Freitag, August 22, 2008

Bonjour

Kermouster ist eines von gefühlt 34572 Dörfern in der Bretagne, die mit 'Ker' anfangen. Man sollte ja meinen, dass die Phantasie nur eine recht begrenzt Anzahl von Ortsnamen mit 'Ker' erfinden kann...aber ich wurde eines besseren belehrt. Kermouster ist vor allem ein Dorf direkt am Meer, das ist auch Grundvoraussetzung gewesen, um uns als Reiseziel zu dienen.
Außerdem ist Kermoster das blumenbunteste Dorf, dass ich je sah. Die Häuser selbst sind bretonsich aus Stein gebaut, was mir auf Dauer etwas zu finstrig wirkt aber die Blütenpracht der Vorgärten und Gartenzäune ist so überschwenglich, wie es sich eine Mandy nur wünschen kann. Bestimmer in fast allen Beeten sind die Dahlien und die Stockrosen, die aber eine artenreiche Schar bunter Sommerblumen als Untertanen haben. Dieses Durcheinandergeblühe hat mir wirklich ausnehmend gut gefallen. Wenn man über die Steinmauern und bunten Gärten drüberschaut, dann blitzt das blaue Meer mit hunderten kleinen Inseln und Felsriffen bis zum Horizont. Natürlich nur bei Flut, bei Ebbe blitzt es dann eben schlammgrau, dafür gibt es noch mehr Inseln und Felsriffe.



Empfangen wurden im Dorf von Grand-Mère, der Großmutter unserer Vermieterin, deren Haus auch so strategisch günstig an der einzigen Kreuzung des Dorfes steht, dass sie einfach keinen Ankömmling verpassen kann. Jeden Tag schmetterte mir ein jubilierendes Bonjour aus den stets offen stehenden Fenstern entgegen. Ich bewunderte dafür immer wieder ihren prächtigen Topfgarten vorm Haus.

Wir lebten ein paar Tage mit Wind, Sonne, Regen, Ebbe und Flut, alles war spannend und wir alle wurden ein bisschen durchgepustet.



Wir sind wieder zuhause, heil und gesund, Gott sei Dank, denn die Hinfahrt war ein großes Abenteuer, wie erwartet und im nachhinein leider auch wie befürchtet. Doch ich will nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen, schon aus Rücksicht auf den Feuervogel.

Mittwoch, August 06, 2008

es geht auf Reisen

Es ist soweit, es ist soweit, die Koffer sind fast gepackt und morgen geht die Reise los. Wohin? Ja wohin denn?

Nach Frankreich, in die Bretagne, dort steht ein Häuschen am Atlantik und das wartet auf uns. Aber morgen geht es nur bis an den Rhein, auf den ich mich ja auch freue und auf alle lieben Menschen, die ich endlich mal wieder sehe. Dann geht es nach Mont Saint Michel, dem Klosterberg im Meer und dann erst zum Haus, es wird ein Abenteuer, wie immer und alle sind dabei.

Bey bey, wir bleiben da zwei Wochen.

Sonntag, August 03, 2008

Freitag, August 01, 2008

ich wäre so gern bio....

Ich wäre wirklich unglaublich gern Bio. Es gibt auch Momente, in denen ich das richtig gut kann, nämlich beim Einkaufen.
Meine Ausflüge nach Potsdam sind nun wieder häufiger, einmal die Woche bin ich immerhin da, meist in Babelsberg, denn dort hat Vincig seine Privatosteopathin. Vor der Behandlung haben wir oft noch Zeit und damit er was sieht, pack ich ihn ins Tragetuch und dann ziehen wir los, letztens auch zum Biomarkt, der wirklich ganz schnucklig ist.
Da stand ich dann in Wickelrock, Treckingsandalen und das Kind im Ökotuch und wählte beim Müsli das Amaranth aus, wegen des Eisengehaltes, logisch...an der Kasse wird bezahlt und dann habe ich zu dem beschriebenen Äußeren auch noch die Papptüte in der Hand, auf der Steht ganz groß: BIO.
Man war ich stolz aber irgendwie hätte ich am liebsten noch ein Schild umgehabt: nein, liebe Leute, ich bin gar kein so toller Gutmensch, wie es hier aussieht. Okay, ich stille mein Kind und trage es auch im Tuch und doch bin ich im Innersten ein Toastfresser. Jawohl.
Ich liebe Toast zum Frühstück, American Sandwich mit Marmelade. Okay, die ist Bio, weil von Oma oder gar von mir gekocht...aber zählt das? Jaja, ich weiß, da in der Tüte ist Müsli, aber es kann sein, dass es in ein paar Monaten dem Biohaufen am anderen Ende des Grundstücks weitere Biomasse zuführen wird. Wer weiß das schon, denn Müsli esse ich nicht so gern, es ist aber nun mal gesund und ich gebe zu, ein paarmal esse ich davon....aber glaubt mir, ich bin nicht der, der ich scheine. Nein, ich liebe Toast und ein Morgen ohne Toast und Kaffee ist ein verlorener Morgen.
All das dachte ich, während all die huldvollen Blicke der anderen Biomütter auf uns ruhten und natürlich auch die abschätzigen Blicke der Blusenträgerinnen...

Aber ich muss noch sagen, dass das Müsli ganz gut schmeckt und ich jeden zweiten Morgen ein kleines Schälchen vor dem Toast esse, wegen des ewig mangelnden Eisens.

Donnerstag, Juli 24, 2008

dar la teta es dar vida

Weil ich stille, weil ich es gern tue und weil ich dieses Lied gerade unglaublich gern höre gibt es hier bei mir ausnahmsweise mal was von Youtube.

dar la teta es dar vida

Gesungen wird das Lied von Mercedes Sosa, die ich gerad mal entdecke. In lang klingt das dann so:

Montag, Juli 21, 2008

Kuriositätenkabinett

Bei mir blühen die Ringelblumen...



...und zwar so kraftstrotzend, dass es mancher nicht genug ist, einfach zu blühen.Aus einigen Blüten wachsen gleich noch kleine Ringelblümchen heraus.



Und dann das hier. TOMATO MAMA



....so habe ich das Prachtstück aus dem Garten meiner lieben Oma getauft.
Morgen kommt sie dann aber doch zusammen mit Zucchini und Zwiebeln in die Pfanne.

Samstag, Juli 19, 2008

Dienstag, Juli 15, 2008

sweet peas

"Ich nannte sie Lathyros odoratus, und sie, die kaum Latein konnte, verstand mich nicht. da sagte ich>>wohlriechende Wicken<<, die deutsche Bezeichnung für das, was sich auf Englisch - sweet peas - so hübsch anhört, und sie hatte noch nie von ihnen vernommen. In meiner Vorstellung kann es gar keinen Garten ohne Wicken geben, die so bescheiden, so fleißig und so leicht heranzuziehen sind... Meiner Meinung nach sind sie genau das Richtige für Leute, die wenig Zeit und Erfahrung haben. Mit Wicken allein kann ein Garten schon wunderschön aussehen..."

Das alles sagte Elisabeth von Arnim und eigentlich wollte ich, dass sie in diesem Beitrag bei mir was anderes sagt, nämlich, dass man sich kaum was hübscheres denken kann als einen Delfter Krug gefüllt mit duftenden Wicken. Diese Stelle hat scheinbar jemand aus dem Buch getilgt. Schade, sie war so hübsch, ich hoffe, derjenige bringt sie eines Tages wieder.

Ich habe leider nicht so viel Glück mit den Wicken, obwohl man das nach den Preisungen der Autorin nach ja eigentlich nicht mal braucht. Na mal sehen, der Sommer kommt ja erst und bisher war es ja zu heiß für Wachstum, nun, wo wir auch r Regen und erträgliche Temperaturen haben, kann es ja noch werden. Wie dem auch sei, ein ganzer Krug Wicken war nicht aufzutreiben aber die paar, die ich geschenkt bekommen habe, wanderten dann natürlich in ein Delfter Väschen und verbreiten ihren Duft in der Küche. Sehr hübsch tun sie das.



So, und hier das ganze noch mal mit Blick auf mein geliebtes Tellerregal.

Samstag, Juli 12, 2008

Sitzplatz im Junigärtchen



Und hier mit den Margeritten, die allzuschnell in der Hitze verbrannten.

Donnerstag, Juli 10, 2008

rosige Stichpunkte

Ihr Lieben:

- Rosen kann man umpflanzen, am besten im Herbst mit so viel Wurzelballen wie möglich aus der Erde holen, etwas rabiater zurückschneiden und zum neuen Quartier tragen, dort einpflanzen, gießen. Sollte klappen. Ich habe eine Rose, die sogar schon zweimal umpflanzen toleriert hat und in diesem Jahr wieder prächtig blüht, die Fantin Latour. Mittlerweile ist sie schon wieder knapp 2 meter hoch.

