Dienstag, April 07, 2009
Montag, April 06, 2009
Laufen oder Trödeln?
Gestern war Berliner Halbmarathon und das verückte ist, ich habe nicht dran gedacht. Erst heute morgen in der Werbung für die Berliner Morgenpost wurde ich drauf gestoßen. Natürlich hatte ich letzte Woche schon mal gedacht, hui am Sonntag ist großes Laufen in Berlin und ein bisschen auch hach ja, aber wirklich nur ein bisschen und eigentlich nur, weil ich so gern mal wieder Bekannte gesehen hätte. Ja ihr Lieben, bald habe ich vielleicht nicht mal mehr im Kopf, wann die City-Night in Berlin ist...aber dazu braucht es wohl doch noch ein paar Jährchen mehr. Ich entwickle mich langsam zurück im Kopf, zum Nichtläufer nämlich. Schade ist das. Hätte ich denn im Moment Lust irgendwo am Start zu stehen? Ja, das hätte ich schon, aber es ist kein Bedauern mehr dabei. Vielleicht ja eines Tages wieder...
Dafür war ich gestern auf dem großen Familienflohmarkt und hab Mützchen, Hosen und einen Delfter Krug gekauft, Bücher auch.
So, und nun lese ich mal bei der Elke wie es denn so war in Berlin, ach ja, ich glaube, ich würde schon gern mal wieder durch Berlin laufen, aber mir fehlt jeder Antrieb, durch den Wald zu laufen und vor Berlin hat Gott nun mal den Wald gesetzt...oder so ähnlich, auf jeden Fall Schweiß vor den Erfolg.
Dafür war ich gestern auf dem großen Familienflohmarkt und hab Mützchen, Hosen und einen Delfter Krug gekauft, Bücher auch.
So, und nun lese ich mal bei der Elke wie es denn so war in Berlin, ach ja, ich glaube, ich würde schon gern mal wieder durch Berlin laufen, aber mir fehlt jeder Antrieb, durch den Wald zu laufen und vor Berlin hat Gott nun mal den Wald gesetzt...oder so ähnlich, auf jeden Fall Schweiß vor den Erfolg.
Sonntag, März 29, 2009
Baronin Blixen im Linienbus
Im Bus sitzen und zur Arbeit geschaukelt zu werden hat ganz viele Nachteile und nur ganz wenige Vorteile, so richitg fällt mir nur einer ein: ich kann zumindest auf der Hinfahrt am Morgen lesen, auf der Rückfahrt kann ich das nicht, da kämpfe ich mit Atemtechniken aus dem Geburtsvorbereitungskurs gegen die aufsteigende Übelkeit und hoffe nur, dass ich heil heimkomme.
Aber morgens lese ich und manchmal lege ich das Buch beiseite, träume die letzten Worte noch einmal nach und träume manchmal ein paar eigene Worte dazu. Und hier liegt dann doch noch ein Vorteil des Busfahrens versteckt, ich kann die Gedanken zu Papier bringen, sofort. Oft nur einzelne Sätze, manchmal entspinnt sich ein bisschen mehr. Ich habe für das Phänomen der "in guten Worten daherkommenden Gedanken" eine eigene Schublade aufgemacht, sie heißt: "Wenn die Muse zweimal klingelt". Dann ist es nämlich so, dass man zur Tür rennen sollte, sie wartet nämlich nicht gern und fliegt schnell weiter.
So sind während der Autofahrten zur Arbeit schon Aufsätze im Kopf entstanden, die bestimmt schon hier und da ein hundertstell Welträtsel gelöst haben....aber leider nie aufgeschrieben werden konnten, denn sie sind abends nach einem langen Tag weg. Die Muse hängt den Beutel mit Ideen eben nicht an die Klinke mit einem Zettel: bitte niederschreiben, wenn mal Zeit sein sollte. Im Bus nehme ich dann einfach einen Stift und meist meinen Kalender und schreib ein bisschen auf.
