Freitag, September 26, 2014

Lebenszeichen

Ich denke oft daran, dass ich eigentlich schreiben möchte. Am leichtesten schreibt es sich tatsächlich darüber, wie gern ich doch aktibver im Blog sein möchte.
Die letzten Wochen waren anstrengend, lähmend, aufbauend udn erschöpfend. Ich habe so viel gedacht udn gefühlt, dass ich darüber ganz sparchlos geworden bin. Nun bin ich seit ein paar Tagen krank. Postpetale sozusagen. Es begann mit einem Schupfen, dem Hals, einer unerwarteten (wie immer) und sehr starken Migräne Attacke und nun noch immer Schwäche und Schwindelgefühl.

Dabei ist eigentlich alles gut. In der Schule gab es nach den ersten euphorischen Tagen doch ernsthafte Probleme, die Vincent und wohl vor allem mich aus der Bahn warfen. Er wurde sehr stark gehänselt, von einem Kind besonders von allen im Allgemeinen gestichelt. (der läuft ja so komisch) Er wollte in eine andere Klasse gehen, begann am Daumen zu lutschen und verschwand sehr oft hinter seinen Augen. Es ist eben schwer beschreibbar. Er war auf jeden Fall überfordert. Und ich als Mama war es auch.
Nach Gesprächen mit der Hortnerin und der Sozialpädagogin der Schule richtet sich alles und es ist natürlich auch Zeit vergangen. Zeit, die Vincent ganz besonders braucht, sich an neue Situationen zu gewöhnen.
Ich verwende mal die für mich wichtigsten Worte der Sozialpädagogin:
Seien Sie gewiss, dass Vincent auffällig ist. Er is oft Thema im Gespräch mit dem Lehrer. Er tut nicht das, was gerade zu tun ist, scheint überall anders zu sein. Aber wir werden Vincent hier nicht defizitorientiert betrachten. Wenn er spielt, zeigt der sich als ganz normales Kind. Es ist die Aufgabe des Lehrers, Vincent zu gewinnen und ihn mit Freude die Lernaufgaben gestalten zu lassen. Es ist eine Herausforderung. Unsere Aufgabe hier ist es zu schauen, wo Vincent herkommt aber noch viel mehr, wo er hingehen wird und ihn auf dem Weg zu begleiten. Bitte lassen Sie sich nicht wieder in Panik versetzen. Wir möchten den Schulalltag aufmerksam gelassen betrachten. Lassen Sie uns und auch Vincent Zeit.

Seit diesem Gespräch ging es mir viel besser und nun bin ich wirklich wieder gelassen und freue mich jeden Tag, wenn er mit einem offenen Gesicht und neuen Ideen nach Hause kommt. Es gibt tatsächlich einen großen "Kreativitätszuwachs" in seinem Spiel. Ich sehe, dass der Schritt in die Schule sehr notwendig war und ich sehe auch, dass wir mit der Schulwahl doch alles richtig gemacht haben.

Draußen ist es schon so herbstlich, fast spätherbstlich. Die Marathonläufer in Berlin werden es am Wochenende nicht so heiß haben wie sonst so oft.
Ob es schon Pilze gibt? Ich denke ja, vielelicht werde ich am Wochenende mal in den Wald gehen.

Kommentare:

margritlis hat gesagt…

Ach Mandy,

ich drück Dich ganz doll!

LG Moni

Blumenmond hat gesagt…

Da habt Ihr aber wirklich alles richtig gemacht. Die Zeilen der Lehrerin lesen sich sehr gut. Fühl Dich auch von mir gedrückt, das sind immer wieder sicher keine leichten Zeiten.

Anonym hat gesagt…

Hallo!
Zu Kindern kann ich wenig sagen, auch wenn ich selbst wieder täglich in die Schule gehe.
Aber was die Pilze betrifft: bei uns sind die Meisten schon durch... Viel Glück- in jeder Beziehung, Regina aus NRW

Farbenformerin Angela hat gesagt…

Hab mich gefreut von Dir zu lesen, Mandy. Euer Urlaub muss richtig schön gewesen sein.
Ich wünsch Dir auch weiterhin viel Kraft und gute Nerven für Vincents Schulsituation. Ich bin mir sicher, du machst das prima.
Das mit dem Hänseln ist für mich als Mutter so abartig schwierig. David wird auch immer mal wieder gehänselt - auf keinen Fall in der Schule - und es macht mich rasend, wenn ich mitbekomme wie knallhart und grausam manchmal Kinder sein können. Ich schätze, das wird immer einen kleinen Bestandteil seines Lebens ausmachen. Als Eltern ist es an uns, ihm die nötige Kraft für solche Situationen zu geben. Zumindest wenn wir in so einer Situation anwesend sind, können wir gleich einschreiten und diese beenden.
Aber das Schlimme ist, unser Sohn erkennt sehr oft nicht, wenn es jemand nicht gut mit ihm meint.
Hach, das Leben ist eines der schwersten...
Liebe Grüße an Dich. Angela