Freitag, September 16, 2011

Per Anhalter durch den Garten

Oder durch die Galaxis natürlich.
Ich mag ja gern Verschlingungen und Geschichten um ganz normale Dinge und deshalb mag ich auch Blumen und Wollverschlingungen.
Ich habe im Sommer ein Tuch für meine Oma gemacht, eine Magrathea, diese Magrathea wurde von der stolzen Omi allen bald anreisenden Schwestern gezeigt. Und daraus ergab sich, dass ich einer dieser Schwestern ebenfalls ein Tuch machte, eine Magrathea.   

Diese Schwester, meine Tante ist wie fast alle in der Familie Gärtnerin und als Gegengabe wünschte ich mir eine Rose, vielleicht einfach mal eine Austin-Rose, denn auch wenn ich vieles über die englischen Rosen weiß, war bisher noch keine in meiner Sammlung.
Am letzten Freitag kamen dann meine Großeltern just von einem Besuch bei der Tante wieder, den Kofferraum voller Pflanzen für mich. 

Ich kann nun nicht mehr behaupten, keine Austin-Rose zu besitzen, denn nun habe ich derer 5, in Worten FÜNF. Dazu noch 2 Hibiskus und 7 Hortensien.
Das ist so wunderbar, weil es sich eben wunderbar fügt, dass das Tuch, das nach dem Planeten benannt wurde, auf dem die Erde neu gestaltet wird, deren Spitzenkante an die Fjorde Norwegens erinnern soll tatsächlich zur Gartengestaltung beiträgt.

Ich habe also gepflanzt: eine Heritage, eine William Shakespeare, eine Scepter d’Isle und zwei Darcey Bussell. Die beiden letzteren werden eigentlich nicht hoch genug um in die Hecke zu passen, ich habe sie dort trotzdem hingesetzt und denke, dass sie den unterbau geben werden, wenn die Heritage auf der einen und die New Dawn auf der anderen Seite an einem Gerüste den Rahmen geben werden.




Erstmals haben wir die Rosen in Wühlmaus-Schutzgitter gesetzt und ich hoffe, dass die Rosen so eine gute Überlebens-Chance haben und im nächsten Jahr reich blühen und duften…(und ich den Duft auch wieder wahrnehmen kann)

Und hier noch frühherbstliche Impressionen, Dahlien, Astern, Jasmin, Goldrute und die so robuste und  doch so zarte Stanwell Perpetual im Morgenlicht.







Sonntag, September 04, 2011

Havelberg

Das erste Septemberwochenende schickte uns nach Havelberg auf die Elbwiesen. Pferdemarkt, Trödelmarkt.
Mal abgesehen davon, dass der Markt gescrumpft ist, es viel viel Schrott und wenig interessante Stücke  zu sehen gab, war es schön. Immerhin waren wir schon nach 2 einhalb Stunden fertig und gingen mit einem Riesensofteis wieder zum Auto.









































Und das schaffte den Sprung in unsere Taschen.
 Ein interrsanter Geburtstagsteller von den netten Delftern ist dabei, Knöpfe, Spitzen, Ritter und Mähdrescher, zwei Bücher....so wenig war es noch nie.


Mittwoch, August 31, 2011

Freigestellt

Am Montag war ich ja erst mal geschockt: freigestellt! Ich hab keinen Job mehr....bis Oktober.

Aber nach dem Aufwachen am Dienstag ging es mir fabelhaft. ich bin FREIgestellt. Und ganz nach Rudolf Steiner stellte sich die Frage nach der Freiheit so: Frage Dich nicht wovon du frei bist, sondern wofür!