Aus all dem ist zu schließen, dass diese Schublade " wenn die Muse zweimal klingelt" wie ein Süßigkeitenfach ist, es liegt schnell mal ein großes Paket Pralinen drin und wenn man wieder reinschaut, dann ist es leergefressen.
Was lese ich denn nun im Moment? Ich lese Tania Blixen. Kurze Geschichten, die Schicksal, das Leben und Kausalität und unsere Anhänglichkeit an höhere Mächte zeigen. Sie sind schön, atemberaubend und Leben offenbarend!
Ab und an stelle ich mir selbst die Frage, ob ich nicht mal eine Geschichte schreiben will. Damit ist es ein eigenartig Ding. Man muss sie dazu kennen. Das erfordert Abstand, Zeit muss vergangen sein oder Raum dazwischen liegen um die Verwicklngen, die ein Ziel haben auseinanderzufädeln.
Und wenn ich in den Geschichten der Blixen lese, dann bin ich mir bewusst, dass ich das nicht kann, ich kenne die Überraschung hinter der nächsten Ecke nicht und ich finde solche Worte voller Einfachheit und Kraft nicht.
Zuletzt beeindruckt hat mich die letzte Geschichte der Blixen " Ehrengard" in der ein Künstler ein Mädchen verführen will. Der Künstler macht eines Morgens eine Wanderung und setzt sich zu seinem Frühmahl an einen Weidenstamm, isst sein Brot und trinkt das Wasser des glasklaren Baches. Als er fertig ist, schreibt sie folgenden Satz für den Künstler:
"Als seine schlichte Mahlzeit beendet war, lehnte er sich an einen Weidenstamm und blieb so, dem Universum aus tiefstem Herzen Beifall spendend, geraume Zeit sitzen."
Da dieser Satz nun gesagt, geschrieben ist, was bleibt mir denn noch mehr übrig als gedankenvoll mit dem Kopf zu nicken und zu antworten:
JAWOHL, LEST BARONIN BLIXEN! Ich kenne das, denn ich saß schon an einem Weidenstamm und spendete dem Universum Beifall....und der Baronin auch!
Aber morgens lese ich und manchmal lege ich das Buch beiseite, träume die letzten Worte noch einmal nach und träume manchmal ein paar eigene Worte dazu. Und hier liegt dann doch noch ein Vorteil des Busfahrens versteckt, ich kann die Gedanken zu Papier bringen, sofort. Oft nur einzelne Sätze, manchmal entspinnt sich ein bisschen mehr. Ich habe für das Phänomen der "in guten Worten daherkommenden Gedanken" eine eigene Schublade aufgemacht, sie heißt: "Wenn die Muse zweimal klingelt". Dann ist es nämlich so, dass man zur Tür rennen sollte, sie wartet nämlich nicht gern und fliegt schnell weiter.
So sind während der Autofahrten zur Arbeit schon Aufsätze im Kopf entstanden, die bestimmt schon hier und da ein hundertstell Welträtsel gelöst haben....aber leider nie aufgeschrieben werden konnten, denn sie sind abends nach einem langen Tag weg. Die Muse hängt den Beutel mit Ideen eben nicht an die Klinke mit einem Zettel: bitte niederschreiben, wenn mal Zeit sein sollte. Im Bus nehme ich dann einfach einen Stift und meist meinen Kalender und schreib ein bisschen auf.
Aus all dem ist zu schließen, dass diese Schublade " wenn die Muse zweimal klingelt" wie ein Süßigkeitenfach ist, es liegt schnell mal ein großes Paket Pralinen drin und wenn man wieder reinschaut, dann ist es leergefressen.
Was lese ich denn nun im Moment? Ich lese Tania Blixen. Kurze Geschichten, die Schicksal, das Leben und Kausalität und unsere Anhänglichkeit an höhere Mächte zeigen. Sie sind schön, atemberaubend und Leben offenbarend!
