, März 04, 2012

Hund am See


















Carl hat Spaß am Wasser und sieht wie ich fidne wirklich wie der schönste Hund der Welt aus.

Montag, Februar 27, 2012

27. Februar

Für mich ist dieser Tag ganz besonders der Tag, der ins Leben führt, ins irdische oder ins himmlische.
Ich denke an alle, die in den Sternen nach dem Schein ihrer Kinder schauen. Ich wünsche all jenen Kraft. Und ich wünsche allen Kraft, die um das Leben ihrer Kinder kämpfen und damit auch um ihr Leben.
Mit diesem Bild aus der Kapelle St. Michel auf dem Mont Saint Michel grüße ich Euch.


















Dieser Tag ist und bleibt besonders für mich.

Freitag, Februar 24, 2012

Einladung

Ich habe eine Einladung bekommen, eine Einladung 10 km zu laufen. Mein lieber Mann 10 km.....Ich muss das erst im November können, es ist also noch Zeit.
Momentan kann ich glaube ich 1 oder 2 km laufen, ob ich das wirklich wieder können kann, so weit zu laufen und es auch noch schön finden und mich vielleicht nach 10 km ein bisschen untertrainiert fühlen.
Ich habe noch nicht angenommen, vielleicht sollte ich mal einen Testlauf machen und "das Laufbuch" aus der Mottenkiste holen. Oder ich frage mal nach Lauftipps im einschlägigen Forum. Anfängern wurde ja doch immer gern geholfen.

Ich sollte wieder laufen!

Samstag, Februar 18, 2012

Vorfrühling

Es ist warm, weit über null jedenfalls und die Luft ist lind, die Vögel singen. Ich reibe mir mir klammheimlich die Hände, dass wir den Winter wohl wirklich mit gerade 3 Wochen Kälte ziehen lassen. Ich hoffe, dass es so ist.
Der Garten rief heute schon nach uns. Blätter harken, alte Astern und vom Vorjahr wegschneiden, am liebsten würde ich schon Rosen schneiden, aber natürlich weiß ich, dass das am 18. Februar verfrüht ist. Ich hätte ja auch schon ein bisschen den Boden in den Beeten gelockert, aber der ist nach 5 cm noch gefroren.
Schön ist, dass die Kinder nicht voll vermummt nach draußen müssen. Vincent hat viel Arbeit gefunden, vor allem SÄGEN. Er hätte sich ja am liebsten an den alten (geretteten) Apfelbaum gemacht aber nach langem Diskutieren bekam er einen eigenen Sägebock gebaut. Professionell sägen geht auch! Obwohl die Bäume im Garten noch immer locken.

Dienstag, Januar 31, 2012

Lisi ist 2.
Gestern war Geburtstag. Ich glaube, ich habe am Morgen 10 mal " zum Geburtstag viel Glück" gesungen und dann noch 12 mal "weil heute dein Geburtstag ist"fröhlich, selbstbewusst und lautstark begleitet vom Lisimädchen selbst. Im Kindergarten gab es eine Papierkrone, die sie dann noch bis zum Abend getragen hat. Schön waren die Kerzen auf dem Kuchen und das "Hoch soll sie leben"und alle Omas und Opas an einem Tisch, es waren gestern immerhin 3 von jeder Sorte da. Daneben verblassen in dem Alter alle Geschenke.

Donnerstag, Januar 05, 2012

Neujahr

Es ist eine wunderbare Sache, dass es den Neujahrsmorgen gibt. Es ist der Morgen, an dem sehr viel Menschen ein Gefühl dafür haben, dass sie ein neuer Mensch sein können, ein besserer Mensch. Das, was die verpönten guten Vorsätze genannt wird, ist am Ende sein Segen. Denn der Mensch kann sich wandeln, zum Guten hin, besser werden und dem Himmel näher rücken. Wie wäre es wohl, wenn wir jeden Morgen Neujahr hätten und uns noch mit halb geschlossen Augen bewusst machen, dass ab heute ein neues Leben beginnt. Ich denke, das wäre ein so großer Schritt zum Guten hin, dass es wie ein großes Rauschen über die Welt gehen müsste.
Die Welt feiert Erneuerung.