  • Bei meiner Oma Gartenpflanzen ausgebuddelt und das eigene Beet angefangen vorzubereiten für die neuen Beetbewohner
  •  Pilze gesammelt mit meinem Vater (ich liebte es als Kind und es war ein wunderbare stille Stunde beim Kriechen in der Schonung)
  • Pilze der Oma geschenkt und gleich noch geputzt
  • mit den Kindern Holunderbeeren geholt
  • Holunderbeeren entsaftet (morgen koche ich erst das Gelee)
  • aus einer schrumpligen Ananas und sauren Pfirsichen eine leckere Marmelade gekocht
  • gestrickt, viele Reihen an drei Projekten gestrickt
  • Wollvorräte bestaunt, Ideen entwickelt
Morgen bin ich wieder frei, vielleicht werde ich Anfang nächster Woche sogar so frei sein mit den Kindern noch mal ein paar Tage ans Meer zu fahren...aber ich will mir dir Freiheit nicht zu früh nehmen....

Freitag, August 26, 2011

So ein Tag wie heute gehört nicht zu meinen Lieblingstagen. Und doch fühlt er sich rückblickend sehr sehr gut an.
Ich habe meinen Job gekündigt. Und ein Kündigungsgespräch fällt mir nicht nur als Arbeitgeber schwer sondern auch als Arbeitnehmer, denn immer enttäuscht man sein Gegenüber, der einem ja vertraut hat. Aber manchmal muss das eben sein, denn sonst enttäuscht man am Ende sich selbst.
Ich kann also sagen, das der Tag hart war mit emotionalen Höhen und Tiefen und dass ich ihn nicht überstanden sondern gemeistert habe. Ab Oktober wartet dann eine neue Aufgabe auf mich.

Sonntag, August 21, 2011

Trag mich!

Ich wollte doch noch mal die Geschichte zu diesem Foto hier erzählen.


Für den Finnland-Urlaub habe ich sorgfältig wie nie Koffer gepackt. Ich erwartete schließlich Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt mit kaltem Dauerregen aus Nordwest.
Das immerhin kam ja anders, ganz anders. Zu meinem sorgfältig durchdachten Plan gehörte auch, das Tragetuch ganz am Ende unter den Arm zu klemmen und so auf gar keinen Fall zu vergessen. Was mich dazu bewog, diesen Plan zu verfolgen, weiß ich nicht mehr, denn er erwies sich als komplett undurchdacht.
Eine plötzliche Woge Abschied nehmender Menschen erfüllte vor der Abreise mein Haus, spülte mich quasi hinaus und ließ das Tragetuch auf dem Tisch zurück. Wer hätte das ahnen können.


Kilometer zu spät erkannte ich meinen Fehler und verfiel sofort in große Sorgen. Einen Urlaub ohne die Möglichkeit, das eine Kind bequem auf dem Rücken zu tragen und das andere im Buggy durch die Landschaft zu schieben schien undurchführbar.

Ja und so kam es auch, es war undurchführbar.

Helsinki empfing uns noch abends um 10.00 Uhr mit 27° C und einer Sommerfeierlaune. Die warmen Pullover waren alle umsonst mitgeschleppt, denn es blieb Sommer während der ganzen Zeit. Nur gab es in den Kaufhäusern der City keine Tragetücher zu kaufen, die angesagten Szeneläden der alternativen (Öko-hüstel) Muddis aus dem Kiez Helsinki kannte ich ja nun mal nicht. Mist!
Ich hätte einen ERGO kaufen können für 140,00 €, weiß aber, dass ich mit Tragevorrichtungen nicht gut zurecht komme und das Ding am Ende nie wieder gebraucht hätte. Also machte die Not erfinderisch. In Hotels gibt es keine Spannbettlaken und so wurden zwei davon zusammen geknotet und dienten als Tragetuch.
Und wenn man erst mal in einem schlechten Tuch getragen hat, dann weiß man, wie toll ein gutes Tragetuch ist. Mir taten sehr schnell die Schultern weh, das Kind hinten saß schon locker wie auf einem Kamelsattel, fühlte sich aber wohl und ließ sich durch die Stadt wiegen. Hotelbettlaken sind nämlich auch sehr rutschig. Oben sieht man die Variante mit geborgten Baumwollalken einer Freundin, die schon sehr viel ausgereifter war. Ich lernte auch noch, den Knoten zu platzieren, dass er NICHT auf die Schulter drückte.
Ja also so war das. Übrigens ist das Foto oben auf Utö gemacht, einer Insel zwischen Finnland und Estland und ist eines der bezaubernsten Flecken Land, die ich je sah.