Ab und an stelle ich mir selbst die Frage, ob ich nicht mal eine Geschichte schreiben will. Damit ist es ein eigenartig Ding. Man muss sie dazu kennen. Das erfordert Abstand, Zeit muss vergangen sein oder Raum dazwischen liegen um die Verwicklngen, die ein Ziel haben auseinanderzufädeln.
Und wenn ich in den Geschichten der Blixen lese, dann bin ich mir bewusst, dass ich das nicht kann, ich kenne die Überraschung hinter der nächsten Ecke nicht und ich finde solche Worte voller Einfachheit und Kraft nicht.
Zuletzt beeindruckt hat mich die letzte Geschichte der Blixen " Ehrengard" in der ein Künstler ein Mädchen verführen will. Der Künstler macht eines Morgens eine Wanderung und setzt sich zu seinem Frühmahl an einen Weidenstamm, isst sein Brot und trinkt das Wasser des glasklaren Baches. Als er fertig ist, schreibt sie folgenden Satz für den Künstler:
"Als seine schlichte Mahlzeit beendet war, lehnte er sich an einen Weidenstamm und blieb so, dem Universum aus tiefstem Herzen Beifall spendend, geraume Zeit sitzen."
Da dieser Satz nun gesagt, geschrieben ist, was bleibt mir denn noch mehr übrig als gedankenvoll mit dem Kopf zu nicken und zu antworten:
JAWOHL, LEST BARONIN BLIXEN! Ich kenne das, denn ich saß schon an einem Weidenstamm und spendete dem Universum Beifall....und der Baronin auch!
Donnerstag, März 26, 2009
allererste Bilder
Es gehen alte Fotos um. Ich zeige hier das erste Foto, das von Vincent gemacht wurde. Er wurde ja gleich in der Nacht, in der er geboren wurde in die Kinderklinik verlegt. Ich weiß noch, wie mein so zartes feines Baby im Inkubator lag, mir noch mal gezeigt wurde und dann auf die Reise ging. Erst mittags des nächsten Tages wurde ich nachverlegt. Und so sah ich ihn dann in einem Glaskasten liegen, verkabelt und soooo zart und dünn. Da ich mich nicht bewegen konnte, wurde ich samt Bett zum Kind auf die Frühchenstation geschoben...ach ja.

Vor fast genau einem Jahr durfte ich mit ihm die Klinik verlassen, es waren dann doch nur 6 Tage bis er stabil genug war. Und auch im letzten Jahr wollte es einfach nicht Frühling werden, es blieb lange kalt bis Ende April und ich hoffte Woche um Woche auf Sonne und Wärme. Und ich bin ehrlich, ich bin froh, dass das erste Jahr vorbei ist, ich finde es wundervoll zu sehen, wie er wächst, wie er seine Persönlichkeit offenbart und ich habe auch nicht vergessen, wie anstrengend die ersten Monate waren. Schön waren sie auch, das Baby so rein in meinen Armen, nur mit meiner Milch ernährt, so duftig und hingegeben.
vor genau 5 Tagen...im Sonnenschein
ich werde da einfach sentimental...sie sind so blau die Augen
Vor fast genau einem Jahr durfte ich mit ihm die Klinik verlassen, es waren dann doch nur 6 Tage bis er stabil genug war. Und auch im letzten Jahr wollte es einfach nicht Frühling werden, es blieb lange kalt bis Ende April und ich hoffte Woche um Woche auf Sonne und Wärme. Und ich bin ehrlich, ich bin froh, dass das erste Jahr vorbei ist, ich finde es wundervoll zu sehen, wie er wächst, wie er seine Persönlichkeit offenbart und ich habe auch nicht vergessen, wie anstrengend die ersten Monate waren. Schön waren sie auch, das Baby so rein in meinen Armen, nur mit meiner Milch ernährt, so duftig und hingegeben.