Ich wünsche mir für das kommende Jahr, dass ich immer und immer wieder spüre, dass ich ein besserer Mensch sein kann und will. Und das umfasst wirklich viel. Außerdem wünsche ich mir, dass das Glück meiner Familie hold bleibt, das Jahr mich wieder wundervollen Menschen zuführt und dass ich an neuen Orten erleben kann, dass die Welt herrlich ist.

Sie ist herrlich, sogar unter einem Elchschild irgendwo auf den Alands-Inseln!

Dienstag, Dezember 13, 2011

Und was bist Du?



Sag mal, bist du ein Eichhörnchen?
Nein!
Eine kleine Maus?
Nein!
Bist Du etwa eine Libelle?
nein!
Was bist Du dann???

eine Lisi!

Freitag, Dezember 02, 2011

Himmelsleuchten

Spät nach einem Essen beim Griechen in der Stadt nach hause zu kommen, das ist für mich so etwas fremdes geworden, dass ich mich auf der Fahrt nach hause beinah wie ein junges Mädchen nach einer durchtanzten Nacht fühlte, müde aber zufrieden mit der Welt und doch nicht müde genug, um gleich schlafen zu gehen.

Ich war also seit mehr als dreieinhalb Jahren abends das erste mal weg, mit Kolleginnen zum Essen. Und  bin nun auf der Fahrt beim Blick in den Nachthimmel in eine glückliche Melancholie verfallen, die mich immer anregt, etwas zu schreiben. Dazu kam noch, dass im Radio ein Hörspiel lief, in dem sich Kleist und meine so gschätzte Caroline von Günderode begegneten. Caroline trug ihren Dolch schon bei sich und Kleist war des Lebens müde.
Und auch das ließ mich jung sein, eine Studentin, die 3 mal die Woche nachts aus dem Theater kam und in ihrer Hinterhaus-Mansarden-Wohnung bei Kerzenschein Shakespeare und Schiller las, laut für sich und am liebsten alle Nachtluft aus dem Himmel hinaus in sich hinein geatmet hätte.
Lebt man nur wahrhaft, wenn man sich so fühlt? Wenn das Leben in Poesie aufgeht? Wenn der Wein dazu beitrug? Wenn man weiß, dass man niemals alt sein wird sondern ewig jung, immer die Gleiche, bei den Göttern wohnend, droben, in weißen Gewändern, dann und wann zur Erde schwebend, im Reigen vereint mit Heroen und Musen, Kinder nährend und den Nacken beugend, immer gewahr, dass die Heimat der Himmel bleibt.

Vorzeit, und neue Zeit
 
Ein schmahler rauher Pfad schien sonst die Erde.
Und auf den Bergen glänzt der Himmel über ihr,
Ein Abgrund ihr zur Seite war die Hölle,
Und Pfade führten in den Himmel und zur Hölle.

Doch alles ist ganz anders nun geworden,
Der Himmel ist gestürzt, der Abgrund ausgefüllt,
Und mit Vernunft bedeckt, und sehr bequem zum gehen.

Des Glaubens Höhen sind nun demolieret.
Und auf der flachen Erde schreitet der Verstand,
Und misset alles aus, nach Klafter und nach Schuen.



Caroline von Günderode

Samstag, November 26, 2011

mein Mädchen














 