Kamelvariante 

Samstag, Juli 30, 2011

AmandaJanus wunderbare Welt der Schwerkraft gibt Leuchtzeichen

Und der Mensch wird widerspiegeln das Licht der Sterne, Antwort gebend, Antwort erwartend.

 De Himmel über Australien



 Griechenland


















das beste Stück: Frankreich und England bei Nacht, London und Paris
deutlich zu erkennen das grüne am oberen Rand: Aurora borealis - Nordlicht


















das östliche Mittelmeer


















Bella Italia


















der Nil auf seinem Weg ins Mittelmeer


















und dies alles gefunden auf dieser schönen Seite:
http://triggerpit.com/2010/11/22/incredible-pics-nasa-astronaut-wheelock/

Mittwoch, Juli 27, 2011

Puppenkinder

An meinen beiden langen Arbeitstagen nehme ich mir meine Mittagspause und schlendere ein Stündchen durch Potsdam. Meistens zieht es mich in die Gutenbergstraße oder auch die Dortustraße, da nämlich gibt es Antiquitäten- und Trödelläden, hübsche Kinderläden und  nette Cafés,die immer einen Blick wert sind.
Heute sah ich vor der richtigen Rumpelbude von Trödelladen ein munteres Treiben. Zwei Frauen schauten sich Puppen, wie es aussah Waldorfpuppen. Alle Puppen waren etwas schmutzig, manche hatten schon Fehlstellen im Trikot. Aber hübsch waren sie irgendwie doch. Auf Nachfrage ergab sich, dass diese Puppen für 10 Euro zu haben waren, man solle sich das beste aussuchen, im Laden gäbe es noch mehr. Ich ging also rein und fand auch dort erst mal nur irgendwie leicht ramponierte Püppchen, so richtig konnte ich mich zu keiner entschließen, trotz des Preises.
Dann sah ich ein Köpfchen unter einem Schrank hervorlugen, die Beine waren eingeklemmt, ich musste sie erst mal befreien. Hervor kam das hübscheste Püppchen von allen. Ich ging zum Verkäufer udn wollte sie mir zurückelgen lassen, da mein knappe Barschaft nicht mehr reichte. Der meinte aber, dass ich einfach zusammen sammeln solle, was ich Portemonaie habe und so kam das 7,50 Euro-Püppchen zu uns nach hause.






































Sie ist etwas schmutzig, ich werde sie vorsichtig waschen. Hat jemand Erfahrung? Die Puppen werden wohl von Frauen in Linum genäht. Wie der Mann an diese alten Bestände kam, weiß ich nicht. Die Puppen sind nicht besonders individuell gestaltet, wahrscheinlich nicht mit Wolle  und sehr fest gestopft aber die, die nun unsere ist, ist doch sehr hübsch von der Kopfbildung. Ich werde ihr noch ein Kleidchen und eine Hose machen, damit sie nicht so im Hemdchen rumlaufen muss.

Mindestens genauso schön war die Begenung mit den beiden Frauen vor dem Laden. Die eine näht selbst Waldorfpuppen. Ich kenne nun jemanden hier in der Gegend, der selbst näht und vielleicht sogar ein richtig eigenes Puppenkind für Elisabeth nähen wird. Noch hat Lisi kein besonders Verhältnis zu Puppen, aber das mag ja noch kommen, sie ist ja erst anderthalb.

Ich sag Euch was: Das Leben ist schön!

Dienstag, Juli 19, 2011

jetzt aber Finnland

Ich war im Archipelago!
Das klingt wie ein Versprechen auf  handgemachte Pasta alà Mama und einem Latte Machiato zum Dessert nach einem heißen Tag mit Sonnenmilch auf der Haut. Ganz so war es nicht, denn es gab Filet mit Pfifferlingen dazu neue Kartoffeln und als Dessert Pfannkuchen mit selbstgemachter Stachelbeermarmelade nach der Sauna auf einer wunderschönen kleinen Insel aus rosa und grauem Granit, rundgelutscht von der Eiszeit, im Archipel, der Inselwelt im Südwesten Finnlands.