- Es sollte auch gut möglich sein, eine Rose zu pflanzen, wenn man im Garten beim Buddeln merkt, dass bei einem Meter nach unten Schluss ist, gut umgraben, gute Erde rein, Rose setzen, fertig...

- man kann Rosen auch auf dem Balkon im Topf halten, der sollte so tief wie möglich sein, eben groß, natürlich sollte man Rosen wählen, die nicht zu wüchsig sind und sich auch gut ins Bild einfügen.

So, ich weiß, dass ich mit diesen Anmerkungen den Fragenden der letzten Wochen etwas zu spät sein könnte, aber irgendwie fehlte die Lust zu schreiben und...naja...ich bin auch keine Expertin sondern nur begeisterter Laie mit mit einem wahnwitzigen Vertrauen darauf, dass man dem Boden hier etwas abgewinnen kann, was ihm vielleicht wirklich nicht abzugewinnen ist.

Bei mir ist die Rosenzeit dieses Sommers nun zu Ende. Nur die Stanwell Perpetual blüht gemütlich vor sich hin, hier mal ein Blüte und dort eine. Sie traut sich oft schon bei sehr kaltem Wetter hinaus. Vor 3 Jahren war sie so früh, dass ich die arme erste Blüte abschnitt in eine kleine Delfter Vase stellte und im Haus mit mir herumtrug. Jedenfalls, um die Rosenkunde weiterzutreiben, ist sie eine Bibernellrose, das Laub ist manchmal etwas grau und die Blätter sehr klein, sie wächst etwas unordentlich und braucht eigentlich einen Hintergrund und Unterpflanzung um diesen winzigen Makel wieder wettzumachen, denn ansonsten hat sie keinen....finde ich.
und hier ist sie:



Hier ist dann auch der Ort, noch die Paul's Himalayan Musk zu zeigen, die nach und nach den alten Pflaumenbaum erobern wird. ich schrieb schon mal von den zauberhaften kleinen Blüten.



Und dann noch die letzte Louise Odier des Sommers. Mit ihr wird es am Ende noch ein Wiedersehen geben, sie wird jetzt Kraft sammeln und dann im September noch den Abschied vom Sommer mit uns feiern. Sie ist wunderbar. Nur der Duft war in diesem Jahr nicht so berauschend, die Hitze hat doch zu sehr gedrückt.



Nun, in diesem Jahr ging es eben darum, gute Voraussetzungen für das Blühfeuerwerk des nächsten Jahres zu schaffen und das ist gelungen, alle Rosen sind kräftig entwickelt und können nun zeigen, was sie alles können.

Und weil es viel Text war, gibt es noch ein Foto und zwar vom lieben Carl im Garten.

Mittwoch, Juli 09, 2008

Vincent ganz frisch

So, bevor ich altes aufarbeite, zeige ich erstmal Vincent ganz frisch und nagelneu von der Kamera auf den PC übertragen.
Er ist jetzt fast 4 Monate alt und immer noch großartig.








So, das in seinem Arm ist Ritter Richard und wenn man doll genug an ihm rumdrückt, dann quietscht er, jawohl.

Die Lösung ist ein Card-Reader

Jawohl, die Dinger kosten 6,99 € und lesen Sppeicherkarten ohne Software. großartig. Nun muss ich erstmal 231 Bilder sortieren....hier aber schon mal ein Bild, das ich wirklich gern mag.


Das ist jetzt schon bestimmt 6 oder 8 Wochen her, das Baby ist schon was größer...

Montag, Juli 07, 2008

Ich und mein Baby



Ich weiß, ich sehe müde aus, ich müßte zum Friseur (ist zwischenzeitlich schon erledigt) und sehe vor allem müde aus.
Ich verstehe es gar nicht, dass ich immer müde bin, meine Augen brennen ein bisschen und das, obwohl Vincent durchschläft, naja bis um fünf, aber immer hin.

Ja morgen habe ich meine 4. (in Worten vierten) Zahnarztbesuch in Folge und am Nachmittag habe ich endlich eine Termin beim Osteopathen mit Vincent. Er hält den Kopf fast immer nach rechts, schläft auch meist so. meine Vermutung: muskulärer Schiefhals, nicht sehr ausgeprägt. Und nun soll die Osteopathenhalbgottheit einen Blick drauf werfen, die ist auch Physiotherapeutin und wird die Behandlung, wenn noch nötig vornehmen. Meine eigenen Mittel haben schon Besserung verschafft, unter anderem besitzt er nun ein Babydormkissen, das vor allem die einseitige Abflachung des Kopfes verhindert. Er schläft aber auch ruhiger, seit er es hat, irgendwie ruht der Kopf so ganz bequem in der Mulde.
Ach der Liebe.

Freitag, Juli 04, 2008

Regen

Nach kaum erträglichen Hitzetagen gab es heute nun den erlösenden Regen. Es gab allen Regen, den man sich denken kann. Platternde Tropfen, von links und mal von rechts, von oben, feiner schottischer Landregen, Strippen...einfach alles. Es war wunderbar.

Dann muss die Mama noch aus dem Nähkästchen plaudern: Vincent hebt sein Köpfchen in der Bauchlage, jaja, das ist eine Mitteilung wert, denn er macht es doch ganz sicher am allerschönsten.

Sonntag, Juni 22, 2008

Brand

An diesem Wochenende war irgendwie nichts los, vor allem mit mir nicht, aber einges passiert ist doch.
Am Freitag hat es in unserer Küche gebrannt. Noch stinkt das ganze Haus, überall ist schwarzer Ruß, an den Wänden, auf den Möbeln, überall. Ich habe schon das Wochenende zum großen Teil mit putzen verbracht. Das Feuer ist wohl im Grill unseres Kombitoasters ausgebrochen. Ich war gar nicht da, freitags laufe ich meist zu meiner Oma ins nächste Dorf.
Ich erzähle durcheinander, aber ich weiß nicht, wie ich anfangen soll.
Also ich kam von meiner Oma zurück, ging ins Haus und da standen die beiden großen Jungs vor mir (Friedrich unt Till, sein Freund), schwarz wie die Raben, sie waren noch völlig verstört. Der Toaster war überhitzt, fing an zu brennen, der Tisch auf dem er stand ist verbrannt, ein Vorhang, der Picknickkorb. Das war es auch schon. Friedrich hat das Feuer mit drei Babybadewannen voll Wasser gelöscht, gut reagiert hat er da. Eigentlich wollten sie ja die Feuerwehr anrufen, aber die Angst und Aufregung ließen klares Denken nicht zu und sie verwählten sich ständig. Auch gut, denn der größte Schaden bei Bränden ist immer der Wasserschaden.
Aufmerksam wurden sie wohl durch einen Knall in der Küche, vielleicht der Kurzschluss aber wohl eher das Zerspringen meiner alten Apothekergläser, die unter dem Tischchen standen. Als Friedrich dann aus seinem Zimmer kam um zu sehen, was los ist, war der Flur schon voller Rauch. Sie kämften sich dann nach unten und begannen zu löschen. Ach die beiden.
Es ist wirklich ein Glück, dass sie beide gesund sind, dass nicht mehr passiert ist, dass wir keine Tapete an den Wänden haben, dass alles auf einem Steinfußboden steht.
So schnell kann sowas gehen.
Wie immer in brenzligen Situationen ist niemand erreichbar. ich war nicht da, die Großeltern nicht und Lars ist für 2 Wochen in Innsbruck arbeiten. Wär schon blöd gewesen, wenn er bei seiner Rückkehr das haus nicht mehr vorgefunden hätte. Aber so weit sollte es nicht kommen, Ich werde noch die Woche über den schmierigen Ruß beseitigen. Und es muss natürlich gemalert werden.Lars wird wohl mal wieder einen Schrank bauen müssen für die Ecke, wo der Tisch nun fehlt und schon immer ien Schrank hinsollte und ich brauche neue Vorhänge. Naja, Licht geht auch nicht, alle Steckdosen sind tod, das heisst, auch der Kühlschrank funktioniert nicht. Das muss alles neu gemacht werden.
Das war's.

Donnerstag, Juni 19, 2008

tara tara ein Foto

Gestern war Anja zu Besuch, bei mir, oder war Helena zu Besuch bei Vincent? Jedenfalls waren beide hier, Mama mit Baby und großartigerweise auch mit einer Digicam. Die liebe Anja machte auch ein Foto von den beiden.



Wie man erkennen kann, ist Helena an einer Kontaktaufnahme zu Vincent interessiert...aber wie Männer so sind, so richtig raffen sie das nicht immer. Dabei hat sie ihn die ganze Zeit so angestrahlt....ach Helena, glaub mir, wenn er erstmal 4 Wochen älter ist, dann blinzelt er auch mal zurück, vielleicht lächelt er dich ja sogar an. Das mit dem Lachen wollen wir ja noch üben.
Vielleicht fall' ich ja immer fast in Ohnmacht vor Freude, wenn mein Baby jucht, weil er das wirklich nicht so sehr häufig macht, vielleicht kann man aber später dafür richtig gut mit ihm reden, weil er die Dinge auf jeden Fall ernst nimmt. Wer weiß, wer weiß.

