Sonntag, März 23, 2014

Ich wäre so gern Supermami!

Dabei versage ich schon beim Thema Essen.
Ich würde so gern täglich für gesundes Essen sorgen, leider verweigern dann meine Kinder die Kost. Elisabeth isst gar kein Gemüse, also gar keins. Sie findet sogar Gemüseatome in der Tomatensoße. Naja, also Tomatensoße isst sie. Nur kann ma ja nicht täglich Nudeln mit Tomatensoße kochen.
Vincent hat immerhin in der Toatlverweigerung zwei Zugangsgemüse: Mais und Gurkensalat.

Ich mache mir überhaupt keine Sorgen um die Vitamine im essen, sie essen ja Obst und sie trinken Saft. Ich finde nur die Ernährung am Mittagstisch recht einseitig. Sie sind auch beide das was man gut genährt bezeichnet und essen nach wie vor sehr gern Milchprodukte. Brotbelag ist fast immer Wurst oder eben Käse. Gibt es einen vegetarischen Brotaufstrich der Teewurst oder Leberpastete zum Verwechseln ähnlich schmeckt?

Auch ansonsten wäre ich gern Supermami und ertappe mich doch sonntags schon um sechs Uhr morgens dabei, dass ich wohl wieder unausgeschlafen und leicht reizbar sein werde. Ich würde meine Müdigkeit so gern ignorieren und auf jede Frage lächelnd die richtige Antwort wissen. Meist versage ich aber schon bei Frage Nummer 23 und sage auch recht laut dass ich jetzt bitte noch Ruhe brauche. Dann mache ich eine DVD an und stelle wahrscheinlich chemieverseuchte Erdbeeren und Gummibärchen auf den Tisch und wünsche eine schöne Stunde mit Wickie oder Pippie Langstrumpf.

Später wird es mir auch bei unterkühlten Außentemperaturen ein bisschen egal sein, dass die Kinder barfuß auf dem Trampolin springen. Elisabeth ist dann aber schon das zweite mal klitschnass vom Gießen oder anderen Wasserfunden im Garten. Vielleicht verliere ich dann doch die Nerven, ich wäre ja nur gern Supermami, bin es aber nicht.

Am Sonntag Nachmittag werde ich dann und wann etwas selbstmitleidig!  Ich beneide all die Mütter, die jede einzelene Minute mit ihren Kindern genießen, wo ich das am Sonntag oft nur in jeder zweiten schaffe. Ich beneide dann auch die Mamis, die Großeltern haben, bei denen Kinder gern und seeehr oft Nächte verbringen, ich würde so gern einfach mal ausschlafen, Supermamis wollen das vielleicht auch, aber stecken es besser weg und leben einfach das Traumleben mit ihren Kindern. Vielleicht finden meine Kinder all das auch gar nicht schlimm, denn sie wollen verflixt noch mal nirgends anders schlafen.

Ich hätte jetzt auch gern die Kraft noch eine Radtour vom Zaun zu brechen oder andere Familienunternehmungen, hoffe aber nur auf eine halbe Stunde Ruhe.

Und nun geht es in den Garten, da sind wir tatsächlich alle glücklich, alle zusammen!

Eine schöne Woche Euch allen.


Kommentare:

Hilde hat gesagt…

Ach liebe Mandy. Wenn du ein Rezept für die Supermami gefunden hast, verrat es mir bitte. Du schreibst mir so aus der Seele. Es gibt Tage, da verzweifel ich. Da beneide ich die Supermamis hier in der Strasse, die den ganzen Tag mit ihren Kindern draussen sind und spielen und irgendwie von allein Haushalt, Arbeit usw erledigen.
Drück dich und finde immer wieder, das du eine Supermami bist, die ihre Kinder auf ihre eigene Art glücklich macht!

Blumenmond hat gesagt…

Ich kann ja nicht wirklich auf einen reichhaltigen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Aber bisher hat noch JEDE meiner Freundinnen nach der Supermami geschrien. Ich fürchte mal, die gibts genau so wenig, wie die Supervorgesetzte, Superehefrau, Superirgendwas. Wir sind halt Menschen und Schlafmangel wird als Folter eingesetzt, das ist nicht irgendwas.

Was das Essen angeht: Ich predige allen Eltern, es so hinzunehmen, wie es ist. Ich war als Kind extrem pienzig und hab nur Kartoffeln gegessen. Und Kohlrabi - glaub ich noch. Tomaten auf dem Brot und Fleischwurst. Aber ich fürchte, da hörte mein Programm schon auf. Ich war sehr dünn und eben extrem wählerisch Meine Eltern haben mich gelassen (aber auch nicht extra für mich gekocht - außer Kartoffeln) und mir damit den vernünftigen Zugang zum Essen aufrecht erhalten.