Sonntag, März 22, 2009
was für die Brille
..habe ich gestrickt und gehäkelt, es ist ein Versuch, ein Pilotprojekt. Wenn ich nähen könnte, dann könnte ich das Täschechen noch auskleiden, was ihm mehr Stabilität geben würde. Jedenfalls finde ich es ganz schön kitschig rosa und babygrün, geradezu prädestiniert, es einem kleinen Mädchen zu schenken, vielleicht kommt noch ein goldenes Krönchen drauf.
einmal so rum
und einmal so rum
(übrigens finde ich das Täschchen von Steffi viel viel schöner....ich werde üben!!!)
(übrigens finde ich das Täschchen von Steffi viel viel schöner....ich werde üben!!!)
Samstag, März 14, 2009
ein guter Tag
Ein guter Tag beginnt wie alle Tage mit einem Morgen, an dem man aufsteht. Wenn es schon fast 6.00 Uhr ist beim Erwachen, dann ist schon mal ganz viel gewonnen. Finde ich! Dann ist es nämlich so, dass es schon bald ein bisschen licht wird draußen vor dem Fenster und es ist auch so, dass man sich einfach besser fühlt als vor 5.00 Uhr.
Dann, wenn es nach und nach heller wird und man sehen kann, dass es nicht grau ist sondern dass eine Frühlingssonne am Himmel stehen wird, kann man eigentlich nur mit dem Summen eines Liedes weitermachen und dabei mit dem Kind auf dem Arm durch das helle Schlafzimmer tanzen. Das alles nach einem ersten Frühstück mit Tee und Toast. Beim Tanzen und dem Aufräumen kann man dem Kind und dem Hund versprechen, dass es gleich raus geht und zwar einen lieben langen Tag lang und man kann auch schon den noch zotteligen Beeten unten im Garten freundlich zunicken, ihnen Mut machen, dass nun bald alles besser wird, dass sie umgegraben werden und frischen Kompost kriegen werden und bald wirklich wieder Blumen blühen werden. Aber erst gibt es einen Spaziergang zu den großen Wiesen am Netzner See und zum Bäcker.
Und dann wurde alles so wie versprochen. Es ging in in den Garten und ein bisschen altes Jahr und Zottelei in den Beeten ist nun verschwunden.
Am Nachmittag ging es noch mal nach Lehnin spazieren, ein Frühlingsspaziergang durch den Wald, am Nonnenfriedhof vorbei, über die Kanalbrücke und den alten Brandenburger Weg entlang zum Kloster. Das Cafe dort hatte Stühle und Tische rausgeräumt, wie einladend! Milchkaffee und Kirschkuchen waren unumgänglich.
Über uns kreiste das Kranichpaar, das nahe dem Kloster brütet und Milane und Kolkraben stritten unüberhörbar im ganz nahen Bruchwald um Brutplätze.
Wieder zuhause angekommen ging es dann noch mal in den Garten mit Vincent. Noch ein Beet befreit, den Thymian neu gepflanzt, Lavendel in Form geschnitten und Laub geharkt.
Nun ist alles ruhig und vorbei.
Dann, wenn es nach und nach heller wird und man sehen kann, dass es nicht grau ist sondern dass eine Frühlingssonne am Himmel stehen wird, kann man eigentlich nur mit dem Summen eines Liedes weitermachen und dabei mit dem Kind auf dem Arm durch das helle Schlafzimmer tanzen. Das alles nach einem ersten Frühstück mit Tee und Toast. Beim Tanzen und dem Aufräumen kann man dem Kind und dem Hund versprechen, dass es gleich raus geht und zwar einen lieben langen Tag lang und man kann auch schon den noch zotteligen Beeten unten im Garten freundlich zunicken, ihnen Mut machen, dass nun bald alles besser wird, dass sie umgegraben werden und frischen Kompost kriegen werden und bald wirklich wieder Blumen blühen werden. Aber erst gibt es einen Spaziergang zu den großen Wiesen am Netzner See und zum Bäcker.
Und dann wurde alles so wie versprochen. Es ging in in den Garten und ein bisschen altes Jahr und Zottelei in den Beeten ist nun verschwunden.