Ach ja, der Carl war auch dabei und hat niemandem was zuleide getan, schade fand er nur, dass er nicht mit auf die Decke durfte.

Dienstag, Juni 17, 2008

nachgehen

Da ich morgen Besuch bekomme, war ich heute einkaufen, man weiß ja nie, wieviel eine andere Mama mit Baby so essen und trinken mag....ich bin da jetzt auf alles vorbereitet. Denn ich war beim Aldi.
Also, ich komme ja aus Brandenburg und hier fährt man eigentlich nicht zum Aldi, sondern nach Aldi. "Ick fa nach Aldi!"
Nein ich spreche nicht so aber gefühlt alle anderen. Als ich dann beim Aldi war und gemütlich bei den Orangenmarmeladen rumsortierte, da hörte ich an der Kasse eine Frau zu ihrem Mann einen unglaublichen Satz sagen: Ick muss noch nach Brot jen und nach Wassa.
Zuerst wollte ich sie bitten, den Satz noch mal zu wiederholen, denn wahr konnte es doch nicht sein. Ich glaube, sie meinte, dass sie noch zum Bäcker und zum Getränke-Hoffmann muss, sicher bin ich mir aber nicht.
Ick je jetz nach Film mit meim Jroßn, ick globe, it jibt Starwars.

Dann bis nach morgen!

der 17. Juni

Der 17. Juni ist der Tag, an dem Vincent genau 3 Monate alt ist. Koliken und Bauschscmerzen gehören ab sofort der Vergangenheit an, ab jetzt wird gegriffen, fokussiert und gelacht und vor allem an den Fingern von Mama oder Papa hochgezogen, denn nun wird er wohl ein großer Junge. Ich habe schon mal das Kinderbett aufgebaut, in den nächsten Tagen ist der Himmel fertiggenäht und dann zieht seine große Vincigkeit vom Stubenwagen ins Bettchen. Jawoll.
Nun muss er nur noch durschschlafen lernen, ich finde, als Großer sollte man diesen Gefallen seiner Mama tun, es hat ja auch schon mal geklappt, so ein paar Tage lang. Ach egal, die 10 Minuten nachts gehen ja auch fix rum und dann ist es morgens nicht 4.30 Uhr sondern 6.00 Uhr, auch toll. Jetzt gerade schläft er wieder mal im Tuch vorm Bauch, seit er ein Großer sein will, lässt er dabei den Kopf schief nach hinten hängen. Ein Süßer eben.

Sonntag, Juni 15, 2008

manno...

Langsam nervt es mich doch, dass ich keine Fotos hochladen kann. In der Kamera lagern ja nicht nur die Bilder, sondern auch die Geschichten dazu, die ich aber eben ohne Bilder nicht recht erzählenswert finde. naja doch, aber irgendwie gehören die Bilder dazu. Vor allem ist manches schon gar nicht mehr wahr.

- Vincent wächst! (das ist allerdings sehr wahr)
- Besuch im Japanischen Garten (das war schon zu Pfingsten)
- mein eigener Garten
- carkchen, der Hund vom Dienst

usw...

Was gibt es zu sagen? Erdbeeren, Kirschen, Blumen, Kinder, Laufen.
Und zum Laufen ist zu sagen, dass es im Moment nicht viel zu sagen gibt. Ich fange heute abend wieder richtig an. Hoffe ich. Erst tat alles weh, dann war es zu heiß, dann hat es geregnet...ich weiß, eigentlich zählt sowas alles nicht, zählte aber doch. Ich werde nicht in Schwerin starten. Nicht nur, dass ich es mir nicht zutraue, es klappt auch einfach nicht.
Lars ist im Moment in Innsbruck arbeiten und wenn er wieder kommt, fahren wir nicht weg. Die nächste Reise wird die Urlaubsreise in die Bretagne im August. Nur noch 2 Monate.

Ich freue mich, wenn ich euch wieder was zeigen kann!

Mittwoch, Juni 04, 2008

Fruchtsalat

Die Erdbeeren sind reif, ich habe schon am 31. Mai im Garten genascht, am 1. Juni gab es bei meiner lieben Omi die erste Erdebeertorte, das ist immer ein Großereignis. Oma sagt keinem was und dann sind doch die üblichen Verdächtigen da. ich hatte zur feier des Tages sogar die nagelneue hellblaue Wickelbluse an. Drei Stücken hab ich gegessen. Jedes Jahr wieder werden Märchen erzählt, naja es sind Geschichten von den Essgewohnheiten der Familie, vor allem meiner: wisst ihr noch, früher, da habe ich immer eine Torte nur für Mandy gebacken und wenn Mandy im Urlaub oder Ferienlager war, dann schrieb sie immer, dass sie sich bei der Heimkehr eine Erdbeertorte wünscht...Jaja, alles alte Zöpfe aber ich gebe zu, ich liebe keinen Kuchen so sehr wie die Erdbeertorte.
Ja und vorgestern habe ich bereits die erste Marmelade gekocht. Da auch eine Ananas verbraucht werden wollte, wurde es eine Erdbeer-Ananas-Marmelade...total lecker.

600 Gramm Ananas (ergab sich aus der natürlichen größe der Frucht)
900 Gramm Erdbeeren
500 Gramm Zucker 3:1

Herrlich frisch und nicht so süß, ich bin sehr begeistert! Ich verfiel dann in einen Maramelade-Koch-Rausch, nun füllen sich die Regale mit etwas außergewöhnlicheren Kreationen:
Kiwi-Birne-Banane (sehr lecker, Friedrichs Favorit)
Pflaume mit Portwein (auch lecker, die Pflaumen waren noch im Tiefkühler)
Pirsich-Orange (schmeckt ein bisschen wie Aprikose mit feiner Säure)

Ja...und dann hatte ich von allen Früchten noch Reste übrig, ein Apfel fand sich auch noch, alles zusammen ergab dann Apfel-Kiwi-Birne-Pfirsich-Orange, um den Früchten ein Seil zum Halten zu geben, goss ich einen guten Schluck Amaretto in den Topf, daran hangelt sich der Obstsalat nun zu erstaunlichem Wohlgeschmack empor und wurde heute morgen zur Lieblingsmarmelade erkoren. Damit hatten die Früchtchen und ich auch nicht gerechnet. Heute gab es schon wieder 2 Kg Erdbeeren und zwei Drittel davon tummeln sich mit Limettensaft schon in den Gläsern. Sommer ist toll!

Am Sonntag will ich mal ein Erdbeer-Tiramisu machen, bis dahin gibt es Erdbeeren pur, mit Vanille-Eis, pur, eingezuckert, als Kuchen am Samstag, denn da hat mein Papa Geburtstag und pur gibt es sie auch noch.

Sonntag, Juni 01, 2008

William Lobb und der Himalaya

Die Moosrose ist erblüht und nun, wie ich sie so sah, da wusste ich wieder, welche ich mir da in die Hecke gepflanzt habe. Es ist die William Lobb und ich bin sehr froh, dass sie es ist, denn sie ist wirklich ganz wunderschön. Die Farbe isr ein Karminrot mit vereinzelten weißen Sprenkeln zur Mitte hin und ihr Duft ist voll und rosig.
Ich hatte gestern abend und auch heute in den Rosenbüchern geblättert. Die Bilder und Beschreibungen wecken ja vor allem eines: Begierde!
Obwohl es doch dabei bleibt, dass es Rosen auf dem Streusand Brandenburgs, also in meinem Garten nicht so leicht haben. Die Arbeit des Februars, als ich (obwohl ich gar nicht arbeiten durfte) die Rosen gesäubert und gemeinsam mit Lars mit Karren voller Mist versorgt habe....die Arbeit hat sich sehr wohl gelohnt. Sie arbeiten sich alle aus dem Mickerstadium, in das sie in den beinah 3 Jahren ohne Pflege verfallen sind, in den Zustand eines fortschreitenden Wachstums mit Freude am Blühen voran. Ich freue mich wirklich über jeden Fortschritt.
Wenn ich aus dem Fenster hinter mir seh, dann schau ich auf den alten Pflaumenbaum und in diesem Baum wächst die Ramblerrose Paul's Himalayan Musk. Niedliche kleine Blüten öffen sich in einem zauberhaft zartem Rosa und schauen sich von da oben den Garten an...und zwar erstmals. Jetzt im Abendlicht kommt ihre Farbe gut zur Geltung, sie leuchten richtig herüber. Nur ihr Duft ist am Abend nur noch schwach wahrzunehmen. Sie ist in der Einzelblüte nicht spektakulär, aber niedlich und wenn dann ein Baum mit den Blüten übersät ist, dann ist es doch ein Spektakel. Ich finde auch den Namen so schön, Himalayan Musk. Wenn sie erst den Baum ganz erobert haben wird, dann wird er wohl im Frühsommer ein Berg sein, ein Rosenberg, der nach Moschus duftet und in der Morgen- und Abendsonne leuchtet.
Ich glaube ja, dass die Berge des Himalayas nicht rosa leuchten, aber es gibt solche Berge, ich habe sie schon gesehen. In den Dolomiten gibt es eine Bergformation, Laurins Rosengarten, diese Felsen leuchten, wenn die Sonne drauf scheint, rosa. Der Sage nach ist dort ja auch der Rosengarten des Zwergenkönigs Laurin eingeschlossen. Am Golf von Palermo leuchten die Felsen bei aufgehender Sonne auch rosa. Ich bin dafür gern 5.00 Uhr morgens aufgestanden um es mir anzusehen. Ja also, so etwa könnte wohl werden mit der hübschen Rose Himalayan Musk.