Natürlich mache ich ab und an auch noch Fotos von meinen Kindern, die ich übrigens einfach toll finde. Vincent macht sich das Leben nicht mehr ganz so schwer (und damit auch uns nicht) und Elisabeth ist dem Leben gegenüber sowieso fröhlicher eingestellt.
Woher die beiden ihre Kraft nehmen weiß ich allerdings nicht. Das noch nicht mal zweijährige Mädchen verweigert regelmäßig den Mittagschlaf am Wochenende. Das schlaucht mich sehr, denn irgendwie wäre eine Pause am Tag schon schön. Dafür singt sie immer Lieder vor sich hin oder Reime. Wahrscheinlich verstehe nur ich alles, aber ein vor sich hin singendes Kind ist einfach eine neue Erfahrung. Vincent singt auch, laut, sehr laut vor allem im Auto, ausgedachte Lieder vor allem, das ist auch toll, aber dieses Mädchen-Singsang ist schon sehr allerliebst.
Was ich erstaunlich finde, sie puppt tatsächlich, schleppt ihre "Kasper"puppen, deckt sie zu, deckt sie auf, singt Schlaflieder vor...das alles in einem treckerbestimmten Umfeld. Nun Mädchen sind wohl doch einfach so Mädchen. Ringe, Kette findet sie großartig und holt sich ihren Rock auch einfach mal selbst aus dem Schrank.
Und sie malt den ganzen tag, wenn dann noch Bilder aus dem Kindergarten mitkommen, haben wir hier schon oft einen richtigen Stapel. Sonne, Mond, Stern, Raupe, das alles sollen zumindest die Striche sein.
Bei Vincent verändert sich das Malen gerade sehr, es wird gegenständlicher, das finde ich interessant, einfach weil Friedrich als Kind das Malen und Basteln nie mochte und sich schon im Kindergarten tapfer verweigerte.




Sonntag, November 06, 2011

Charakterfrage

Meine Hebamme und Freundin heute rief an, ob ich vielleicht mein Tuch nicht mehr brauche, sie hätte da eine  Mama, die eins braucht, sie selbst ist gerade sehr kanpp und kann keines kaufen....das ist eine absolut schwierige Charakterfrage.
iin meinem Tuch von Storchenwiege habe ich beide kleinen Kindergetragen: ich besitze keien Tuchauswahl, das rote Tuch eben, das lang genug ür alle Wickelvorhaben ist und eins ehr (zu) kurzes von Dydimos.
Lisi will gar nicht mehr viel getragen werden, ich hatte das Tuch schon aus dem Wohnzimmer ins Schlafzimmer verbannt. Letzten Sonntag schlief Lisi nach langer Zeit mal wieder im Tuch ein, meist will sie ja groß sein wie ihr Bruder.... Ich hätte ja wie gesagt noch ein kurzes Dydimos, aber das reicht nicht für die Wickelkreuztrage (aber schon ganz knapp um Lisi auf den Rücke zu buckeln) und darauf kommt es ja nun mal bei einer Mama mit Neugeborenem an....ach je. Ich schlaf mal eine Nacht drüber.

Freitag, Oktober 28, 2011

the last one





















Der letzte Mozzarella-Teller mit eigenen, schon etwas sehr blassen Tomaten.

Sonntag, September 18, 2011

Neues von der Nase und Regenpause

Dass meine Nase ihrer Funktion des Riechens seit dem Frühjahr nicht mehr nachkommt, habe ich ja schon mal erwähnt. Dass das ziemlich blöd ist, kann sich wohl nur jemand vorstellen, der schon selbst einen Sinn verloren hat. Ich bin nicht unbedingt ein totaler Nasenmensch, wie wohl jeder, also den Geruchssinn zu verlierensist immer noch besser als das Gesicht oder das Gehör.
Ich weiß noch, dass es eine Stelle an dem Kieferwald über dem Klosterssee gibt, da riecht es im Sommer bei starker Sonne wie im Park Borghese in Rom, ein Regentag wie der heutige riecht eigentlich auch gut und meine Rosen duften wahrscheinlich immer noch. All das kann ich tatsächlich noch immer nicht wahrnehmen.
Als wir in Finnland im Urlaub waren, empfahl mir eine Freundin dort, sehr zinkhaltig zu essen, Eier, Fisch vor allem. Sie selbst hatte das auch schon mal und hat ihren Geruchssinn wieder. Es dauerte lange, ein Jahr oder so.
Also esse ich das was ich eh gern mag, Fisch und Eier aber auch viel frisches Gemüse.
Und es gibt tatsächlich Gerüche, die ich wieder wahrnheme, so stark, dass es widerlich ist. Ich rieche vor allem nach alten Zwiebeln stinkenden Schweiß, das ist nicht schön, kann ich sagen. Auch der Geschmackssinn nimmt daran teil, für mich schmeckt im Moment sehr vieles nach Antimückenspray.....ja leider. Ich kann keine Fertigschorlen mehr trinken, die stinken und schmecken genau danach. Ich selbst entwickle einen gewissen Waschzwang, da ich den Geruch anch alten zwiebeln mit Schweiß nicht mag. Ich weiß, dass das eine einseitige Wahrnehmung ist, die aber eben sehr präsent ist. Eine Stadt bei 30° C stinkt komplett danach....