Am Nachmittag ging es noch mal nach Lehnin spazieren, ein Frühlingsspaziergang durch den Wald, am Nonnenfriedhof vorbei, über die Kanalbrücke und den alten Brandenburger Weg entlang zum Kloster. Das Cafe dort hatte Stühle und Tische rausgeräumt, wie einladend! Milchkaffee und Kirschkuchen waren unumgänglich.
Über uns kreiste das Kranichpaar, das nahe dem Kloster brütet und Milane und Kolkraben stritten unüberhörbar im ganz nahen Bruchwald um Brutplätze.
Wieder zuhause angekommen ging es dann noch mal in den Garten mit Vincent. Noch ein Beet befreit, den Thymian neu gepflanzt, Lavendel in Form geschnitten und Laub geharkt.
Nun ist alles ruhig und vorbei.
rotblond im Frühling
Mittwoch, März 11, 2009
Samstag, Februar 28, 2009
mit Gartenzwerg
Heute ist es erstmals warm, also ein bisschen warm. So warm, dass man sofort Lust bekommt, den Garten aufzuräumen. Mein Vormittag ging also beschaulich dahin mit Laub harken und dem Säubern eines ersten kleinen Beetes, das vor dem Ginster. Und es war so, wie ich es mir gewünscht habe. Vincent Gartenzwerg bekam eine rote Gummi-Spielhose übergezogen und wirkte ordentlich mit. Am Ende legte er ziemlich große Strecken, noch immer kabbelnd über die Wiese zurück, saß gemütlich bei den alten Dachziegeln rum und freute sich, wenn er die Stöcker und größeren Hölzer von Carl fand. Interessiert schaute er zu, wie ich mit der Schubkarre das Laub wegfuhr und riss leider auch einem kleinen Schneeglöckchen die Blüte ab, dabei darf man Blumen nur beriechen und "Tipp machen". Hm.
Grau ist es noch immer und es nieselt nun auch schon wieder, aber so ein Vormittag im Garten ist sehr sehr erfrischend.





Grau ist es noch immer und es nieselt nun auch schon wieder, aber so ein Vormittag im Garten ist sehr sehr erfrischend.
Freitag, Februar 20, 2009
von Feuervögeln mit Wasser auf der Linse und Arkadien eines Schulmädchens
Seit ich wieder im Berufsalltag stecke, hat mich auch die Welt wieder eingefangen, ich höre nämlich auf der Fahrt zur Arbeit Radio. Das ist nicht immer amüsant, denn das was ich so dabei erfahre, will ich gar nicht unbedingt wissen. Darüber mögen manche den Kopf schütteln, ich schüttel den Kopf am liebsten abends zum Zwecke der Entstaubung von der Welt. Naja.
Jedenfalls gab es heute doch mal eine spannende Nachricht. Es gibt weitere Hinweise darauf, dass es auf dem Mars Leben gegeben haben könnte, denn Phönix, die Raumsonde hat Wasser auf der Linse und Wasser ist Grundlage biologischen Lebens im irdischen Sinne. Und da Menschen meist nur so weit denken, wie sie gucken können, ist das natürlich die einzige aller Möglichkeiten für Leben. Vielleicht können Menschen und vor allem Wissenschaftler ja auch mal weiter gucken oder mit anderen Organen, zum Beispiel mit dem Herzen, dann werden vielleicht auch andere Lebensformen möglich, ich denke da kühner Weise sogar an solche, die des Körpers nicht zwingnd bedürfen. Nichts desto trotz finde ich diese Nachricht spannend. Der Feuervogel auf dem roten Planeten hat Wasser auf der Linse.