Leider noch immer keinen eigenen Bilder auf dem PC...aber beim Anklicken seht ihr die Rosen und sie sehen bei mir wirklich auch so aus.

Donnerstag, Mai 29, 2008

Babytreff

Am Dienstag war mal was los. Ich war beim Babytreffen meines Vorbereitungskurses in Potsdam.
Eigentlich war ich ja zuerst beim Orthopäden, der feststellte, dass die Hüften vom Vinzig...ähm Vincent...in Ordnung sind. Fein, dachte ich mir und fuhr dann mit seiner Vinzigkeit nach Potsdam, erstmal Shoppen. mein Beby war erstmals in einer Stadt und in einem H&M, brav war er da. Mir als Mama kam alles bedrohlich vor, was sonst nur normal, im Höchstfall nervig ist: die vielen Menschen, die auf der Straße reden, die Autos natürlich aber vor allem das Neonlicht im Geschäft, die furchtbare Musik und das Piepen der Kassen, alles in allem keine Gegend für Babies, laut und chaotisch. Wir brauchten aber nun mal so einiges und ich kann nicht ohne Baby weg. Außerdem war ja Babytreffen.
Da saßen all die Mamas mit den Kleinen Rackern, die eigenen kleinen Schwierigkeiten rücken sich in ein Licht der Normalität, das ist beruhigend. Schön ist vor allem die Geschichte von Paul, der ist 2 Tage älter als Vincent. Paul hat immer Hunger, alle 2 Stunden muss da Mama zur Stelle sein, tags wie nachts und es gibt nur eines, was ihn beruhigen kann...die elektrische Zahnbürste. Als Paul dann schrie, wurde wirklich diese Zahnbürste aus der Tasche gezogen, eingeschaltet und Ruhe war im Karton, später surrte sie ihr eintöniges Lied im Wagen vor sich hin, Paul döste dabei.
Das tollste an Babytreffen ist aber doch, dass man mit Aufmerksamkeit, ja beinah Begeisterung Gespräche über Stuhlgang führt. Der ist auch so unterschiedlich bei Babys, also die Häufikeit und das ist bei allen Babys anders. Merle muss nur alle 10 Tage, Mama macht sich aber keine Sorgen, Helena alle 4 Tage, dann weiß Mama nicht, wie man ihr, ohne der Wohnung Schaden zuzufügen, die Windel runterreißen soll, Mama sorgt sich aber, ob es nicht zu selten ist. Naja und dann gibt es noch Vincent, der es bei weitem nicht so lange aushält. Nach und nach liegen alle Babies geschlossen an ihren Busen der Natur, die kleine Juliy Marie übergibt sich über Bluse und Hose der Mama und leise summt dazu die Zahnbürste. Schon witzig.
Für mich war einfach mal toll, andere Mamas zu sehen, überhaupt andere Menschen. Toll war aber auch, dass ich, wie ich finde, das niedlichste, süßeste, wohlgenährteste, liebste Baby habe. Den anderen Mamas habe ich das aber verschwiegen, bestimmt haben sie es selber gesehen.

Montag, Mai 26, 2008

also...

also ich weiß natürlich nicht, ob es was mit dem Laufen über die Planzeit hinaus was zu tun hat, weiß aber ganz genau, dass die blöde Narbe seit 2 Tagen schmerzt und der bereich irgendwie wieder ein bisschen geschwollener ist, besonders auf der rechten Seite. Das heißt, ich schalte mal brav wieder einen Gang zurück. Jetzt ist gleich erst mal wieder Pause, bis nichts mehr weh tut und dann noch 2 Tage länger. Ich glaube, so schnell wie ich mir das alles vorstelle, wird das nichts. Trotzdem ist es einfach toll zu wissen, dass ich nach einer Stunde nicht fertig war und nicht ahnte, dass ich so lange weg war (laufe ja ohne Uhr) und dass ich auch noch weiter gelaufen wäre, wenn mich nicht die Vorsicht nach hause geschickt hätte.
Laufpause! So!

Samstag, Mai 24, 2008

56 Minuten

In Worten sind das sechsundfünfzig Minuten. Die bin ich gelaufen, aus Versehen natürlich aber es wurde immer leichter und besser. Ich war ja ganz langsam, ich weiß auch nicht, wie viele kilometer es waren, habe einfach mal 7 km in Lauftagebuch geschrieben.

Donnerstag, Mai 22, 2008

Die Rosen blühen

Es beginnt, der Sommer fängt an, meine Rosen fangen an zu blühen. Die erste war in diesem Jahr eine Apothekerrose in einem sehr dunklen Purpur, die so voll duftet und so viele Blüten hervorbringen wird, dass ich mich nun doch mal an Rosengelee wagen will.
Ja und dann blüht noch eine Rose in Apricot. Es ist ganz furchtbar mit mir, ich weiß nicht mehr wie sie heißt und ich finde die Einkaufsnotizen nicht mehr, sie blüht jedenfalls und die Moosrose gleich daneben wird auch nicht mehr lang warten. Nun muss ich es mal umgekehrt machen als bei dem Kauf meiner alten Rosenschätze, nämlich nicht vorher mit dem Lexikon auf dem Sofa die passenden Rosen raussuchen sondern an Hand der Blüte mein Röslein bestimmen.
Ich würde so gern fotografieren, aber einen Freund, der umsonst den PC repariert soll man nicht drängeln und so warte ich denn immer noch darauf...eher kann ich Bilder nicht hochladen.

Donnerstag, Mai 15, 2008

verlängert

Ja, ich habe heute die Laufstecke um einen knappen Kilometer verlängert, es sind nun also etwa 3 km. Na, welch Freude.
Gegen halb sieben schlief Vincent noch mal ein und ich schlüpfte in die Laufsachen, ging in das Zimmer von Friedrich um den Hund zu weken, der schon etwas bedröppelt schaute, weil es ja nun wirklich ungewöhnlich früh für einen Vizsla war und dann ging es los.
Ich lief halt einfach durch den Wald, da ich den Hund noch häufig zur Ordnung rufen muss, eben gerade im Wald, konnte ich mich nicht so richtig auf Bewegung und Atmung konzentrieren, ich werde mir wohl noch eine etwas wildärmere Strecke aussuchen müssen. Carl ist nun mal sehr "triebig", seine Nase arbeitet unentwegt und ich muss wirklich auf das kleinste Leuchten in den Augen und Zucken der Muskeln achten, damit ich den Moment, in dem er nur noch riecht und Instinkt ist nicht verpasse. Es ist heute geglückt und es wird auch immer besser, weil er merkt, dass es ja zügiger als mit Kinderwagen voran geht.
Jedenfalls war es schön, ich kam mit rotem Kopf nach hause und weiß einfach, dass es nur der Anfang ist, dass ich es noch kann, sicher nicht gleich 10 km, aber 5 oder 6 das ginge sicher eigentlich mit der nötigen Ruhe. Ich fühlte mich auf keinen Fall ausbewegt, setzte mich dann aufs Rad und fuhr wenigstens noch bis zum Bäcker.
Fast vergessener toller Nebeneffekt des Laufens ist, das ich danach nicht soviel Hunger habe, irgendwie reicht dann die Hälfte, vielleicht danken es die Hüften udn vor allem der BAcuh doch mal mit angemessenem Schwund.
Ab nächste Woche gibt es also 4 km...hurra, das bedeutet, ich kann dann schon eine sehr geliebte Strecke laufen, aber davon später.