Genaugenommen  war ich dort nur die zweite Woche der Ferien. Die Reise begann in Helsinki und vor allem mit drei wundervollen beeindruckenden Tagen auf den Alandsinseln, die schon wieder so weit im Westen liegen, dass man Schweden näher ist als Finnland. Dort wird auch schwedisch gespochen. Die Hauptstadt heißt Mariehamn und die Inselwelt dort ist verbunden durch Brücken, so dass man nur am oft erkennbar Gepräge der Landschaft merkt, dass man schon wieder ganz wo anders ist.
Da will ich auf jeden Fall noch mal hin! Länger bleiben! Das Licht genießen! Die Felsen bestaunen! Ich glaube, ich habe mich noch nie so weit weg von der Welt gefühlt wie dort. Die Inseln sind schwer erreichbar, zumindest von Deutschland aus. Von Turku an der Südwestküste Finnlands fährt eine Fähre 6 Stunden durch Fjorde und an hunderten Inseln vorbei zu den Alandsinseln.
Das Wetter war grandios. Wir erlebten insgesamt so etwas wie einen Jahrhundertsommer in Finnland. Wir verließen Berlin bei Regen und 14°C und landeten in Helsinki bei 27°C und Sonnenschein. Das Wasser war überall warm. Angenehmer als im Süden sind aber die kühlen Nächte und der Seewind, der auch frisch sein kann.
Die zweite Woche verbrachten wir dann auf Elvsö im Archipel. Immerhin gibt es dort Strom, aber sons nichts außer Felsen, knorrige, oft skurile Kiefern, Moose, Flechten, Blaubeeren und das Wasser drumrum. Hier blühten die Kinder auf, fraßen uns fast die Haare vom Kopf. Grandios war eine Bootsfahrt zur Leuchtturminsel Uthö, die wiederum schon wieder Estland sehr nah ist. Ein Traumtag mitten in der Ostsee. Ja und dann gab es die schon erwähnten Pfifferlinge auf Filet mit neuen Kartoffeln bei Freunden nach der Sauna und einem Bad in der See.

Ich will nicht unerwähnt lassen, dass es anstrengend war, zu anstrengend. Eine solche Tour mit zwei kleinen Kindern, davon eines noch komplett unerschrocken auf Stegen oder an Felsklippen, ständige Obacht der Eltern einfordernd, das zerrt an einer Mama wie mich. Beide haben die Hotelaufenthalte nur sehr schlecht verkraftet, der ständige Wechsel der Umgebung in der ersten Woche hat sie überfordert, Vincent hatte Magen-Darmprobleme. Er ist auch so scheu, dass er nicht mal zuhause was isst, wenn unbekannte Menschen im Haus sind, in der ersten Woche aß er also so gut wie gar nicht. Lisi wurde mal wieder zur Vollstillerin, was immerhin Durchfall vermied. Ich war schon auch gestresst.
Aber Goethe sagte mal, auf  Reisen gibt es immer Gewinn und Verlust, meist überwiegt der Verlust. Dafür haben wir wunderbare Menschen kennen gelernt, außergewöhnliche Landschaften gesehen und nun nach drei vier Tagen Zuhause überwiegen wieder die schönen Eindrücke. Als Fazit für künftige Planungen bleibt aber trotzdem bestehen: Gardasee in diesem Jahr ist schon storniert und die nächsten zwei Jahre geht es an die deutsche Ostsee oder an ein überschaubares Ziel.

Nun aber noch ein paar wenige Bilder von 1270 auf dem Chip.

Sonntag, Juli 17, 2011

wieder da

Wenn man zuhause ankommt, dann ist man überrascht, was in zwei Wochen so alles passiert im Haus und im Garten und so.
Im Sandkasten zum Beispiel sind magische Keise entstanden, vielleich sind Außerirdische gelandet, vielleicht haben aber auch nur Spatzen sehr häufig gebadet.


