Ach ja... es gibt vegetarische Aufstriche, die nach Leberwurst schmecken. ;-)

Jörg hat gesagt…

Gerade weil du nicht die scheinbare SuperMami bist, werden deine Kinder gut gedeihen und lernen, dass sie nicht immer im Mittelpunkt stehen und auch Mami ein eigenes Leben und Interessen hat. Wann sollen es die " Kinder der Supermamis" lernen? Mit 6 Jahren, mit 12, 18 odet erst mit 30?

Nicolle Foerster hat gesagt…

Liebe Mandy, wenn ich Bilder von deiner Tochter sehe und lese, wie frei sie sein und sich ausprobieren darf und keine Angst haben muss, wenn sie platschnass nach Hause kommt. Wenn deine Kinder zudem noch wissen, dass du ehrlich bist, weil du auch einfach mal sagst, dass du k.o. bist :-D dann finde ich, du bist sehr wohl eine Supermami. Kinder wollen keine Scheinheiligenwelt aus der sie irgendwann erwachen und sich im wirklichen Leben zurechtfinden müssen. Meine Helene hat mal zu mir gesagt als sie 4 war..."Mama wenn ich mir eine Mama aussuchen könnte, hätte ich dich ausgesucht" :-) gerade kommt sie schon wieder runter. .. sie ist jetzt 12 und hat keine Hemmungen mich voll zu quatschen während ich meinen Sonntagstatort sehen will, obwohl sie weiß, dass ich es absolut nicht leiden kann die ersten 10 min zu verpassen und sie schlafen soll. Dann denke ich auch manchmal... Bitte ich möchte doch nur Sonntagabend meinen Tatort, nicht mehr aber auch nicht weniger. Ich wünsche dir einen ruhigen erholsamen Sonntagabend. Übrigens hab ich die letzten Nächte mal wieder festgestellt, dass Schlaf völlig überbewertet wird. Silas hat nun auch noch eine Mittelohrentzündung....

Hase hat gesagt…

Liebe Mandy, ich drück dich mal ganz fest, du bist so klasse.

Uschi M. hat gesagt…

Ich muss das jetzt einfach mal schreiben:

Mandy, die Supermami gibt es nicht. Nirgends. Niemals. Jede Mutter hat Stress mit ihren Kindern, jede Mutter möchte ab und zu alles hinschmeißen oder einfach mal das Kind / die Kinder an die Wand klatschen. Das ist normal. Alles andere ist gelogen.
Du machst das wohl schon alles richtig. Grüble nicht so viel darüber, was du evtl. falsch machen könntest. Genieße einfach die schönen Momente mit deinen Kindern.

Was das Essen betrifft: darauf hat man als Eltern leider ab einem bestimmten Zeitpunkt keinen Einfluss mehr. So lange deine Kinder satt werden, nicht krank sind, ist alles in Ordnung.

Mein Sohn hat ab dem Schulalter plötzlich von heute auf morgen bestimmte Sachen (alles, was Vitamine enthalten könnte) nicht mehr gemocht. Das hat sich auch viele, viele Jahre nicht mehr geändert. Erst jetzt (er ist 29! und seit kurzem Herr einer eigenen Wohnung) entdeckt er das Kochen und auch andere Lebensmttel für sich. Tja, hat lang gedauert, aber es ist nie zu spät.

Übe dich in Gelassenheit, das ist das einzig Richtige.

linnea hat gesagt…

vielen dank für deine worte bei mir - damit hast du sicher recht, dass auch die erzieherinnen ihre mittagspause brauchen, weiß ich z.b.
warum aber alle kinder noch in viel höherem alter schlafen müssen, erschließt sich mir nicht. mein mann war ja noch zu ddr-zeiten im kindergarten und hat diese "pflicht" als sehr prägend erfahren, auch er konnte einfach nicht schlafen tagsüber...
zu deinen fragen: unser sohn ist ein gemüseliebhaber sondersgleichen, besonders aber liebt er dinge, die man bei kindern zunächst nicht vermutet - vielleicht haben auch deine freude daran: oliven, kapern, rucola, die fruchtigeren aufstriche von zwergenwiese, z.b. "basitom", fallen darunter. ansonsten gilt es wohl auch hier, gelassenheit walten zu lassen, immer wieder gemüse auf den tisch zu bringen, vielleicht mal als wrapfüllung oder in cannelloni?! viel erfolg dabei! linnea

Lukana hat gesagt…

Hallo,

mir geht es genauso wie dir. Zwar ohne Garten und Trampolin, aber auch ohne SuperMama.

Ich glaube das wir das auch gar nicht sein müssen. Meine Kinder sind glücklich so wie es ist und wenn ich mal den Großen frage (12) ob ich was anders machen sollte sagt er "Nö, ist doch super alles."

Also bin ich für meine und du für deine Kinder auch so die SuperMama.

LG Lukana