Freitag, Mai 09, 2008

Schöllkraut

Wenn man jetzt im Mai den schwarzen Weg, der durch Kiefernwälder führt, spazieren geht, dann sieht man Vergissmeinicht, Maiglöckchen, die etwas tiefer im Gebüsch stehen und dort wo die Sonne mit aller Kraft den Wegrand bescheint, da blüht das das Schöllkraut. Das Schöllkraut hat eine Eigenart, die mir sehr verwandt ist, das ging mir die letzten Tage auf.
Ich war mit dem Hund eine kleine Runde am schwarzen Weg unterwegs und da stand das Schöllkraut in der Mittagshitze, die Blätter hängen schlaff herab, die gelbe Blüte konnte sich kaum aufrecht halten und ich frage mich wirklich, warum es sich denn nicht einfach weiter in den Schatten des Waldes zurückzieht, wenn es doch die Sonnenglut nicht verträgt. Scheinbar leidet es gern die Hitze, da es die Sonne nun mal liebt. Ich schüttle zwar mit dem Kopf über soviel Eigenwillen, der doch eindeutig dem Taint schadet, habe aber doch Verständnis, es ist so großartig, die Wärme in sich aufzunehmen, einfach ganz warm zu werden. Ich finde es denn aber auch beruhigend, dass es einmal auch wieder Nacht wird und das Schöllkraut sich erholen kann, ein bisschen wird es wohl auch gegen Morgen frösteln und dann freudig der Sonne entgegensehen um dann wieder einen Tag lang hingegeben in der Hitze zu erschlaffen.

Donnerstag, Mai 08, 2008

am Morgen 2 Kilometer

Am Morgen 2 Kilometer ganz unverhofft. Nach dem Morgenschläfchen mit Vincent wollte ich gern raus, raus in den Tag. Auf den Feldern zwischen meinen beiden Heimatdörfern Nahmitz und Michelsdorf gibt es in diesem Jahr Raps, der blüht gerade und seit Tagen will ich hin, mal abends mal morgens und immer hat es nicht geklappt. Aber heute sollte es sein.
Ich gab Vincent dem Papa in die Hände, ging in meinen Wandschrank und kramte Laufhosen vor, nein, ich wollte nicht laufen, ich wollte Rad fahren, den Hund mal auspowern und Laufhosen sind bequem und passen sogar Müttern, die noch immer von Schwangerschaftspfunden geplagt werden. Ich zog mich an, es war ein tolles Gefühl, dann ging ich runter, zog leichte Schuhe drüber und schon sollte es losgehen. Ging es aber nicht, denn beide Räder waren platt.
Und so begann ich zu laufen. Ungewohnt war es, toll war es. Die Kondition ist hinüber, es gab auch Geheinlagen, aber es war ja auch alles so unverhofft. Der Hund war an meiner Seite und wir liefen den Weg Richtung Wald. Einatmen, Ausatmen, die Bewegung spüren, die anstrengt, weil ich zu schnell bin. Herrgott, wie soll man denn nach so langer Zeit wissen, wie langsam man laufen muss. Einatmen, Ausatmen, den Hund ermahnen, genießen. Der Morgen war so schön. Danach die Dusche erschien mir so wohlverdient und das Frühstücksbrötchen auch.
Ich werde vielleicht 3 mal die Woche so 30 Minuten laufen, bis alles kräftiger ist udn dann darf ich ja eh wieder loslegen, ein bisschen laufen eben. Nun, den Raps sah ich noch immer nicht aus der Nähe, vielleicht morgen, die Räder sind in Ordnung gebracht.

Vincent geht es sehr gut, er wird immer wacher, schaut sich die Welt an, die Augen staunen alle Dinge an, amn muss sie scheinbar ganz groß aufmachen, damit man nichts verpasst. Gerade schläft er im Tuch vor meinem Bauch, müde geworden vom Schauen und Trinken.

Montag, April 28, 2008

wieder da

Ja, wir sind schon seit Samstag wieder da.
Vincent hat alles gut überstanden, die Schwestern auf der Frühchenstation, wo er überwacht wurde, kannten ihn noch und staunten nicht schlecht, wie schnell aus einem zarten Baby ein Wonneproppen werden kann. Beim Frühstück sah ich aber wieder Wöchnerinnen mit Neugeborenen, die beinah sein Gewicht zur Geburt auf die Waage brachten, da relativierte sich alles wieder.
Ich hatte diesmal die Besenkammer neben seinem Zimmer beziehen können, das war klasse unkompliziert, dort wurde eine Liege aufgestellt und schon gab es bestes Rooming-In, viel entspannter als erst durch Krankenhaus rennen zu müssen, wenn das Baby weint.
Die OP dauerte gefühlt viele Stunden. irgendwann kam dann die Ärztin und bat mich zu einem gespräch. Das klang erst mal gefährlich und so begann es:
Frau Hartung, wir haben Ihren Sohn operiert...Pause. Sie macht große bedeutungsvolle Augen, dann: es ist alles gut gegangen. Puh, dachte ich, muss man mich so auf die Folter spannen. Nun, der Rest des Gespräches war dann folterfrei.
Jedenfalls sind wir wieder zuhause.

Donnerstag, April 24, 2008

fast verdoppelt

Aus dem E-Mailkasten konnte ich noch ein Bild speichern und nun hier wieder einstellen. Das also ist Vincent fast verdoppelt.

tut mir leid...

...dass hier so wenig passiert.
Was soll ich sagen, im Moment passiert nichts und viel, wenig, wovon man berichten könnte.
Naja, heute war ich mal bei Aldi einkaufen, war gut so, ich habe dort Oma, Opa und Tante getroffen, letztere habe ich wirklich lange nicht mehr gesehen, es gab einen netten Plausch. Gekauft habe ich Käs aus dem Burgund und freue mich auf morgen früh.
Ach nein, morgen früh bin ich leider wieder in der Klinik. Vincent hat einen Leistenbruch und wird morgen operiert, mir ist schon bange, gut, dass er noch nichts weiß. Mein armer Kleiner! Irgendwie macht er es sich nicht leicht, hier anzukommen. Dafür hat er nun --tatatata-- sein Geburtsgewicht verdoppelt, wachsen kann er also.
Ich war aber beim Familientreffen bei Aldi. Ich habe auch noch Reste der angebotenen Stauden erstehen können, hier auf dem Land ist die Hölle los, wenn es Geranien, Fuchsien, Blumenerde und eben Stauden gibt. Ich wusste ja vorher nicht, dass die Stauden da sind und konnte mich einfach über Mädchenauge, Fingerkraut und Nachtkerze freuen....alles schon in der Erde. Nun will ich noch Petersilie, Dill und Schnittlauch aussäen, die Klassiker eben. Außerdem blüht der Ginster wieder mal so leuchtend und erfrischend...schön. Was noch? Ach ja, die Schwalben sind da. Das ist eine gute Nachricht, hoffentlich nisten sie wieder am Haus.

Leider gibt es zur Zeit keine Fotos, es läuft mal wieder nur der Ersatz-PC. Mein PC hat einfach das Löschen von Dateien und Programmen vor dem Umzug aus Potsdam nicht vertragen, das Betriebssystem schmiert gern ab und ich hoffe wieder mal, dass alle Bilder gerettet werden, denn die Sichereung habe ich selbsverständlich noch nicht vorgenommen.
Mehr gibt es nicht zu schreiben. Naja, es ist so, dass mir manchmal Geschichten einfallen, aber dann bin ich gerade müde oder kann nicht an den PC. jaja.

Montag, April 14, 2008

laufen

Ich würde gern mal wieder laufen. Wenn es dann mal so weit ist, wird es wohl wie beim ersten mal sein, denn der letzte Lauf war am 6. Oktober 2007, mit Daniela am tollen Hasenberg in Koblenz. Es wird also ein wirklicher Neuanfang.
Ich hatte mich ja mutig zum 5-Seen-Lauf in Schwerin angemeldet am ersten Juliwochenende, 10 km sollten es werden. Aber diese Felle schwimmen dahin. Am Tag nach dem Kaiserschnitt sagte die Ärztin, dass nun 12 Wochen Sportverbot besteht. Ich schaute einfach nur ungläubig und bestürzt. Aber so ist das nun mal. Wenn ich wirklich Anfang Juni wieder beginnen kann, dann habe ich gerade 4-5 Wochen um einen Zehner aufzubauen. Nicht soviel. Obwohl...so begann ich ja mal, von null auf zehn km in 5 Wochen und dann ab zum Volkslauf.
Nur was, wenn es nicht mehr gehen wird, das mit dem Laufen. Noch ist ja auch wirklich nicht drann zu denken, die Narbe ziept schon noch, ist druckempfindlich und eigentlich bin ich auch geschafft nach Spaziergängen und meiner Gymnastik, aber ich würde schon gern mal wieder so eine Runde über die Felder laufen, der Hund ist dabei und ich atme auf 2 Schritten ein und auf vieren wieder aus und fühle, dass ich stark bin. Ja das wär schon was.
Ich bin nicht traurig....aber ich träume halt ein bisschen davon. Aber andere haben weniger schöne Gründe für Laufpausen und wenn es dann mal wieder losgeht, dann wünsche ich mir einfach Verletzungsfreiheit wie in den letzten Jahren und im Schlaubetal gibt es ja auch einen Zehner, falls es nichts wird mit dem Halbmarathon. Einen babyjogger habe ich schon, aber dafür wäre Vincent eh noch zu klein und ich glaube, es muss auchs chön sein, diese zeit für mich zu haben, ganz frei.