Für die Ankunft von Außerirdischen spricht allerdings das folgende Bild, Kronkorken auf unserem Gartentisch.

Donnerstag, Juni 30, 2011

Auf nach Norden!

Flieg, flieg übers Meer in den Norden, flieg in den Mittsommer, flieg über das Meer.

Hier ist mal wieder das große Koffer packen, denn am Samstag geht es auf Reisen, nach Finnland. Wir fliegen nach Finnland.
Und seit ich das Lied der Aalands-Inseln kenne, bin ich beinah hibbelig, denn was muss das für ein Traumland sein, das so besungen wird. Genau genommen sind die Inseln nicht finnisch sondern schwedisch, eine Zwischenwelt im Meer. Ich freue mich!

Dienstag, Juni 21, 2011

Tage am Meer

Die Geschichte beginnt folgendermaßen:
Es waren einmal zwei kleine Mädchen, die jedes Jahr in den Pfingsferien mit ihren Eltern an die Ostsee fuhren, nach Usedom, nach Zinnowitz. Die Mädchen waren so richtige Puppenmamas und malten sich in den schillernsten Farben aus, wie schön es wäre, wenn sie immer Freundinnen wären und später, wenn sie echte Kinder hätten mit denen auch immer an die Ostsee fahren würden, nach Usedom, nach Zinnowitz. Denn dort ist es am allerschönsten. Es waren die Ferientage des Campingglücks, des freien Herumstromerns auf dem Zeltplatz, Gewitter am Meer und der Sandburgen....



Ja nun, das sind die Mädchen und ja huch, es sind tatsächlich 30 Jahre vergangen. Das erschreckt mich nicht wirklich, denn in 30 Jahren ist ja auch so viel passiert, dass es wirklich nur in 30 Jahren Platz hatte.
Fotos von der Zeit an der Ostsee gibt es keines, nur das hier auf dem Hof im Dorf.






Also diese Mädchen sind selbstverständlich immer noch Mädchen und sie haben echte Kinder und dachten, dass es nun so weit sei, nach Zinnowitz zu fahren. Drei Tage am Meer, erst mal testen, wie das so klappt. Es klappte so gut, dass alle wehmütig waren, so schnell wieder fahren zu müssen.
Und es gab alles: Sonne, Baden, Burgen bauen, Gewittergüsse, halb ertrunkene Kinder, Fahrad fahren, alte Orte wieder erkennen, neue Orte entdecken, Eis essen und Pommes an der Imbissbude und auch gestresste Mütter...das sieht man hier nicht. Aber die eine hat fast immer ein Kind auf dem Rücken im Tuch und trägt große Taschen und manchmal noch ein zweites durch den Regen ans Meer oder zurück zum Wohnwagen. Waschen im Waschraum, auf Toilette gehen, alles muss irgendwie immer mit Kindern im Arm erledigt werden. Aber trotzdem war es mindestens so toll wie in den Mädchenträumen.
Nächstes Jahr wieder: Tage am Meer!!!!!














Montag, Juni 20, 2011

Lisbeth



Ich glaube, ich habe bisher sehr sehr selten gesagt, dass das hier mein absolutes Lieblingsmädchen ist.