Und dann stieß ich bei diesem Feuervogel auf Arkadien, geriet ins Schwärmen und ins Erinnern, denn Arkadien, das ist ein Traumland. Ich erinnerte mich daran, dass ich einmal jung war, ganze 17 Jahre alt und mich die Welt und das Leben noch nicht im Griff hatten, dass ich schwärmerisch war, dass ich den Olymp erklimmen wollte, nachts nach dem Theaterbesuch und dem Lesen von Gedichten und Romanen und dabei Goethes Worte aus den Römischen Elegien im Ohr hatte: "Dichter, wohin versteigst du dich!" Dass ich noch zur Schule ging und in einem kleinen kalten Zimmer in Potsdam wohnte, allein und Aufsätze geschrieben habe, einen über Arkadien. Die Aufgabenstellung lautete damals: Bildbeschreibung. Ich wählte den geliebten Nicolas Poussin, sein "Et in Arcadia ego" - auch ich war in Arkadien und wenn ich so mehr als doppelt so alt zurückblicke, dann ist es längst wahr geworden, auch ich war in Arkadien.
Ich bin es ja immer noch oft, aber ich muss mich auch anstrengen dafür....Nun, für die, die Spaß haben an dem Werk einer 17-Jährigen, ich habe den Aufsatz eingescannt. Er ist widersprüchlich oder besser nicht durchdacht genug aufgebaut, nicht zu Ende gedacht aber damals war es so, dass ich einfach losschrieb....eigentlich wie heute noch.



Jedenfalls gab es heute doch mal eine spannende Nachricht. Es gibt weitere Hinweise darauf, dass es auf dem Mars Leben gegeben haben könnte, denn Phönix, die Raumsonde hat Wasser auf der Linse und Wasser ist Grundlage biologischen Lebens im irdischen Sinne. Und da Menschen meist nur so weit denken, wie sie gucken können, ist das natürlich die einzige aller Möglichkeiten für Leben. Vielleicht können Menschen und vor allem Wissenschaftler ja auch mal weiter gucken oder mit anderen Organen, zum Beispiel mit dem Herzen, dann werden vielleicht auch andere Lebensformen möglich, ich denke da kühner Weise sogar an solche, die des Körpers nicht zwingnd bedürfen. Nichts desto trotz finde ich diese Nachricht spannend. Der Feuervogel auf dem roten Planeten hat Wasser auf der Linse.
Und dann stieß ich bei diesem Feuervogel auf Arkadien, geriet ins Schwärmen und ins Erinnern, denn Arkadien, das ist ein Traumland. Ich erinnerte mich daran, dass ich einmal jung war, ganze 17 Jahre alt und mich die Welt und das Leben noch nicht im Griff hatten, dass ich schwärmerisch war, dass ich den Olymp erklimmen wollte, nachts nach dem Theaterbesuch und dem Lesen von Gedichten und Romanen und dabei Goethes Worte aus den Römischen Elegien im Ohr hatte: "Dichter, wohin versteigst du dich!" Dass ich noch zur Schule ging und in einem kleinen kalten Zimmer in Potsdam wohnte, allein und Aufsätze geschrieben habe, einen über Arkadien. Die Aufgabenstellung lautete damals: Bildbeschreibung. Ich wählte den geliebten Nicolas Poussin, sein "Et in Arcadia ego" - auch ich war in Arkadien und wenn ich so mehr als doppelt so alt zurückblicke, dann ist es längst wahr geworden, auch ich war in Arkadien.
Ich bin es ja immer noch oft, aber ich muss mich auch anstrengen dafür....Nun, für die, die Spaß haben an dem Werk einer 17-Jährigen, ich habe den Aufsatz eingescannt. Er ist widersprüchlich oder besser nicht durchdacht genug aufgebaut, nicht zu Ende gedacht aber damals war es so, dass ich einfach losschrieb....eigentlich wie heute noch.
Dienstag, Februar 17, 2009
Merci
Montag, Februar 16, 2009
warten auf das licht
Es ist wirklich leicht, nicht mehr an Licht und Sonne zu glauben, wenn sich ein grauer Tag an den anderen reiht. Dieser Winter ist abgesehen von manch hellen Stunden ein langes Warten auf Licht und Wärme, darauf, dass es vorbei geht und das Leben wieder beginnt.