Sonntag, April 13, 2008

nur ein Foto



Es wäre auch was zu schreiben über diesen unerwartet schönen sonnigen Tag, über den Spaziergang, darüber, dass wir eine Schnepfe sahen und die Lerchen über uns auf der Wiese am See sangen, dass ich Mohn ausgesät habe ...und so weiter. Aber ich bin wirklich müde, heute bin ich mal geschafft. Trotzdem war es unerwartet schön. Ich würde gern mal wieder laufen, aber ein bisschen dauert es eben noch.

Montag, April 07, 2008

der Wurm ist drinn

Und diesem Wurm möchte ich schon so lange ein paar Zeilen widmen, denn sein Schicksal rührt mich.
Ich bin, wie sich jeder denken kann, nachts regelmäßig wach und dann lausche ich ebenfalls regelmäßig zwei Geräuschen. Das eine ist das Saugen des Babies, das andere ist das Nagen des Wurmes, und zwar im Gebälk.
Wir wohnen nun schon 5 Jahre in diesem Haus und so lange höre ich den Wurm im Gebälk nagen, es ist ein Holzwurm, der wohl mehrere Jahre im Raupenstadium in der ewigen Finsternis des Holzbalkens zubringt, frisst und frisst das tote Holz um sich dann irgendwann zu verpuppen. Ich werde ja merken, wenn es so weit ist, dann höre ich nämlich nicht mehr dieses rapraprap, ganz leise. Dann irgendwann ist es so, dass aus der Puppe ein Käfer schlüpft, wahrscheinlich ein ganz riesiger Borkenkäfer oder sowas, der dann in die Welt hinaus will, um neue Larven in die Welt zu setzen.
Was mich nun so rührt ist einfach, dass dieser Holzwurm nie wieder das Licht der Welt erblicken wird, nutzlos ist das ewige rapraprap, denn das Dach ist dicht, er wird nicht hinauskommen, nicht in 10 und nicht in 20 Jahren, er wird dort in der Finsternis verenden. Ein trauriges Schicksal, es ist gut, dass er nichts davon weiß.
So, nun endlich habe ich das geschrieben, das vom Holzwurm im Gebälk über meinem Bett.

Sonntag, April 06, 2008

noch mal ....

....das vielleicht sogar objektiv tollste Baby, mal mit Mütze.

Samstag, April 05, 2008

bewegungsunscharf


Vincent 16 Tage alt.

Ich habe ja gesagt, er kann wachsen und das beweist er auch. Er wird rundlicher, das ist auch kein Wunder, denn er nimmt überproportional zu und hat schon vorgestern die 3 Kg-Marke überschritten. Da wundern sich die Fachleute. Leider nehme ich nicht (noch nicht) überproportional ab. Die Waage zeigt noch was zuviel.



Carlchen findet den Kleinen auch spannend, der erste Schrei aus dem Kinderwagen rief große Verwunderung beim Hund hervor. Es gab auch schon diese idylischen Szene: Das Kind schläft im Wagen auf der Wiese und der Hund liegt davor, wachend...wirklich schön und heimelig, aber noch nicht fotografisch festgehalten.



Das Bild entstand allerdings am ersten Abend zuhause, wir waren gerade aus der Klinik angekommen.

Dienstag, März 25, 2008

Vielen Dank!

Vielen Dank für Eure Glückwünsche!

Ich habe einige Tage auf der Frühchenstation verbracht, Gott sei Dank war es eben nicht so lang, obwohl die Fürsorge dort wirklich grandios liebevoll war.
Man bekommt, obwohl man sich des Wunders, dass da ein Kind, das eigene Kind im Bauch wächst und dann auf die Welt kommt ja sowieso bewusst ist, noch einmal ein ganz besonderes Gefühl dafür, dass ein Kind, das eigene Kind ein Geschenk ist, vom Himmel kommt.
Die Aufmerksamkeit und das Zartgefühl im Umgang mit den Leichtgewichten, den Frühchen ist um ein vielfaches gesteigert. Die Strapazen sind größer, aber man nimmt sie so gern auf sich. Ich bin bereits 18 Stunden nach dem Kaiserschnitt wieder gelaufen, hin und her, einfach weil ich nicht abhängig sein wollte von der Zeit und Gunst der Schwestern, die mich sonst zu meinem Sohn per Bett oder Rollstuhl gebracht hätten. Von Wochenbett hat das nichts, rein gar nichts. In den ersten 4 Tagen habe ich etwa 4 Stunden geschlafen, dann wurde es besser und hier zu hause erhole ich mich nun schnell.
Wenn man mit einem Kind, das zu schwach für eine Geburt war, das per Kaiserschnitt auf die Welt kam und dann nur etwas über 2 Kilo wiegt, plötzlich auf dem Flur " normale" Babies sieht, dann ist man erst wirklich geschockt.
Vincent war bei weitem noch nicht der kleinste und brauchte eben nur 4 bis 5 Tage zur Erholung und dann stabilisierte er sich auch rasch, aber ohne die Infusionen und Brutkasten wäre das eben nicht gut ausgegangen, eine normale Geburt hätte er nicht überlebt. So bin ich dann am Ende mit der Technik und Diagnostik versöhnt, die mich während der Schwangerschaft so irritiert hat. Der Schock, das eigene Baby so nackt und bloß in einem Brutkasten zu sehen, ist sehr groß, man kann so gar nichts tun, wenn man selbst auch noch unbeweglich ist und naja, so stellt sich das niemand vor.
Trotzdem war die Erfahrung, selbst so für das Baby kämpfen zu müssen in einer Umgebung, in der alle kämpfen um ihre Kinder, Mütter wie Löwinnen!....ja diese Erfahrung war wirklich wertvoll.
Er ist ein Geschenk an uns und wir sind seine Hüter, das will ich nicht vergessen.

mandy

Montag, März 24, 2008

Neues vom Frühling!

Der Mirabellenbaum auf der Südwestseite eds Hauses

Alter: 24 Jahre
Gewicht und Anzahl der Blüten: nicht abzuschätzen



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Vincent, unser Sohn.

Alter: hier 3 Tage, heute 7 Tage

Gewicht zur Geburt: 2150 Gramm
Glücksfaktor: nicht abzuschätzen



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Mandy, Mama, hier beim ersten Frischluftschnappen vor der Klinik nach 4 Tagen der Wacht vor dem Inkubator.

Alter: 35 Jahre
Erschöpfungsgrad: hoch
Glücksempfinden: nicht abzuschätzen!

Mittwoch, März 12, 2008

Ich fotografier dich mal!

okay!



Friedrich J.A. 14 Jahre alt

sturmverwölkt

Draußen ist es sturmverwölkt und darum stöber ich hier drinnen nach Garten.
Garten, das soll mal werden. Vielleicht ist das ja noch gar nicht richtig deutlich geworden, weil ich immer viel zu viel schwärme, ich habe noch keinen Garten, es soll erst einer werden, im Moment habe ich 4000 qm mit winzigen Blumenbeeten durchbrochenes Ödland, Sand und Peden, ein paar Rosen am Zaun die zudem seit 3 Jahren keine Zuwendung erhalten haben, das ist alles.
Der größte Teil des Grundstücks ist sehr sonnig, also sandig und trocken, aber da gibt es genug Kräuter und Blumen, die das mögen und die anderen muss man dann pflegen. Direkt am Haus gibt es aber eine nun schon sehr große Wildhecke, die eben Schatten spendet, leider auch den falschen Pflanzen. Ich habe vor Jahren eine Rose Alba zu dicht an den Schatten gesetzt und nun hat er sie beinah aufgefressen, nur beinah, denn sie hat einen ungewöhnlichen Trick angewendet, sie hat einfach einen Ausläufer in Richtung Licht geschoben und ist 2 meter weiter wieder zum Vorschein gekommen. Ganz schön listig!
Aber um den Schatten geht es mir gerade. Denn man kann diese Hecke ganz wunderbar aus der Sonne heraus ansehen, man sitzt dann an der Südfront des Hauses und hat im Moment Blick frei auf eine weiß erstrahlte Mirabelle! Unter der Mirabelle und der Haselnuss und der Eiche und dem Holunder und der Pflaume soll es demnächst auch blühen und viel Grün zu sehen sein. ja und da bin ich endlich, wo ich sein wollte. Ich mag Farne! Ich mag Funkien! Ich mag die Federbüschel der Astilben und ich habe mal wieder ein Wort von Karl Förster gefunden, naja es sind mehrere und handeln vom Farn.