Insgesamt macht das aber Hoffnung, dass der Geruch vielleicht doch wieder kommt, vielleicht sogar intensiver, neuer...mal sehen. Ein Jahr ist erst im nächsten Frühjahr um, bis dahin wird die Welt hoffentlich nicht in Bergen alter Zweibeln untergehen.

Einen Regentag wie diesen rieche ich nicht aber in einer Regenpause waren die Kinder mal draußen. Das sieht dann so aus:




Freitag, September 16, 2011

Per Anhalter durch den Garten

Oder durch die Galaxis natürlich.
Ich mag ja gern Verschlingungen und Geschichten um ganz normale Dinge und deshalb mag ich auch Blumen und Wollverschlingungen.
Ich habe im Sommer ein Tuch für meine Oma gemacht, eine Magrathea, diese Magrathea wurde von der stolzen Omi allen bald anreisenden Schwestern gezeigt. Und daraus ergab sich, dass ich einer dieser Schwestern ebenfalls ein Tuch machte, eine Magrathea.   

Diese Schwester, meine Tante ist wie fast alle in der Familie Gärtnerin und als Gegengabe wünschte ich mir eine Rose, vielleicht einfach mal eine Austin-Rose, denn auch wenn ich vieles über die englischen Rosen weiß, war bisher noch keine in meiner Sammlung.
Am letzten Freitag kamen dann meine Großeltern just von einem Besuch bei der Tante wieder, den Kofferraum voller Pflanzen für mich. 

Ich kann nun nicht mehr behaupten, keine Austin-Rose zu besitzen, denn nun habe ich derer 5, in Worten FÜNF. Dazu noch 2 Hibiskus und 7 Hortensien.
Das ist so wunderbar, weil es sich eben wunderbar fügt, dass das Tuch, das nach dem Planeten benannt wurde, auf dem die Erde neu gestaltet wird, deren Spitzenkante an die Fjorde Norwegens erinnern soll tatsächlich zur Gartengestaltung beiträgt.

Ich habe also gepflanzt: eine Heritage, eine William Shakespeare, eine Scepter d’Isle und zwei Darcey Bussell. Die beiden letzteren werden eigentlich nicht hoch genug um in die Hecke zu passen, ich habe sie dort trotzdem hingesetzt und denke, dass sie den unterbau geben werden, wenn die Heritage auf der einen und die New Dawn auf der anderen Seite an einem Gerüste den Rahmen geben werden.




Erstmals haben wir die Rosen in Wühlmaus-Schutzgitter gesetzt und ich hoffe, dass die Rosen so eine gute Überlebens-Chance haben und im nächsten Jahr reich blühen und duften…(und ich den Duft auch wieder wahrnehmen kann)

Und hier noch frühherbstliche Impressionen, Dahlien, Astern, Jasmin, Goldrute und die so robuste und  doch so zarte Stanwell Perpetual im Morgenlicht.







Sonntag, September 04, 2011

Havelberg

Das erste Septemberwochenende schickte uns nach Havelberg auf die Elbwiesen. Pferdemarkt, Trödelmarkt.
Mal abgesehen davon, dass der Markt gescrumpft ist, es viel viel Schrott und wenig interessante Stücke  zu sehen gab, war es schön. Immerhin waren wir schon nach 2 einhalb Stunden fertig und gingen mit einem Riesensofteis wieder zum Auto.









































Und das schaffte den Sprung in unsere Taschen.
 Ein interrsanter Geburtstagsteller von den netten Delftern ist dabei, Knöpfe, Spitzen, Ritter und Mähdrescher, zwei Bücher....so wenig war es noch nie.


Mittwoch, August 31, 2011

Freigestellt

Am Montag war ich ja erst mal geschockt: freigestellt! Ich hab keinen Job mehr....bis Oktober.