Ich mag jede Jahreszeit, auch den Winter, Kälte ist erträglich. Nur dieses ewige Grau, dieser tiefhängende Himmel fällt mir auf den Kopf.
Vielleicht ist es so, weil ich mit einem kleinen Kind ja immer irgendwie aktiv bin. Der Tag muss verbracht werden, sinnvoll, mit Arbeit, an der ein kleines Kind teilhaben kann, spielend, spazierend. Es gibt kein sich Fallenlassen in den Sessel, kein stundenlanges Herumlungern mit Buch und heißem Kakao, kein Fernseher am Tag.
Will sagen: ich warte wirklich auf den Frühling, auf Wärme, darauf, dass Vincent viel draußen sein kann und mir beim Laub Harken zusieht und beim Buddeln im Garten dabei ist. Es war jetzt einfach lange genug grau. Und wenn es nicht warm und Frühling wird so soll es doch wenigstens mal eine Stunde Licht und Sonne am Tag geben, damit ich glauben kann, dass wieder bessere Tage kommen.
Ich mag jede Jahreszeit, auch den Winter, Kälte ist erträglich. Nur dieses ewige Grau, dieser tiefhängende Himmel fällt mir auf den Kopf.
Vielleicht ist es so, weil ich mit einem kleinen Kind ja immer irgendwie aktiv bin. Der Tag muss verbracht werden, sinnvoll, mit Arbeit, an der ein kleines Kind teilhaben kann, spielend, spazierend. Es gibt kein sich Fallenlassen in den Sessel, kein stundenlanges Herumlungern mit Buch und heißem Kakao, kein Fernseher am Tag.
Will sagen: ich warte wirklich auf den Frühling, auf Wärme, darauf, dass Vincent viel draußen sein kann und mir beim Laub Harken zusieht und beim Buddeln im Garten dabei ist. Es war jetzt einfach lange genug grau. Und wenn es nicht warm und Frühling wird so soll es doch wenigstens mal eine Stunde Licht und Sonne am Tag geben, damit ich glauben kann, dass wieder bessere Tage kommen.
Sonntag, Februar 15, 2009
Fotolovestory: back to the roots
Oder: lass uns doch mal wieder richtig kochen. Wie wäre es mit Fisch, nicht kleingeschnippelt und in Kokosmilch und Austernsauce gewokt, nein richtig gekocht.
Einkaufen ist nicht so meine Sache, das gebe ich zu, also lasse ich das machen, das sorgt auch immer schön für ein Überraschungs-Oho. Es wurde Wolfsbarsch, damit ich mich auch mediteran und mit Kräutern und so weiter austoben kann. Am Anfang schwimmt der Wolfsbrsch noch im Wasser, im Mittelmeer zum beispiel vor Malta.
Dieser hier schwamm schon vor 9 Jahren da rum, sicher wurde der schon längst in Olivenöl und Knoblauch gebraten oder ist sonstwie ums Leben gekommen, von einem niedlichen Delphin gefressen zum Beispiel.

Meine beiden Wolsbarsche liegen hier.

Und nun geht es los. Zuerst zieht man sich das gestreifte Matrosenhemd über und dann werden die...
...Fischlein mit dem Meersalz innen und außen eingerieben.
Kräuter der Provence müssen auch ran.
Eigentlich soll man frischen Thymian und Estragon nehmen, aber beides gibt es gerade nicht, also gibt es die Wintertrockenvariante.
Dann Alufolie auf das Blech und Öl auf die Folie.
noch mehr Öl
Nun wird es bunt. Kirschtomaten, schwarze Oliven und Knoblauch rund um die Fische verteilen.

Das will Vincent nun aber auch sehen aber irgendwie sieht er da unten gar nichts.
So sieht man schon besser. 
Dem Fisch ist nun nicht mehr zu helfen. Der kommt in den Backofen und bäckt dort fleißig vor sich hin. Alles ganz einfach wie man sieht.