Eigentlich erst durch Farne verschreibt man sich der letzten und vollsten Bejahung des Gartenschattens....
Diese Wunderwelt rhythmischer Filigranentfaltung aus schönstem Grün von Frühling bis Herbst, das in vielen Arten immergrün bleibt, ist den meisten Gartenmenschen nach wie vor noch unbekanntes Land, obwohl die Pflanzen mit einer Kraft der Unverwüstlichkeit und Dienstwilligkeit ohne Pflege auf ihre Gartenplätze warten.


Na bitte, dann ran an die Farne!

Ich schau raus und weiß, dass ich all das nicht im nächsten und nicht im übernächsten Jahr schaffen kann. Es wird dauern und ich werde kleine Inseln Gartenwelt schaffen. Vielleicht muss es auch nur endlcih wieder grün werden, dann sieht alles nicht mehr so verloren aus.

Donnerstag, März 06, 2008

Blick zum Freundschaftstempel



Ein Mitbringsel vom Ausflug nach Potsdam Anfang der Woche. Ich war im Park spazieren und ab und zu gab es Sonne.

Dass ich das mal sagen würde...

Mein Hund schafft mich!
Carlchen ist durch den Wind! Von vorne erzählt ist es so, dass er eine wirklich liebe Freundin hat, Luna, eine hübsche etwas dickliche Retriver-Hündin und Luna ist läufig. Mein Kerl von Hund ist gerade mal 10 Monate alt und trotzdem außer Rand und Band. Sobald ich ihn kurz unbeaufsichtigt in den Garten lasse, ist er ausgebüchst und steht bei Luna am Zaun, findet sie ja auch toll, aber so geht das nicht. Das Problem ist, dass der Zaun nicht dicht ist und er überall unten durch krabbeln kann, Reparatur- und Erneuerungsarbeiten sind geplant...aber doch nicht gestern, eher übermorgen.
In der letzten Nacht hat er nicht mal wie üblich bei Friedrich im Bett gepennt sondern den Treppenabsatz
zum schlafen vorgezogen. Auf dem liegt er momentan auch tagsüber und jault Richtung Lunas Gartenzaun. Es ist wirklich herzzerreißend und nervig, absolut nervig. Hoffentlich hört das bald wieder auf. Gefressen hat er auch noch nichts. Ich werde ihn nachher mal ins Auto setzen und irgendwo hinfahren, wo es nach allem riecht, nur nicht nach Luna. Ich will ja sowieso noch Birkenzweige schneiden, damit sie bis Ostern noch grün werden.
Er schafft mich echt, kein Spiel, kein Leckerli kann locken und ablenken, grausam!

Von Carl und Luna gibt es nur unscharfe Flitzebilder:




Carl auf dem Ausguck Treppenpodest, den Ton kann ich leider nicht mitliefern, ganz gut so, denn die Oropax würden ja auch nicht dabeiliegen.


Montag, März 03, 2008

Neuigkeiten?

Die letzte Woche hat einiges gebracht, zum Beispiel eine Lieferung der Baumschule mit einer Quitte, Kornelkirsche, Kupferbirne und auch ein Rose ist dabei, ihr Name " Rotes Meer". Ich kannte sie nicht, es ist eine Parkrose mit sehr flattriger dunkler Blüte die wunderschöne Hagebutten bildet. Fast alles wir noch heute eingepflanzt, ich will probehalber mal den Mondkalender für Pflanzungen beachten und für Obstgehölze ist heute Pflanztag, die Rose muss bis Donnerstag warten. Gut, dass ich einen großen Misthaufen geschenkt bekommen habe, ist immer gut, den kann ich nun fein um die Pflanzen drapieren....bis ich nicht mehr kann. Aber Lars macht ja die schwere Arbeit, ich dekoriere dann nur noch den Mist drumherum.

Und das Baby? Das wächst!!!
Es dreht allen Zweiflern eine Nase und ist nun was Gewicht und Größe betrifft in der Mitte der Skala angelangt und kann, wenn es so lange im Bauch bleibt, wie es eigentlich soll noch die 3 Kg Marke überschreiten. So kann es gehen. Geduld muss man haben und Vertrauen, mein Baby kann das schon mit dem Wachsen. Es gab in den letzten 2 Wochen etwas Aufregung, weil es sich erst mit dem Po nach unten und dann auch noch für einige Tage in eine Querlage geschoben hat (schon doof), also: neuer Termin in der Klinik. Was macht man wenn das so bleibt? Tja....holen eben....aber Vertrauen muss man haben und elterliche Ermahnungen Richtung Bauch gesprochen haben ja vielleicht auch einges bewirkt. Nun liegt es wieder so wie es soll und alles wird gut gehen.
Mein großer Sohn ist ja auch noch da und der wächst auch! So schnell, dass der Körper selber drüber staunt und auch ein bisschen rebelliert, seine Knie spielen im Moment nicht richtig mit, manche Tage kann er sie nicht beugen, das muss auch abgeklärt werden. Er ist jetzt 14 Jahre alt und ich würde sagen, seit letzter Woche ist er größer als ich, also größer als 1,80 meter. Das muss ein Kreislauf erst mal wuppen, tut er nicht immer excellent. Mittelerweile ist er sich der Ankunft eines Babys sehr bewusst. Ich glaube, er wird ein toller Bruder.
Ansonsten war ich in Gedanken viel bei den Läufern dieses Wochenendes, Ralf in Husum, Kathrin regional unterwegs...usw.

ein Bauch!


Montag, Februar 25, 2008

einmal Frühling bitte!

Darum bat ich am Samstag, denn er war nach den Prognosen der Wetterdienste aller Art dann doch mehr als enttäuschend gewesen.
Aber dann kam ja gestern, der 24. Februar und ich rufe für mich diesen Tag als den ersten offiziellen Frühlingstag aus. Es war sonnig, schon am Morgen, kurz nach acht Uhr hielt mich nun wirklich nichts mehr im Bett. Beim Frühstück schien mir die Sonne dann ins Gesicht, kitzelte die Nase und blendete die Augen. Herrlich. An einem Tag mit Sonne ist das Heizen des Hauses bis zum Spätnachmittag nicht nötig, durch die vielen Fenster erwärmt es die Sonne mehr als genug.


Rückseite des Hauses (die Sonnenseite)

Aber da war ich sowieso nicht viel. Nachdem meine Hebamme noch Herztöne des Kindes und einen Blutdruck von 90 zu 40 bei mir gemessen hatte (oh je!...vielleicht sollte ich den Kaffee doch nicht weglassen), ging es hinaus in den Garten. Lars war schon da und räumte den Holzschnitt der Obstbäume weg und ich ging herum, räumte auch ein bisschen und verfiel von einem Ach in das nächste, denn die Krokusse strahlten so wunderbar. Sie blühen ja schon ein paar Tage aber gestern war Frühling und alles strahlte vor Freude.


ein paar der Elfenkrokusse unter dem Apfelbaum

Ich habe in den zurückliegenden Jahren immer wieder Krokusse gesetzt, es sind schon einige und ich weiß, dass es noch mehr werden müssen. Ich kann mich auch gar nicht entscheiden, welche die hübscheren sind, die gelben oder die blauen und davon dann die Prachtkrokusse oder die zarten Elfenkrokusse mit den gelben Staubfäden...ich weiß es wirklich nicht, ich kaufe einfach alle! Eines weiß ich aber, weiße wird es nicht noch mehr geben, diese Farbe überlasse ich den Schneeglöckchen demnächst ganz allein. Außerdem steht die Mirabelle schon kurz vor der Blüte, die Knospen sind dick und wollen bald blühen. Was für ein Jahresbeginn!



Einiges macht mir Sorgen, die Beete sind seit 3 Jahren nicht gepflegt und ich werde auch in diesem Jahr nicht so viel tun können und mich einfach an dem erfreuen müssen, was es auch so schafft zu blühen und zu wachsen. Ach warten wir es ab.

Am Nachmittag gab es eine beschauliche Radtour um den Klostersee. Ich fahre mittlerweile auf dem "Omarad" von Lars Mutter, denn das Beugen auf einem Sportrad bringe ich auf Dauer nicht mehr. Carl ist gelaufen und war schwimmen, er ist so unglaublich fröhlich in allem was er tut.
Am Kloster in Lehnin machten wir halt, im Cafe standen schon Tische draußen und dort gab es dann Milchkaffee und Pflaumenkuchen und einen Hund, der sich auch eine Stärkung wünschte und die Erkenntnis, dass Stillsitzen ohne Jammern noch geübt werden muss. Er ist nicht viel unter Menschen und der Garten bietet ihm eigentlich alle Möglichkeit, tun und lassen zu können was er will.



Wir saßen dort also, schauten über den Platz und atmeten ein bisschen durch, dann ging es zurück und der Tag endete auf dem Sofa, wo sonst?