Aber nach dem Aufwachen am Dienstag ging es mir fabelhaft. ich bin FREIgestellt. Und ganz nach Rudolf Steiner stellte sich die Frage nach der Freiheit so: Frage Dich nicht wovon du frei bist, sondern wofür!

  • Bei meiner Oma Gartenpflanzen ausgebuddelt und das eigene Beet angefangen vorzubereiten für die neuen Beetbewohner
  •  Pilze gesammelt mit meinem Vater (ich liebte es als Kind und es war ein wunderbare stille Stunde beim Kriechen in der Schonung)
  • Pilze der Oma geschenkt und gleich noch geputzt
  • mit den Kindern Holunderbeeren geholt
  • Holunderbeeren entsaftet (morgen koche ich erst das Gelee)
  • aus einer schrumpligen Ananas und sauren Pfirsichen eine leckere Marmelade gekocht
  • gestrickt, viele Reihen an drei Projekten gestrickt
  • Wollvorräte bestaunt, Ideen entwickelt
Morgen bin ich wieder frei, vielleicht werde ich Anfang nächster Woche sogar so frei sein mit den Kindern noch mal ein paar Tage ans Meer zu fahren...aber ich will mir dir Freiheit nicht zu früh nehmen....

Freitag, August 26, 2011

So ein Tag wie heute gehört nicht zu meinen Lieblingstagen. Und doch fühlt er sich rückblickend sehr sehr gut an.
Ich habe meinen Job gekündigt. Und ein Kündigungsgespräch fällt mir nicht nur als Arbeitgeber schwer sondern auch als Arbeitnehmer, denn immer enttäuscht man sein Gegenüber, der einem ja vertraut hat. Aber manchmal muss das eben sein, denn sonst enttäuscht man am Ende sich selbst.
Ich kann also sagen, das der Tag hart war mit emotionalen Höhen und Tiefen und dass ich ihn nicht überstanden sondern gemeistert habe. Ab Oktober wartet dann eine neue Aufgabe auf mich.

Sonntag, August 21, 2011

Trag mich!

Ich wollte doch noch mal die Geschichte zu diesem Foto hier erzählen.


Für den Finnland-Urlaub habe ich sorgfältig wie nie Koffer gepackt. Ich erwartete schließlich Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt mit kaltem Dauerregen aus Nordwest.
Das immerhin kam ja anders, ganz anders. Zu meinem sorgfältig durchdachten Plan gehörte auch, das Tragetuch ganz am Ende unter den Arm zu klemmen und so auf gar keinen Fall zu vergessen. Was mich dazu bewog, diesen Plan zu verfolgen, weiß ich nicht mehr, denn er erwies sich als komplett undurchdacht.
Eine plötzliche Woge Abschied nehmender Menschen erfüllte vor der Abreise mein Haus, spülte mich quasi hinaus und ließ das Tragetuch auf dem Tisch zurück. Wer hätte das ahnen können.


Kilometer zu spät erkannte ich meinen Fehler und verfiel sofort in große Sorgen. Einen Urlaub ohne die Möglichkeit, das eine Kind bequem auf dem Rücken zu tragen und das andere im Buggy durch die Landschaft zu schieben schien undurchführbar.

Ja und so kam es auch, es war undurchführbar.

Helsinki empfing uns noch abends um 10.00 Uhr mit 27° C und einer Sommerfeierlaune. Die warmen Pullover waren alle umsonst mitgeschleppt, denn es blieb Sommer während der ganzen Zeit. Nur gab es in den Kaufhäusern der City keine Tragetücher zu kaufen, die angesagten Szeneläden der alternativen (Öko-hüstel) Muddis aus dem Kiez Helsinki kannte ich ja nun mal nicht. Mist!
Ich hätte einen ERGO kaufen können für 140,00 €, weiß aber, dass ich mit Tragevorrichtungen nicht gut zurecht komme und das Ding am Ende nie wieder gebraucht hätte. Also machte die Not erfinderisch. In Hotels gibt es keine Spannbettlaken und so wurden zwei davon zusammen geknotet und dienten als Tragetuch.
Und wenn man erst mal in einem schlechten Tuch getragen hat, dann weiß man, wie toll ein gutes Tragetuch ist. Mir taten sehr schnell die Schultern weh, das Kind hinten saß schon locker wie auf einem Kamelsattel, fühlte sich aber wohl und ließ sich durch die Stadt wiegen. Hotelbettlaken sind nämlich auch sehr rutschig. Oben sieht man die Variante mit geborgten Baumwollalken einer Freundin, die schon sehr viel ausgereifter war. Ich lernte auch noch, den Knoten zu platzieren, dass er NICHT auf die Schulter drückte.
Ja also so war das. Übrigens ist das Foto oben auf Utö gemacht, einer Insel zwischen Finnland und Estland und ist eines der bezaubernsten Flecken Land, die ich je sah.