Hier geht es aber weiter, nämlich mit dem Chicoree.
Der wird geviertelt

und dann in einer Pfanne in heißem Olivenöl gebraten.

Wie lange weiß ich jetzt auch nicht, bis er irgendwie fertig sein könnte. Naja, nur bis kurz vorher, dann wird er nämlich mit gekörnter Brühe bestreut und mit Aceto balsamico und Wasser abgelöscht, etwas gesalzen, Flüssigkeit verdampfen lassen, fertig.
Huch, der Fisch ist auch schon fix und fertig und duftet echt hammermäßig gut.

Am Tisch angekommen sieht das dann so aus:
Jetzt muss der Fisch noch auf die Teller

Der Fisch war toll, der Chicoree und die Kartoffeln dazu auch, einfach alles. Noch mit vollem Mund wurde beschlossen, dass es sowas nun wieder öfter gibt.
Zum Nachtisch wurde heute an der Hyazinthe geschnuppert.

Und nur für mich gab es einen Milchkaffee aus dem echt Bürgeler Geschirr, das ich sammelte, bevor es englisches Umdruckgeschir in meinem Leben gab, gerade für Milchkaffee sind sie unschlagbar mit ihrer Materialschwere.
Zur Feier des Tages ruht alles auf einem versilberten Teller
Einkaufen ist nicht so meine Sache, das gebe ich zu, also lasse ich das machen, das sorgt auch immer schön für ein Überraschungs-Oho. Es wurde Wolfsbarsch, damit ich mich auch mediteran und mit Kräutern und so weiter austoben kann. Am Anfang schwimmt der Wolfsbrsch noch im Wasser, im Mittelmeer zum beispiel vor Malta.
Dieser hier schwamm schon vor 9 Jahren da rum, sicher wurde der schon längst in Olivenöl und Knoblauch gebraten oder ist sonstwie ums Leben gekommen, von einem niedlichen Delphin gefressen zum Beispiel.
Meine beiden Wolsbarsche liegen hier.
Und nun geht es los. Zuerst zieht man sich das gestreifte Matrosenhemd über und dann werden die...
Eigentlich soll man frischen Thymian und Estragon nehmen, aber beides gibt es gerade nicht, also gibt es die Wintertrockenvariante.
Dann Alufolie auf das Blech und Öl auf die Folie.
Nun wird es bunt. Kirschtomaten, schwarze Oliven und Knoblauch rund um die Fische verteilen.
Das will Vincent nun aber auch sehen aber irgendwie sieht er da unten gar nichts.
Dem Fisch ist nun nicht mehr zu helfen. Der kommt in den Backofen und bäckt dort fleißig vor sich hin. Alles ganz einfach wie man sieht.
Hier geht es aber weiter, nämlich mit dem Chicoree.
Der wird geviertelt
und dann in einer Pfanne in heißem Olivenöl gebraten.
Wie lange weiß ich jetzt auch nicht, bis er irgendwie fertig sein könnte. Naja, nur bis kurz vorher, dann wird er nämlich mit gekörnter Brühe bestreut und mit Aceto balsamico und Wasser abgelöscht, etwas gesalzen, Flüssigkeit verdampfen lassen, fertig.
Huch, der Fisch ist auch schon fix und fertig und duftet echt hammermäßig gut.
Am Tisch angekommen sieht das dann so aus:
Der Fisch war toll, der Chicoree und die Kartoffeln dazu auch, einfach alles. Noch mit vollem Mund wurde beschlossen, dass es sowas nun wieder öfter gibt.
Zum Nachtisch wurde heute an der Hyazinthe geschnuppert.
Und nur für mich gab es einen Milchkaffee aus dem echt Bürgeler Geschirr, das ich sammelte, bevor es englisches Umdruckgeschir in meinem Leben gab, gerade für Milchkaffee sind sie unschlagbar mit ihrer Materialschwere.
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