Montag, Januar 18, 2010

einmal Berlin - Himalaya

Das war das Motto eines überraschenden Sonntags, der eigentlich wie immer begann. Zehn vor sechs großes Wecken durch den kleinen Vincent, Bücher gucken und toben im Bett bis kurz vor sieben, dann aufstehen, Frühstück vorbereiten und etwa halb neun Abmarsch zum Opa für Vincent und für Mama noch mal ein Tee, ganz in Ruhe auf dem Sofa.
Aber dann wurde Dolpo Tulku, das wusste ich aber kurz vor neun immer noch nicht, denn mir wurde nur gesagt: Mandy, heute gibt es eine Überraschung, wir fahren anch Berlin ins Kino, in zehn Minuten. Und das taten wir dann auch, zusammen mit einer Freundin.
Es wurde das Cinema Paris am Ku'Damm, ein wirklich schönes Kino und eben Dolpo Tulku.

Es wird die Heimkehr eines Lamas aus Indien in seine Heimat ins Dolpo begleitet, einem Gebiet in Nepal, im Himalaya, das sehr abgelegen und tibetisch geprägt ist. Unaufdringlich, mit klaren Bildern von dem Leben in den Bergen, den Hoffnungen und auch den Ängsten eines jungen Mannes, der als Kind fortging um Möch zu werden, als Tulku erkannt wurde, in Indien ausgebildet und 17 Jahre später wieder in die Heimat kommt und nun die Verantwortung trägt für die Menschen dort.

Hier der offizielle Link zum Film

Dolpo Tulku

und der Trailer



Wer also noch einen Film sucht, der sehenswert ist und ein Programmkino in der Nähe hat, DEN Film kann ich nur empfehlen. er wird in OmU gezeigt, man bekommt also auch noch einen Eindruck vom Klang des Tibetischen.

Kommentare:

Julia hat gesagt…

tibetische klänge... und kino... mandy, was eine beneidenswerte auszeit :) schön!

wie geht es dir? deinem bauch? und vincent diesbezüglich?

lizzy hat gesagt…

Dank deiner Anregung hab' ich mir den Film heute auch angesehen. Danke dafür. Von meiner Seite allerdings keine "Bewertung" an dieser Stelle - aber muss ja auch nicht sein, oder? :-)

Viel Glück für die Entbindung außerdem und ich bin sehr gespannt, ob's Junge oder Mädchen wird.

amandajanus hat gesagt…

liebe Lizzy, ich hätte schon gern gewusst, wie du den Film findest, es ist ja eher eine Dokumentation. Aber dass wir beide nicht so ganz gleich gestrickt sind, das weiß ich wohl ;-))

liebe Grüße!!
mandy
.....
Mädchen oder Junge???? ich kann ja mal eine Umfrage staten

lizzy hat gesagt…

naja, wie ich den Film finde, lässt sich nicht in einem Wort oder Satz wirklich zusammenfassen.

Ich fühlte mich unterhalten, das auf jeden Fall.

Am häufigsten und bezeichnendsten für mich war das Gefühl, den armen Jungen trösten zu wollen. Der sich vermutlich viele Jahre lang gegen seine "Bestimmung" wehren wollte, damit erstmal überfordert und auch zuweilen unglücklich ist und trotz aller gemächlichen Akzeptanz, in die sich sogar Freude und Glück mischt, am liebsten der einfach Mönch wäre, der er immer hatte sein wollen. Er tat mir oft leid.

amandajanus hat gesagt…

ja Lizzy, ich verstehe schon, was du meinst. Das ist für uns westliche Menschen schwer zu akzeptieren, wir gauben ja eher, immer die Kontrolle über unser Schicksal zu haben, aber ob das whr ist? Vielleicht sind wir nicht so bestimmt auf unseren Platz gestellt, vielleicht ist es sogar schwerer, seinen Platz zu finden.

mandy

lizzy hat gesagt…

liest sich, als ob du doch nicht so ganz verstanden hättest, was ich meinte - aber vielleicht versteh' jetzt auch ich wieder nicht ...

Aber in Blogkommentaren ist das sicher normal. Da was komplexes - also z. B. einen Menschen und seine Ansichten :-D - verstehen zu wollen, würde an Hellseherei grenzen.

amandajanus hat gesagt…

stimmt! und das ist schon sehr komplex.

mandy