Blick über den Hof des Klosters von unserem Pflaumenkuchen aus (gegen die Sonne)

Samstag, Februar 16, 2008

Freitag, Februar 15, 2008

Von mir und dem Kind

Auch wenn ich das komischerweise mit dem Fotofrafieren des dazugehörigen Bauches nicht hinkriege (steht weiter auf der To do-Liste) will ich was zu meinem Baby sagen. Es ist nicht leicht, weil es so Gedankenspiele im Kopf sind, die eben schon sehr persönlich sind und ich bestimmt sinnlos daherplappere. Also was will ich sagen?
Vor allem, dass ich mich freue! Dass ich gespannt bin und dass vor allen Dingen!
Wer mich kennt, weiß, dass der Sommer sozusagen mehr als holprig war. Und doch hat da ein ganz winziges kleines Wesen den Mut gehabt, mich zu wählen. Ich hätte den Mut, dieses Wesen ganz bewusst zu wählen sicher nicht aufgebracht, aber es hat sich da reingeschummelt und
ich habe die Vorstellung, dass es sich eingenistet hat mit dem festen Entschluss, das Plätzchen nicht wieder zu verlassen, bevor die Zeit eben nicht gekommen ist. Naja, das ist sicher bei allen Babys so, bei dem aber besonders, weil es meins ist. Ja und darum bin ich gespannt, wie der Mensch wohl sein wird, der uns als Eltern gewählt hat.
Die Schwangerschaft war und ist einerseits sehr leicht und andererseits war sie davon geprägt, schwierig zu erscheinen.
Zuerst das Wahrnehmen, was ich zunächst gar nicht konnte, es gab so vieles zu sortieren im Kopf, dann das Anerkennen, dass es wohl so ist. Die Freude hier in meinem Zuhause war grenzenlos, es ist die Aufhebung aller Zweifel, die Erfüllung von alten Wünschen, die nur noch nicht alle Beteiligten so erkannt hatten. Das ist wirr ich weiß, aber näher kann ich es nicht beschreiben.

Da ich nicht mehr so ganz ganz jung bin, werden mir alle erdenklichen Unersuchungen angepriesen, die erste nahm ich mit Freude an, Feindiagnostik, toll dachte ich, das wird feines großes Babywatching, ganz ohne Aufklärung und Bedenken ging ich hin und dann stellte sich heraus, dass für den damaligen Entwicklungsstand nicht alles in Ordnung war, also statistisch geschätzt und mit 80%iger Sicherheit konnte man ein erhöhtes Risiko auf Down-Syndrom feststellen, stark erhöht sogar. Was das bedeutete? Irgendwie nichts und irgendwie einiges. Mein Gefühl sagte mir, alles ist ok, der Arzt riet zum Überdenken der Schwangerschaft. Ich habe mich dann ein zweites mal noch viel bewusster für mein Baby entschieden. Klaro... aber es war ein weiterer Holperstein, der den Kopf blockierte und zunächst die Verbindung zum Kind unterbrach. Es folgten darauf viele weitere Untersuchungen, weil auch die Plazenta anfangs komisch lag usw. usw.
Seit Anfang November bin ich im Beschäftigungsverbot, anfangs mit der Auflage zu ruhen, immer zu ruhen. Die nächste Feindiagnostik führte einerseits das Risiko auf Downsyndrom auf ein normales Maß zurück, mit anderen Worten, das Risiko sank von 1:32 auf 1: 1100. Ich lag damit zumindest richtig, nun wurde aber festgestellt, dass der Blutfluss durch die Gebärmutter nicht so läuft wie erwartet und notwendig. Es folgten weitere Untersuchungen sogar in der Charitee. Ja, also dieses Phänomen tritt selten auf und wird mit Blutverdünnung behandelt. Man kann es nicht mehr ändern aber gegensteuern. Risiko ist eigentlich "nur", dass das Kind nicht richtig versorgt wird, vor allem in der Spätschwangerschaft. Nun wird also 14-tägig die Entwicklung überprüft. Ich war einmal sogar bei einer Ärztin, die Worte dafür fand, wie ich mir das vorstellen muss. Es ist so, als lägen in den Blutgefäßen der Gebärmutter Kieselsteine, über die das Blut immer erst rüber muss. Ja und das fand ich dann ein schönes Bild für den ganzen bisherigen Verlauf: es gibt immer Kieselsteine, über die meine Gedanken erst rübermussten um dieses Wunder, ein Baby im Bauch mit Freude anzunehmen.

Aber irgendwie ist es so auch nicht, denn ich freu mich sehr, ich bin sehr schwanger mit Bauch und so, das war ich damals ja nicht, ich habe Atemnot mittlerweile und Spaziergänge über 45 min strengen mich, wenn ich den "Berg" hier im Wald von vielleicht 20 m Höhe hochgegangen bin, dann sitze ich für 5-10 min da und atme einfach. Wie geasgt, sehr schwanger! Und dass, obwohl das Baby selbst sehr klein ist, immer noch ganz unten der Skala...aber eben nur geradeso, jaja der Blutfluss. Ja und nun werden wir sehen, wie es ausgeht. Ich nehme an es wird so:
Bald ist das Baby da und alles ist gut und vergessen! Es wird sicher großartig und verantwortungsvoll. Ich versuche mir oft eine Vorstellung zu machen von dem Kind, aber noch ist es für mich wie in einem Lichtball verborgen, in dem es wahrscheinlich die Welt träumt.

Samstag, Februar 09, 2008

es gibt so vieles..

Es gibt so vieles, was ich so erzählen möchte. Zum Beispiel, dass hier bei uns wieder mal ein sehr typisches Kontrastprogramm läuft.
Gestern abend wurde das letzte Weihnachtsgeschenk eingelöst, Opernkarten für die Staatsoper Berlin. Es gab die Zauberflöte. Grandios war, dass sie aufgeführt wurde mit von Schinkel entworfenen Bühnenbildern und Kostümanleitungen von Schikaneder (der schrieb den Text). Wirklich grandios, man bewegt sich in einer Ägyptischen Welt, wie sie sich damals vorgestellt wurde, bevor überhaupt die erste Expedition von Napoleon ins reich der Pharaonen stattfand. Es gab Einhörner und Löwen und Feuer auf der Bühne und
die Königin der Nacht auf ihrem Mond war schwanger , ganz schön rund war sie aber ihre berühmte Arie war klasse und es gab die Standing Ovations (die mir immer Schauder über den Rücken fahren lassen), dieses Bravo-Rufen ist ein Grund, weshalb ich die Oper liebe.
Was wohl ihr Baby dabei denkt, wenn es die Mama am oberen Rand der Tonleiter trällern hört? Ich gebe es zu, ich war neidisch, das kann ich meinem Baby nicht bieten, hier gibt es nur Eia Popeia und Katjuscha gesungen. Nun vielleicht kann sie dafür nicht so gute Scampi ala Livornese zaubern...wer weiß das schon.
Schade war, dass das Haus ausverkauft war, ich hatte leider nur Plätze im 3. Rang für uns ergattern können, so dass das Schauen mit der Zeit etwas anstrengend wurde. Ich fühlte mich etwa 15 Jahre jünger, ich saß dort oben, wo ich als Studentin drei mal die Woche saß, damals, weil es die einzigen Karten waren, die ich mir leisten konnte und ich schaute wie damals, ob nicht irgendwo weiter unten noch ein Platz frei ist, wo ich mich nach der Pause hinsetzen kann. Ja und das hat sich geändert, es gibt keine freien Plätze und schon gar nicht drei Stück.

Ja und der Kontrast dazu?
Hier ging es heute 6.00 Uhr aus dem Bett, es ist Winter und das ist Schlachtezeit, ein Schwein wird heute zu Wurst verarbeitet, Lars ist schon los, ich gehe erst später, wenn das Schmalz geschnitten wird und so, dass nur heutzutage niemand mehr essen will, also wir nicht, aber ansonsten bin ich auch für gut gemachte Hausmannskost zu haben.

Jetzt habe ich ein bisschen erzählt, aber immer noch nicht, dass mich natürlich immer mehr eines beschäftigt: das Baby im Bauch, aber das mache ich dann noch mal extra.

Donnerstag, Februar 07, 2008

Am Klostersee

Es gab vor allem dieses Glitzern auf dem See zu sehen. Früher habe ich mal Laufberichte über meine Dreiseentouren geschrieben, der Klostersee ist der erste auf der Tour, heute war ich mit dem Rad und dem Hund unterwegs, nicht an den drei Seen, aber noch am Kellners Fenn. Dieses Fenn ist ein Angelgewässer und hat einen Abfluss in den Klostersee.




Hier gibt es auch mal Buchenwald, der auch im Winter herrlich aussieht und eben mal ein anderes Farbspiel als die ewigen Kiefern bietet.



Und natürlich gab es auch einen tollen Hund!

....mit Stock!