Der Sonntag brachte also eine Fahrt in den Herbst, in die Götzer Berge. Die Götzer Berge muss ich kurz erklären. Es gibt hier natürlich nicht wirklich Berge, aber im Flachland nimmt sich eben auch ein bisschen zusammengeschobener Sand beinah spektakulär aus. Die höchste Erhebung, der Mittelpunkt des Sandbergs ist immerhin 108 Meter hoch. Und dort fuhren wir hin. Vincent wollte so gern in die Berge fahren, und ehrlich, mehr Berg braucht ein Kind tatsächlich nicht. Die Götzer Berge liegen direkt an der Havel, die wir aber irgendwie nie sahen, so bewachsen sind dort die Ufer.
Nach langem vergeblichen Suchen nach Wasser fuhren wir dann noch ein paar Kilometer zur Havelfähre in Ketzin. Auf den Wiesen saßen Unmengen von Wildgänsen. Ein Anschleichen ließ sie auffliegen, wunderschön anzusehen und von wild lautem Gekreische begleitet.
Solche Touren in die so nahe Umgebung bringen immer Überraschungen. Ich war überrascht von der Schönheit des Waldes in den Bergen, dem Schilf an der Havel, den Dörfern, die ich teils gar nicht kannte und die Entdeckung des Havelradwanderweges, hier etwa in der Mitte zwischen Brandenburg und Potsdam.
Und ich bin gelaufen, nicht weit. Lars war mit Vincent in den Bergen klettern udn Lisi lag im Wagen. das machte die berge twas unzugänglich und ich lief den Fahhradweg hin und her. Nicht viel zugegeben, aber einen sehr hoffnungsvollen Kilometer.
Wieder zuhause wurde gekocht. Herbstlich! Kartoffelporree-Auflauf, süßsaure Beluga-Linsen und für die postpupertierende Minderheit Mais aus der Dose.
Der Auflauf war so lecker, den gibt es diese Woche noch mal. Grundlage war ein Rezept aus der Landlust und Highleight waren die an der Fähre in Ketzin gefundenen frischen Walnüsse.
Also: 5 Kartoffeln in feine Scheiben schneiden, damit eine gebutterte Auflaufform auslegen. Porree 3-5 Minuten blanchieren, abgießen, abschrecken, abtropfen lassen und auf den Kartoffeln verteilen. Sahne mit einer Dose vegetarischem Brotaufstrich Mais-Paprika (hier vom Aldi) verrühren, Salz, Pfeffer, und ein Ei dazu. Die Sahne auf dem Porree verteilen, Walnüsse darauf legen, in den Ofen schieben, backen lassen, rausholen und: LECKER!!!
Der Sonntag endete ja dann noch mit Waffeln und Himbeeren und Sahne, aber da waren dann alle zu hingegeben ans Essen und Plaudern, so dass es keine Bilder gibt.