Kamelvariante 

Samstag, Juli 30, 2011

AmandaJanus wunderbare Welt der Schwerkraft gibt Leuchtzeichen

Und der Mensch wird widerspiegeln das Licht der Sterne, Antwort gebend, Antwort erwartend.

 De Himmel über Australien



 Griechenland


















das beste Stück: Frankreich und England bei Nacht, London und Paris
deutlich zu erkennen das grüne am oberen Rand: Aurora borealis - Nordlicht


















das östliche Mittelmeer


















Bella Italia


















der Nil auf seinem Weg ins Mittelmeer


















und dies alles gefunden auf dieser schönen Seite:
http://triggerpit.com/2010/11/22/incredible-pics-nasa-astronaut-wheelock/

Mittwoch, Juli 27, 2011

Puppenkinder

An meinen beiden langen Arbeitstagen nehme ich mir meine Mittagspause und schlendere ein Stündchen durch Potsdam. Meistens zieht es mich in die Gutenbergstraße oder auch die Dortustraße, da nämlich gibt es Antiquitäten- und Trödelläden, hübsche Kinderläden und  nette Cafés,die immer einen Blick wert sind.
Heute sah ich vor der richtigen Rumpelbude von Trödelladen ein munteres Treiben. Zwei Frauen schauten sich Puppen, wie es aussah Waldorfpuppen. Alle Puppen waren etwas schmutzig, manche hatten schon Fehlstellen im Trikot. Aber hübsch waren sie irgendwie doch. Auf Nachfrage ergab sich, dass diese Puppen für 10 Euro zu haben waren, man solle sich das beste aussuchen, im Laden gäbe es noch mehr. Ich ging also rein und fand auch dort erst mal nur irgendwie leicht ramponierte Püppchen, so richtig konnte ich mich zu keiner entschließen, trotz des Preises.
Dann sah ich ein Köpfchen unter einem Schrank hervorlugen, die Beine waren eingeklemmt, ich musste sie erst mal befreien. Hervor kam das hübscheste Püppchen von allen. Ich ging zum Verkäufer udn wollte sie mir zurückelgen lassen, da mein knappe Barschaft nicht mehr reichte. Der meinte aber, dass ich einfach zusammen sammeln solle, was ich Portemonaie habe und so kam das 7,50 Euro-Püppchen zu uns nach hause.






































Sie ist etwas schmutzig, ich werde sie vorsichtig waschen. Hat jemand Erfahrung? Die Puppen werden wohl von Frauen in Linum genäht. Wie der Mann an diese alten Bestände kam, weiß ich nicht. Die Puppen sind nicht besonders individuell gestaltet, wahrscheinlich nicht mit Wolle  und sehr fest gestopft aber die, die nun unsere ist, ist doch sehr hübsch von der Kopfbildung. Ich werde ihr noch ein Kleidchen und eine Hose machen, damit sie nicht so im Hemdchen rumlaufen muss.

Mindestens genauso schön war die Begenung mit den beiden Frauen vor dem Laden. Die eine näht selbst Waldorfpuppen. Ich kenne nun jemanden hier in der Gegend, der selbst näht und vielleicht sogar ein richtig eigenes Puppenkind für Elisabeth nähen wird. Noch hat Lisi kein besonders Verhältnis zu Puppen, aber das mag ja noch kommen, sie ist ja erst anderthalb.

Ich sag Euch was: Das Leben ist schön!