Montag, Juni 13, 2011

Mühlentag

Wir besitzen eine alte Spieluhr. Diese Spieluhr hat die Uroma aus Holland mitgebracht, 1976 und es ist eine Windmühle, eine Holländer Bockwindmühle. Sie spielt das Lied "Tulpen aus Amsterdam". Mit den Jahren hat sie sehr gelitten, ein Flügel fehlt schon, denn sie wird viel bespielt.
Und diese Mühle war ausschlaggebend einfach mal eine Windmühle hier bei uns in der Gegend anzuschauen. Das war letzte Woche. Die nächste Mühle ist nur etwa 12 km von uns entfernt in Cammer. Was wir aber bei diesem schönen kleinen Ausflug erfuhren war, dass heute Deutscher Mühlentag ist und es ein Mühlenfest geben wird. Und so fuhren wir heute nach dem Pfingstgottesdienst wieder hin.
Die Mühle war offen, man konnte sie unter fachkundiger Begleitung anschauen. Wir haben auch gesehen, wie die Mühle in den Wind gedreht wurde, zeitweise war auch genug Wind und die Flügel drehten sich. Zeitreise in die Vergangenheit. Gelernt habe ich, dass gemahlenes Mehl nicht weiß ist, sondern dass es noch 3 mal gesiebt werden muss. Ansonsten war es ein typisches kleines Dorffest mit Hopseburg, Rummelmusik, Bratwurst, und kleinen Attraktionen.







Bildunterschrift hinzufügen




Bildunterschrift hinzufügen


Samstag, Juni 04, 2011

Die Arroganz der Macht

Wenn mir wirklich etwas ein Gräuel ist, dann sind es Naturschutzbünde. Normalerweise haben sie ihre Anhänger ind er Stadt, kennen die tatsächlichen Gegebenheiten nicht und was das wirklich schlimme, ärgerliche und bedauernswerte ist, sie stellen ihre Meinung (ach nein es sit ja immer die Wahrheit) über das Allgemeinwesen.
Das kann das Abschussverbot für Füchse sein, die sich nun wie wild vermehren und bis in die Dörfer kommen und Hühner rauben (gemeinsam mit den Wölfen, die selbstverständlich gutartige Tiere sind und keinem Schaf was zu leide tun werden sie die Tollwut zurückbringen, aber damit müssen Menschen dann halt leben) oder es handelt sich um die Einzäunung von Flächen, die seit Generationen von der Allgemeinheit genutzt wurden.

Und da es mich an dieser Stelle ganz besonders betrifft, bin ich da auch ganz besonders wütend. Aus der Ferne scheint der Fall lächerlich. Es gibt in meinem Heimatdorf zwei kleine "Berge", den Mühlenberg und den Weinberg. Auf dem Mühlenberg ist schon mein Vater Schlitten gefahren, dort wurden zu Ostern die Eier getrudelt und überhaupt haben wir als Kinder dort Buden gebaut, gespielt, es war einfach wunderbar. Direkt am Weinberg gibt es eine Kiesgrube, die für uns einfach spannend war, man konnte dort springen, die Wäldchen drumrum sind geheimnisvoll....eben ganz einfaches Kinderglück.

Diese beiden Berge wurden nun eingezäunt. Wegen Naturschutz. Es wächst dort ein seltenes Trockengras und das muss geschützt werden. Ja wie lächerlich ist das denn. Es wächst schon immer dort und die Kinderspiele, ja nicht mal die Cross-Mopeds haben es irgendwie ansatzweise verdrängen können, denn dort wächst kaum was anderes, das sind Kiesberge, aufghäufter Kies, nix weiter. Nun, der Naturschutz hat die Berge nun mit Drahtzäunen umgeben, den Dorfbewohnern die Spazierwege über den Mühlenberg versperrt, sieht irgendwie aus wie eine militärische Anlage. Vom Mühelnberg kann man bei gutem Wetter nach Berlin schauen, ich war da oft und gern, andere auch.

Aber den zurückgebliebenene hinterweltlerischen Dörflern, die kein Ahnung haben wurde Trost gespendet. Es wird Tage der offenen Pforte geben für die Kiesberge, nett oder, sogar Ostern soll der Zutritt gewährt werden.
Naturschutzbünde sind eine Geißel und sie haben die Macht.
Die Michelsdorfer versuchen sich zu wehren, aber es sind nicht viele Menschen und aus der Ferne geht es nur um zwei Kieshaufen, die sollen sich mal nicht so haben, das Gras soll es schließlich gut haben.

Mehr Erwähnung ist es nicht wert in den Zeitungen:
http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12095610/61009/Michelsdorfer-sauer-ueber-rigorose-Unterschutzstellung-Zwei-Berge-eingezaeunt.html